Performancetabellen

Um eine bessere Übersicht über die in den jeweiligen Depots enthaltenen Werte darzustellen, wurden nun bei den Beschreibungen der Handelsansätze simplyinvest und simlytrend Tabellen mit allen gehaltenen Werten platziert.

 

Zusätzlich wird angegeben, welcher prozentuale Gewinn oder Verlust im Depot erzielt wurde. 

 

 

 

 

Neue ayondo-Profile

Die Volatilität ist für mein System simplytrade wichtig. Da diese Voll aber nach wie zu niedrig ist und ich aber nicht nur dieses eine System trade, sondern noch ein weiteres und zudem auch ganz klassisch mit Aktien handle sowie langfristig investiere, habe ich mich nun dazu entschlossen, weitere Profile mit unterschiedlich Ansätzen bei ayondo zu veröffentlichen. Mit diesem Anlagemix lege ich seit Jahren und Jahrzehnten mein Geld an, was mir bis auf wenige Ausnahmen immer eine ganz gute Durchschnittsrendite beschert hat.

 

Die Beschreibung der neuen Profile finden Sie unter dem Punkt Handelsansätze hier auf dieser Seite. Zur Liveperformance gelangen Sie mit einem Klick auf die Namensschilder auf der rechten Seite.

 

Im Zuge der Neuausrichtung meiner Aktivitäten bei ayondo habe ich nun auch meine Internetseite neu gestaltet.

 

 

 

Volatilität

Abwarten und Teetrinken könnte man dieses seit Monaten dauernde Szenario bei simplytrade nennen. Und tatsächlich ist es so, dass wir offenbar einfach Geduld haben müssen, bis wieder mehr Schwung in die Börsen kommt. Ein Abgleich der Volatilität des DAX in den letzten knapp 20 Jahren zeigt die Korrelation zwischen Volatilität und Performance des Systems relativ deutlich:

 

Wie aus nachstehender Tabelle zu sehen ist, lag die Volatilität des DAX (Index VDAX-new, WKN A0DMX9) beispielsweise in den Jahren 2004 bis 2007 bei einem Jahresdurchschnitt zwischen 15 und 20 Punkten, die durchschnittliche Performance des Systems simplytrade im gleichen Zeitraum zwischen -3% und 32%. Die 32% wurden dann im Laufe des Jahres 2007 erreicht, als die Börse wieder deutlich schwankungsfreudiger wurde. In den Jahren 2008 und 2009 wurde dann mit einer durchschnittlichen Volatilität von jeweils 33 Punkten wieder eine satte Performance von 74% und 52% erreicht, bevor im Jahr 2010 die Volatilität wieder auf 22 Punkte und die Performance auf 11% sank.

 

Jahr       Vola    Perf.%   

 

1999 27 19,7
2000 25 60,9
2001 27 55,5
2002 38 68,6
2003 35 26,8
2004 20 1,3
2005 15 -3,1
2006 17 17,0
2007 20 32,1
2008 33 74,2
2009 33 50,9
2010 22 11,2
2011 28 43,9
2012 22 30,5
2013 17 23,5
2014 18 26,5
2015 24 65,8
2016 23 -9,7

 

Der Zusammenhang zwischen Volatilität und Performance von simplytrade ist also durchaus gegeben.

 

Aktuell: Im Jahr 2016 war es so, dass die Schwankungsbreite ab August wieder auf einen Durchschnittswert von 19 Punkten zurück ging und ab da das System in seine bis heute anhaltende Lethargie verfiel. Der aktuelle Wert des VDAX-New liegt bei 16,6 Punkten (18.08.2017).

 

Was folgern wir daraus? Abwarten und Teetrinken ist vielleicht wirklich gar nicht so falsch, denn sobald die Börse wieder in unruhiges Fahrwasser gerät, und das wird früher oder später der Fall sein, sollten auch bei simplytrade wieder entsprechende Gewinne verbucht werden können. Das ist natürlich keine Gewinnzusage, sondern wie immer bei der Börsenanalyse ein Blick auf die Wahrscheinlichkeit aus Daten der Vergangenheit. 

 

Deshalb wird das System weiter konsequent täglich gehandelt. Klar wird das Depot täglich dabei mit Transaktionskosten, also Spread, Finanzierungskosten und Slippage belastet. Dieser Wert liegt nach wie vor bei durchschnittlich rund 2,5 DAX-Punkten pro Trade. Aber wenn abgewartet wird, bis die Vola wieder einen höheren Wert erreicht, hat man auf dem Weg dahin bereits einige Gewinne verpasst. Also heißt es einfach dran bleiben.

 

 

Wo ist das Problem?

Das erste Halbjahr 2017 ist vorüber. Im ayondo-Profil sieht die simplytrader-Bilanz weiterhin flau aus. Allerdings muss das differenziert betrachtet werden. Wie im letzten Blog-Beitrag erklärt, muss auf Grund der vergangenen Aktivitäten noch immer mit kleiner Ordergröße gehandelt werden. Für alle, die nicht die ganzen vorigen Berichte lesen wollen: Die Ordergröße wurde anfangs - im Nachhinein betrachtet - zu groß gewählt, zu spät reduziert und dann wurde vorübergehend versucht, mit einem Protection-Modus den Absturz zu begrenzen. Das ist zwar gelungen, aber der Wiederaufstieg mit nun reduzierter Ordergröße ist schwierig, da nach wie vor das Damoklesschwert der 25%-Drawdowngrenze über dem Profil schwebt.

 

Tatsächlich hat sich seit dem Reset ab 1.5.2017 in den Monaten Mai und Juni unter dem Strich ein wieder ein Plus ergeben. Das ist ein eindeutiger Beleg dafür, dass auch in diesem für simplytrade seit über einem Jahr schwierigen Börsenumfeld das System trotzdem funktioniert. Das Problem ist also einfach nur, dass wegen der 25%-DD-Grenze die Ordergröße nur marginal erhöht werden kann, womit in den letzten Tagen vorsichtig begonnen wurde.

 

Und was ist mit den Optimierungen? 

 

Die Take-Profit-Ergänzung hat außer dem Aufwand für die zusätzlichen Orders nichts eingebracht. Der Backtest sagt zwar aus, dass das auf lange Sicht einen Zuwachs bringen würde, allerdings nicht in der aktuellen Börsenphase und somit spiegelt sich der Backtest in der Realität wieder. Dieser Zusatzaufwand wurde deshalb erst einmal wieder eingestellt. Auch der frühere Einstieg hat noch nicht den gewünschten Effekt gezeigt, es ist per Saldo bisher ein Nullsummenspiel. Es zeigt aber, dass es offenbar einen gewissen Spielraum gibt, wann man sich einstoppen lässt. Die subjektive Wahrnehmung ist dabei zwar eine andere, aber die Fakten sprechen für sich. Das zeigt sich auch in einem kürzlich durchgeführten Backtest hinsichtlich eines früheren Ausstiegs aus der Position:

 

Irgendwie hat man sehr oft das Gefühl, dass einem die US-Börsen nach 15:30 Uhr unserer Zeit die im Tagesverlauf aufgebaute Performance wieder zunichte machen. Dies ist zwar tatsächlich immer wieder der Fall, aber offenbar bleiben nur die Tage, an denen der Gewinn nach 15:30 Uhr wieder dahinschmilzt im Bewusstsein. Ein Backtest mit einem Close um 15:30 Uhr, um 16:00 Uhr und zu anderen Uhrzeiten zeigt, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Würden die simplytrade-Positionen bereits in diesem Zeitraum geschlossen und nicht erst zum deutschen Börsenschluss, würde man zwischen 30% und 50% weniger Basisgewinnpunkte realisieren. Dieses drastische Ergebnis ist durchaus überraschend und zeigt wieder einmal, dass einen die eigene subjektive Wahrnehmung doch oft deutlich in die Irre führen kann. Deshalb bleibe ich mit dem System weiterhin bei den Fakten und beim Prinzip "keep it simple".

 

 

Änderungen im ayondo-Profil ab 1.5.17

Nachdem der Protection Modus das System doch deutlich ausbremst, wurde in den letzten Tagen und Wochen mehrfach simuliert, wie sich simplytrade darstellt, wenn ohne PM gehandelt worden wäre. Das Ergebnis:

 

Die Volatilität im Depot wäre deutlich höher und die ayondo-Drawdown-Schwelle von 25% wäre mehrfach durchbrochen worden. Andererseits ist es aber auch so, dass das System ohne PM auch mehrfach neue Allzeithochs erreicht hätte. So gesehen war die Umsetzung des PM bei ayondo im Jahr 2016 eine richtige Entscheidung, um nicht auf das unterste Karrierelevel abzustürzen, aber nicht um die Leistung des Systems richtig darzustellen.

 

Und hier sind wir an eine Grenze bei der Umsetzung des Systems bei ayondo gestoßen. Tatsächlich ist es so, dass simplytrade weiterhin prima funktioniert, wenn man es ohne die ayondo-Limiterung handelt, und das obwohl sich die Börse seit Mitte 2016 tatsächlich in einem bis dahin im Backtest nicht vorhandenen Fahrwasser befindet.  Das ist auf jeden Fall eine überaus gute Nachricht: simplytrade funktioniert also weiterhin!! Also auch in einem veränderten Börsenumfeld. Diese Erkenntnis kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Somit braucht man sich um das System und um den Grundgedanken des Systems also absolut keine Sorgen zu machen. Leider muss man aber inzwischen differenzieren zwischen der Performancekurve bei ayondo und dem eigentlichen Verlauf. 

 

Aber warum kommt das System dann bei ayondo nicht mehr auf die Füße?

 

Der entscheidende Faktor, der beim Start des Systems bei ayondo hätte besser angepasst werden müssen, ist der tatsächliche Kapitaleinsatz. Das Risiko, in die Nähe der 25%-Drawdown-Schwelle zu kommen, war im Nachhinein betrachtet doch schneller möglich als erwartet. Mit dem ursprünglichen Kapitaleinsatz wäre diese Schwelle inzwischen mit einem Drawdown von etwa 30% gerissen worden.

 

Der im Backtest zuvor ausgewiesene historische maximale DD wurde also überboten. Ich habe es ja immer wieder gesagt: Ein Backtest kann nicht in die Zukunft schauen und man kann über Sinn und Zweck eines Backtests geteilter Meinung sein, aber ich würde nie ohne Backtest irgend einen Handelsansatz anwenden. Wer würde sich schon in ein Flugzeug setzten, wenn er nicht wüsste, dass alle Szenarien im Test und in der Praxis erfolgreich überstanden wären. Doch was in der Zukunft in der Luft, am Boden oder mit der Technik passiert, weiß letztendlich auch niemand. Ein Restrisiko bleibt immer, beim Fliegen und bei allem im Leben. Und nichts anderes habe ich auch immer öffentlich gesagt. Man kann mit einem Backtest alle bisherigen Fälle durchrechnen und auch weitergehende Szenarien simulieren, aber in der Praxis kann immer etwas passieren, das es so vorher noch nicht gab.

 

Letztendlich ist in der Praxis von simplytrade bisher also nur passiert, dass der Drawdown etwas größer ausgefallen ist als in der Historie. Das System selbst funktioniert weiterhin. So gesehen muss man also nur je nach persönlicher Risikoneigung den Kapitaleinsatz entsprechend anpassen. Und das ist der Punkt, der von Anfang an bei ayondo hätte etwas besser justiert werden sollen. Mit einer reduzierten Ordergröße wäre dann zwar 2015 im ayondo-Depot keine so steile Aufwärtskurve zu sehen gewesen, aber die Kurve würde aktuell nahe dem Allzeithoch notieren. Insgesamt wäre die Performance natürlich geringer. Und weil die Follower bei ayondo halt doch (leider) zu stark auf die Gewinn-Prozente schauen, wäre simplytrader zwar eines der solidesten Profile auf der Plattform, aber sicher wesentlich weniger beachtet. 

 

Nun war es eigentlich genau das, was mit simplytrader erreicht werden sollte: Eine sehr langfristig angelegt konstante Aufwärtstendenz ohne Blick auf die Followerzahlen. Es ist sehr ärgerlich, dass dies nun öffentlich nicht sichtbar ist. Ich halte die 25%-Limitierung zwar nach wie vor für sinnvoll, weil es doch immer wieder etliche Zocker auf der Plattform aussiebt. Ärgerlich ist nur, dass man beim Social Trading aber halt doch von den meisten nur nach der Performance bewertet wird und nicht nach den Risikoparametern. Und wer mich kennt, weiß, dass dies für mich aller oberste Priorität hat und das Risiko immer in einem ausgewogenen Verhältnis zur Performance stehen muss. ayondo legt hierauf zwar viel Wert, aber die Masse der Follower scheint das leider immer noch zu wenig zu interessieren. Ich muss zugeben, ich freue mich natürlich, wenn ich unter den Top 10 bei ayondo bin, aber letztendlich war es nicht meine Absicht, das schon innerhalb von einem Jahr zu erreichen.

 

Also was nun im simpyltrader-Profil bei ayondo? Das Profil aufzugeben und einen Neustart mit halbierter Ordergröße wäre eine Möglichkeit. Andererseits ist es natürlich auch spannend, ob es gelingt, mit einer Korrektur der Korrektur wieder aus dem Tal herauszukommen. Und genau das soll nun versucht werden, denn genau so etwas ist die tatsächlich gelebte Praxis eines Börsenhändlers. Das Profil bleibt also weiter bestehen und ab Mai wird wieder der ursprünglich berechnete Kapitalfaktor gehandelt.

 

Da der Drawdown jedoch bis zur 25%-Grenze nicht mehr so viel Spielraum bietet, muss die Ordergröße nun dementsprechend angepasst werden und ist somit in diesem Punkt nicht mehr mit dem im Buch ausgewiesenen Wert vergleichbar. Eigentlich sollte bei ayondo jetzt mit einer halbierten Ordergröße gehandelt werden, was aber auf Grund des bisherigen Verlaufs mit der vollen Ordergröße und dem eingeführten Protection Modus derzeit nicht möglich ist. Somit wird die Ordergröße erst einmal deutlich niedriger (etwa 20% der halbierten Größe) angesetzt und im Laufe der Zeit immer wieder mal erhöht. Damit ist zwar der Verlauf nicht mehr ganz so einfach nachrechenbar, aber das Grundprinzip von simplytrade wird im ayondo-Profil weiter konsequent gehandelt. 

 

 

Optimierungen

simplytrade ist bei ayondo nach wie vor im Drawdown gefangen. Um diesen nicht weiter auszuweiten wurde die Ordergröße weiter reduziert. Die Limitierung durch die 25%-Schwelle bei ayondo, die sicher ihre Berechtigung hat, hat sich inzwischen zu so etwas wie einem Damoklesschwert für simplytrade entwickelt. Ohne diese Begrenzung wäre durchaus ein höherer Punktestand gegeben, allerdings wäre die Schwankungsbreite auch größer und die 25%-Schwelle wäre bereits durchbrochen.

 

Die Einführung des vor fast einem Jahr umgesetzten Protection-Modus ist letztendlich in erster Linie dieser ayondo-Limitierung geschuldet. Ohne diese Begrenzung ist das Trading mit simplytrade weiterhin nach der Berechnungsmethode des Kapitalfaktor deutlich dynamischer und nicht so weit vom Allzeithoch entfernt wie im Livetrading bei ayondo. Im Nachhinein betrachtet wäre es also wohl besser gewesen, von Anfang an mit viel kleinerer Ordergröße zu starten und diese konsequent ohne PM beizubehalten. Der Effekt wäre eine Performancekurve, die aktuell deutlich näher am Allzeithoch notiert, andererseits wäre aber die Performance insgesamt dann deutlich geringer. Das alles aber wie gesagt nur im ayondo-Depot. Wer simplytrade selbst handelt ist hier flexibler.

 

Wie auch immer, das Rad kann nicht zurück gedreht werden. Aktuell werden verschiedene Möglichkeiten geprüft, auch ob der Protection Modus weiter verwendet werden soll. Um dem System wieder mehr Dynamik zu geben, wäre eine Umstellung auf den ursprünglichen Kapitalfaktor-Mechanismus sinnvoll. Das größte Problem ist jedoch, dass die Ordergröße im ayondo-Depot jetzt hinsichtlich der DD-Begrenzung nicht erhöht werden kann. Eine Umstellung würde bedeuten, dass beim aktuellen Kontostand die aktuelle Ordergröße bei dem derzeitigen Kapitalfaktor 5 nicht vergrößert wird, sondern bei steigendem Punkestand entsprechend der Logik erst einmal sogar weiter reduziert wird. Ob sich dann zumindest theoretisch eine auf mittlere Sicht wieder größere Dynamik einstellt wird in den nächsten Tagen in verschiedenen Testläufen simuliert.

 

Das Dilemma ist nun, dass die Ordergröße wirklich sehr klein ist und es dadurch auch bei guter Börsenphase ob mit oder ohne Protection Modus noch längere Zeit dauert, um wieder die Kurve nach oben zu bekommen. Dass dies aber mit kleinen und kleinsten Positionsgrößen tatsächlich möglich ist, hat nicht zuletzt der von mir als Trader und persönlich sehr geschätzte Kollege Patternicus bewiesen. Nun ist es bei ihm allerdings ein ganz anderer Handelsansatz. Bei simplytrade soll und wird in die Abwicklung dagegen nicht manuell eingegriffen. Was aber möglich ist, sind Optimierungen. Hierzu gibt es eine Vielzahl von Ideen, die ich seit Monaten teste, eine nach der anderen. Ein paar davon habe ich wieder verworfen, aber die eine oder andere Variante soll zum Einsatz kommen, sofern diese mit der grundsätzlichen Logik des System vereinbar ist. 

 

Nach der Take Profit-Ergänzung, die allerdings noch nicht den gewünschten Effekt gebracht hat, kommt deshalb nun ab 18.04. eine Änderung des Entry-Level zum Einsatz. Die Tests haben ergeben, dass, wenn der Einstiegspunkt im Bereich 0,15 - 0,30% vorgezogen wird, teilweise deutlich mehr als 1000 Punkte pro Jahr zusätzlich erzielt werden können. Es gibt zwar auch negative Phasen, auf Jahressicht aber seit 1998 kein Jahr mit einem Minus. Somit ist also ein positiver Erwartungswert vorhanden und ein Einsatz gerechtfertigt.

 

Unter dem zuvor genannten Aspekt der relativen Nähe zur 25%-Drawdown-Schwelle bei ayondo wird aber der zusätzliche Erlös aus dem vorgezogenen Entry-Level sowie dadurch ausgelöste zusätzliche Trades mit Verlust nicht in die Berechnung des Kapitalfaktor einbezogen. Die Berechnungsmethode bleibt weiter unverändert. Dies kann aber jeder für sich selbst individuell entscheiden. Das veröffentlichte System ist letztendlich ja nur ein Konzept, das jeder für sich selbst ergänzen und anpassen kann. Primär sollen die Optimierungen dem System bei ayondo dazu verhelfen, dass die Differenz bis zur 25%-Schwelle wieder etwas größer wird. Und dann kann auch hier wieder mehr Dynamik durch eine Anpassung der Ordergröße im Rahmen des Kapitalmanagements bezogen auf das Depotvolumen erreicht werden.

 

 

nochmalige Änderung der Ordergröße

Auch in dieser Woche scheint das ich-weiß-nicht-was-ich-will des DAX weiter zu gehen. Long zu Börsenbeginn eingestoppt, und dann doch wieder abwärts. Dieses Szenario begleitet uns noch nun schon so viele Monate. Durch den erneuten Verlust wird somit die nächste Anpassung der Ordergröße fällig. Am Dienstag wird erneut halbiert.

 

 

simplytrend

Im November hatte ich im Blog von einem neuen Projekt geschrieben. Nun ist schon wieder ein halbes Jahr vorbei und so langsam aber sicher kristallisiert sich eine passende Strategie für dieses Trendfolgedepot heraus. Zunächst waren es viele kurzfristige Trades auf Aktien, von denen aber immer wieder ein Flop mit einem Absturz über Nacht die mühsam aufgebaute Performance zunichte machte. Die kurzfristigen Ausbrüche waren oft im Plus, aber alles war meist nicht nachhaltig genug. Deshalb wurde nun zuletzt der Focus mehr auf Aktien gelegt, bei denen das Abwärtspotenzial klar begrenzt werden kann, das Chance-Risiko-Verhältnis größer ist und die Aktien mehr Stabilität aufzuweisen scheinen. Wobei sicher kann man sich ja nie sein...

 

Der Schwerpunkt des Depots wird aber zukünftig auf einer von mir entwickelten DAX-Strategie liegen. Diesen Handelsansatz begann ich bereits vor 15 Jahren zu erarbeiten und habe ihn seither bis heute mit Unterbrechungen über all die Jahre im Einsatz. Dabei habe ich allerdings die Parameter immer wieder geändert. Mal waren es sehr viele Regeln, mal nur wenige, mit der Erkenntnis, dass je nach Zeitbudget oft weniger mehr ist. Insgesamt hat mir dieser Ansatz unter dem Strich doch über all die Jahre eine relativ konstante positive Performance beschert, wobei es auch hier, wie bei simplytrade und allen anderen Ansätzen auch, längere Durststrecken gab.

 

Diese Strategie kommt nun im Profil simplytrend in einer für das Social Trading bei ayondo angepassten Variante zum Einsatz. Angepasst werden musste die Strategie insbesondere hinsichtlich der Drawdownbegrenzung von 25%. Hier führt dann auch kein Weg an einem restriktiven Kapitalmanagement vorbei. Begonnen wurde zunächst mit einer sehr kleinen Ordergröße, die nach und nach an die berechnete optimale Ordergröße angepasst wird.

 

Das System, das ich nun passender Weise auf den Namen simplytrend getauft habe, ist wie fast alle meine Handelsansätze komplett regelbasiert und es gibt klar definierte Vorgaben zum Ein- und Ausstieg. Die Berechnung erfolgt mit einem Tabellenkalkulationsprogramm und ein paar nicht zu komplizierten Formeln, ganz getreu meiner Devise 'keep it simple'. Den kompletten Ansatz will ich hier aber nicht offenlegen, da ich mir über die Art und Weise, wie ich dies veröffentlichen könnte (und ob ich das überhaupt machen soll), überhaupt noch nicht schlüssig bin. Letztendlich ist es auch ein nicht zu unterschätzender erheblicher Zeitaufwand, etwas in allen Details zu publizieren, wie ich mit meinem Buch zu simplytrade feststellen musste. Um hier jedoch einen Anhaltspunkt zu geben, wie dieser Ansatz funktioniert, sei an dieser Stelle so viel verraten:

 

Aus dem Eröffnungs-, Höchst-, Tiefst- und Schlusskurs einer Zeiteinheit wird eine Kennzahl errechnet, die mit einer weiteren Kennzahl, die sich aus einem kurzfristigen gleitenden Durchschnitt ergibt, kombiniert wird. Diese Kennzahl ergibt jeweils ein einfaches Handelssignal, das wiederum mit dem vorigen kombiniert werden kann, aber nicht muss. Dieser Trendfolge-Ansatz wird von mir schon immer auf Tagesschlusskursbasis (end-of-day) berechnet und angewandt, kann theoretisch aber auf allen Zeitebenen und mit anderen Basiswerten verwendet werden. Auf Grund der unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten des Systems (kurz-, lang-, mittelfristig) kann es sein, dass teilweise mehrere Trades mit unterschiedlichem Zeithorizont gleichzeitig laufen. Dabei kann es auch vorkommen, dass Short- und Long-Positionen gleichzeitig offen sind. Dem Anwender des Systems stehen eine Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten offen.

 

Bei ayondo kommt die simplytrend-Strategie seit Anfang März im gleichnamigen Profil zum Einsatz. Wer Interesse hat, kann das Profil simplytrend hier verfolgen.

 

Änderung der Ordergröße

Der Drawdown bei simplytrade hält an. Der März läuft wirklich grottenschlecht. Hat uns der 1.3. noch ein schönes Plus gebracht, ging es in den restlichen Tagen nur seitwärts und abwärts. Wer sich den Chart des DAX anschaut weiß warum. Die Volatilität ist extrem niedrig und die tägliche Handelsspanne an fast allen Tagen sehr klein. Und wenn es mal größere Ausschläge gibt, dann kippt die Tendenz des Tages und die Position wird ausgestoppt.

 

Ich bin echt froh, dass ich den Protection Modus eingeführt habe. Dieser hilft derzeit extrem, den Schaden auf ein Minimum zu begrenzen. Da die Verlustpunkte im Dax sich nahezu täglich erhöhen, reagiert der Protection Modus und verringert die Ordergröße. Die Original-Verlustpunke sind dabei ausschlagend dafür, wie sich die Ordergröße verringert. Je mehr Verlustpunkte angesammelt werden, desto kleiner wird der Einsatz. Aktuell wird nur noch mit 12,5% der Originalgröße gehandelt. Verlieren wir weitere 25 Punkte wird die Ordergröße nochmal halbiert. Dann wird bei weiteren jeweils 50 Verlustpunkten halbiert.

 

Wir sind nun tatsächlich in einem Extrembereich angekommen, an dem es keine andere Möglichkeit mehr gibt, als auf die Bremse zu treten. Damit kommt das System zwar nahezu zum Stillstand, was aber bedeutet, dass die Follower nur noch minimale Verluste zu befürchten haben. Wenn sich dann (hoffentlich bald) wieder Gewinne ansammeln, geht es umgekehrt wieder genauso zunächst vorsichtig mit der Ordergröße nach oben und mit zunehmenden Gewinnen wird dann das System auch genauso wieder Fahrt aufnehmen. Dafür ist allerdings ein Börsenumfeld mit mehr Dynamik notwendig.

 

 

Hat sich die Börse verändert?

Der Freitag war wieder so ein Tag, der einen daran erinnert, welches Börsen-Szenario simplytrade braucht. Allerdings nicht nur ein paar Tage, sondern ein paar Wochen. Wer die Börsen, insbesondere den DAX in den letzten Jahrzehnten betrachtet stellt fest, dass dieses Szenario gar nicht so selten war, meist sogar vorherrschte. Nur gibt es immer wieder Phasen wie seit August 2016, an denen es einfach nicht passt. Die Frage ist dann, bleibt es nun für immer so oder kehren die für simplytrade guten Zeiten wieder zurück?

 

Schwierige Zeiten sind an der Börse grundsätzlich ein guter Boden für Tradinggewinne. Oder auch lange ausgeprägte Aufwärtstrends. Und so einen gibt es tatsächlich zur Zeit, nur eben nicht in Deutschland. Während die US-Indizes von einem Rekord zum anderen jagen und der Dow ganz locker die 20.000er Marke überwunden hat, prallt der Dax an der 12.000 ab, als wäre es eine meterhohe Mauer. Irgendwas läuft also falsch im Börsenland Deutschland. Oder in den USA? Brauchen wir hier auch einen Trump? In den USA gehen dem Populisten offenbar mehr Leute auf den Leim als wir uns in Europa vorstellen können. Deutschland wurde also zumindest was den Börsenverlauf angeht abgehängt, wie am Vergleich mit den US-Indizes zu sehen ist. Es muss also auch in Deutschland wieder mal etwas passieren. Doch ein Trump muss es nun wirklich nicht sein.

 

Aber wer weiß, ob dieser politische Anfang vom Ende überhaupt noch aufzuhalten ist. Vielleicht kommt die nächste Welt-Katastrophe dieses mal deshalb, weil es zu vielen Menschen in der zivilisierten Welt zu gut geht und diejenigen, die  weniger haben - aber immer noch tausendfach mehr als ein Großteil der Weltbevölkerung -, meinen, dass alles sooooo schlecht ist und nur deshalb unzufrieden sind, weil andere mehr haben. Neid ist das größte Problem. Doch die Welt ist viel zu kompliziert, als dass wir normale Bürger überhaupt überreißen können, was wie zusammen hängt. Und genau deshalb fallen so viele auf die einfache Sprache der Populisten, die es aber, und das ist das Gefährliche daran, ebenfalls nicht überreißen, herein. Das hatten wir alles schon mal..... Bitte nie wieder.

 

Doch was hat das nun mit simplytrade zu tun? Irgendwie waren die Zeiten, als es klare Feinde und handfeste wirtschaftliche Probleme wie zum Beispiel die Finanzkrise 2008 gab, für das Trading einfacher einzuschätzen. Selbst der Terrorismus ist leichter einzuschätzen als die gefährliche Saat, die die Populisten ausstreuen. So gesehen hat sich die Gemengelage an der Börse verändert. Die USA haben die rosarote Brille auf, zwar nicht alle, auch in den USA gibt es viele, die das Unheil versuchen abzuwenden. Aber gewählt ist gewählt. Wir Europäer sind kritischer, unsicherer, noch, aber auch nicht alle.

 

Unsicherheit ist für simplytrade das schlechteste aller Szenarien. Irgendwie fehlt mal wieder ein bereinigendes Gewitter. Doch es ist nicht ausgeschlossen, dass eines der nächsten Gewitter, sofern es politisch bzw. populistisch motiviert ist, unsere Welt aus den Angeln hebt. Das passiert sicher nicht von heute auf morgen und so manche Wahlperiode in den verschiedensten Ländern wird noch notwendig sein. Vor dem großen Gewitter kann es auch ein paar kleinere, normale Gewitter geben, die dann auch den Börsen wieder den notwendigen Schwung in eine Richtung zu geben.

 

 

Problemzonen

Sie ist zäh und ärgerlich, diese seit Monaten anhaltende Börsenphase. Simplytrade ist ein Ausbruchssystem und das hat wie jedes System seine Problemzonen. Damit es profitabel ist, braucht es eine gewisse Dynamik im Markt. Aber, zu hohe Schwankungen sind die Problemzone Nummer 1, weil dann oftmals unkalkulierbare intraday-Kapriolen passieren, so wie das 2010 und 2011, oder wie zuletzt im Mai 2015 während des Grexit-Theaters der Fall war. Erst danach ging es wieder mit der richtigen Schwankungsbreite voran. Dieses für simplytrade positive Szenario lief dann bis März 2016 und bescherte uns satte Gewinne, von denen alle, die rechtzeitig eingestiegen sind, heute noch zehren können.

 

Ab März 2016 gab es einige unberechenbare Wochen bevor der DAX ab August mehrere ausgeprägte Seitwärtsphasen etablierte, die nur sporadisch durch ein paar kurze Trendansätze unterbrochen wurden und die bis heute das Bild bestimmen. Und das ist die Problemzone Nummer 2: Seitwärtsphasen mit einer geringen Schwankungsbreite sind Gift für das Trading, nicht nur für simplytrade. In diesen Zeiten funktionieren ironischerweise Zockerstrategien besser, so wie  man diese bei ayondo auch immer wieder sieht. Allerdings sind diese ein Spiel mit dem Feuer. Der Charakter dieser gefährlichen Systeme ist, dass dabei laufend kleine und Mini-Profite mitgenommen werden, was immer zu einer optisch tollen Trefferquote nahe 100% führt. Allerdings bleibt dafür das Risiko durch die nicht geschlossenen Verluste extrem groß. Das geht immer so lange gut, so lange sich die Börse in einer Seitwärtsphase wie jetzt befindet. Beginnt ein neuer Trend und der Markt läuft in eine Richtung davon, haben die offenen Verlustpositionen keine Chance mehr, in den Gewinn zu laufen. Sehr große Verluste sind zwangsläufig die Folge, was oftmals innerhalb ganz kurzer Zeit passiert, und oftmals führt das zum totalen Depot-Crash. Das ist auch der Grund, warum so eine Strategie bei simplytrade nicht zur Anwendung kommt, auch wenn es in den letzten Monaten sehr verlockend gewesen wäre und die Performance dadurch auf neue Hochs getrieben hätte. Die Frage ist halt immer, wann legt man den Schalter wieder um und hört auf mit dieser Zockerei? An der Börse wird nicht geklingelt, damit sich alle darauf vorbereiten können. Das Risiko eines großen Crashs ist zu hoch, wie man an den gefallenen Engeln und Bruchpiloten bei ayondo immer wieder sieht. Und transparent wie bei simplytrade ist so eine Vorgehensweise auch nicht.

 

Simplytrade hängt also in dem Dilemma zwischen guten Zeiten mit der passenden Schwankungsbreite und den flauen Zeiten, in denen einfach nichts geht. Hier zwei aktuelle Beispiele für solche Börsenphasen:

 

 

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hello again

Jetzt war es doch sehr lange, zu lange Zeit ruhig auf dieser Seite. Das hatte private und berufliche Gründe. Aber auch den Grund, dass ich sehr intensiv an der Weiterentwicklung des Systems gearbeitet habe. Die Seitwärtsbewegung im Protection Modus ist doch schon eine sehr zähe Angelegenheit. Auch wenn es das in der Vergangenheit schon öfter gab, heißt das nicht, dass man nicht versuchen kann, einen Weg zu finden, der aus dieser flachen Performancegeraden wieder nach oben zeigt. Etliche Wochen und unzählige Backtests später muss ich zwar feststellen, dass es diesen einen Ansatz, der immer Geld einbringt nicht gibt, aber es gibt Interessante Möglichkeiten, das eine oder andere zu optimieren, ohne das Risiko auszuweiten.

 

Eine dieser Möglichkeiten ist, im kurzfristigen Bereich Gewinne über ein Take-Profit-Stopp tagsüber mitzunehmen.  Das wurde hier schon öfter angeregt, aber die Parameter, mit denen so etwas umgesetzt werden kann, sind nicht so einfach zu erkennen. Eine andere interessante Variante ist, das Risiko nicht mit einem Protection-Modus zu begrenzen, sondern über die Ordergröße. Allerdings leistet der Protection-Modus hervorragende Dienste, wenn es darum geht, das Risiko nach unten konsequent zu begrenzen. Das werden zwei Komponenten sein, die in Kürze umgesetzt werden sollen. Details hierzu werden dann auf dieser Seite veröffentlicht. Denn eines soll bei simplytrade immer beibehalten werden: keep it simple. Und alles soll transparent und nachvollziehbar bleiben.

 

Ein schwieriges Jahr

Die Zeit vergeht, das Jahr neigt sich dem Ende zu. Der Jahresrückblick bei simplytrade sieht dieses Mal nicht so erfreulich aus wie letztes Jahr, zumindest was die Performance betrifft. Nach einem guten ersten Quartal kam es zu einem der größten Drawdown in der Historie des Systems. Und wann dieser Drawdown zu Ende gehen wird, ist noch nicht abzusehen. Zumindest hat sich der Dax nun aus seiner monatelangen Seitwärtsrange nach oben befreit. Sollte sich ein Trend etablieren, stehen die Chancen im aktuellen  Börsenumfeld nicht schlecht, dass noch ein paar weitere hundert Punkte Performance eingefahren werden und das System aus dem Protection Modus heraus kommt. Doch aktuell ist der Trend immer noch seitwärts und es kann auch schnell wieder in die andere Richtung laufen.

 

Der Protection Modus ist sicher das Wichtigste, was es über simplytrade im Jahr 2016 rückblickend zu berichten gibt. Und dieser Modus hat sich in den letzten Monaten bestens bewährt. Ohne ihn wäre es im Depot wesentlich turbulenter gelaufen und der Drawdown einiges deutlicher ausgefallen. Im Abgleich mit den Daten mit und ohne Protection Modus zeigt sich, dass dadurch der Abwärtstrend klar begrenzt wird, aber im Gegenzug das Aufwärtspotential trotzdem erhalten bleibt. Wenn man sich andere Profile auf der Plattform von ayondo anschaut, dann ist simplytrade mit dem Protection Modus ein echter Fels in der Brandung.

 

Der auf der ersten Seite dieser Website abgebildete und gerade aktualisierte Chart zeigt, dass die Kurve nun ziemlich abgeflacht ist. Das sieht natürlich eher langweilig aus. Aber mir ist es lieber, langweilig das Geld zu sichern als mit viel Action das Depot und damit auch das der Follower erst zu pushen und dann zu ruinieren. Dass es nicht zu einem Absturz kam, ist dem durchdachten Risiko- und Moneymangement zu verdanken.

 

 

Stabilität und neues Projekt

Wieder ist ein Monat vorbei, in dem simplytrade auf der Stelle tritt. Immerhin lässt sicher der November ganz gut an. Doch sehen wir es einmal positiv: Das System präsentiert sich weiterhin äußerst stabil und ganz wichtig: simplytrade verliert kein Geld.

 

Selbstverständlich will man mit Trading Gewinne erzielen, aber keine weiteren größeren Verluste realisieren zu müssen ist doch erst einmal die Basis von allem. Und wenn man bedenkt, dass im simplytrader-Depot vom höchsten Stand aktuell gerade einmal 14% abgegeben wurden, ist das im Vergleich zu Risiko-Tradern und selbst zu vielen Fonds noch sehr moderat. Sicher kann es noch weitere Verluste geben, aber da der Protection-Modus so ausgelegt ist, dass die Ordergröße dann immer weiter reduziert wird, ist das Abwärtspotential formell doch klar begrenzt. Zudem sind keine Verlustpositionen über Nacht offen. Andere Trader haben da ein erhebliches K.O-Risiko, wenn man mit den offenen Positionen über das Wochenende schon am Freitag mit 20% im Minus liegt. Das ist allerdings für viele Follower offenbar nicht so wichtig, da diese dann doch lieber den Tradern mit einem Risk Score am oberen Ende der Skala folgen als zum Beispiel einem simplytrader mit einem sehr soliden Risk Score von 2. Aber Performance ist eben das was reizt, Risiko hin oder her, und da kann simplytrade aktuell halt nicht punkten. Es gilt wohl auch hier die Devise: "no risk, no fun" und "man muss den Trend reiten, so lange er läuft". Das war schon damals bei der T-Aktie so. Wer rechtzeitig eingestiegen ist und - ganz wichtig - auch rechtzeitig ausgestiegen ist, hat ein tolles Geschäft gemacht. Demjenigen blieben damals die 90% Absturz erspart. Leider wurde die Masse der Anleger damals mit in den Abgrund gerissen. Einen interessanten Blogbeitrag zum Thema Risiko gibt es übrigens auch hier von Michael Tomaschek.

 

Nach wie vor sitzt simplytrade auf den Verlusten, die zu einem erheblichen Teil auch wegen der zu späten Einführung des Protection-Modus aufgelaufen sind. Die Gründe für die verzögerte Einführung wurden in vorigen Blogbeiträgen auf der simplytrade-Homepage hinreichend erläutert. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass die seit der Abschaltung der Kommentarfunktion im Blog und durch die insgesamt reduzierte Öffentlichkeits-arbeit wieder mehr Zeit für andere Dinge bleibt. Diese gewonnene Zeit wird zum Beispiel nun seit ein paar Monaten wieder für mein eigentliches Trading, das ich bereits seit Jahrzehnten privat leidenschaftlich und durchaus erfolgreich betreibe, verwendet. Und nun wird daraus ein öffentliches Projekt bei ayondo mit dem Traderprofilnamen simplytrend.

 

Dieses Profil läuft bei ayondo seit Anfang Oktober. Es werden vorwiegend Aktien-Trades mit einer kurzfristigen und mittelfristigen Haltedauer vorgenommen. Grundlage der Entscheidung für Kauf und Verkauf eines Wertes sind in der Regel Chart- und Candlestick-Formationen auf Tagesbasis, ergänzt durch einfache Indikatoren und laufend angepasste Stopps. Auch in diesem Traderprofil hat die Stabilität oberste Priorität. Einzelne Positionen dürfen keinen Crash im Gesamtdepot verursachen. Ein erstes Beispiel, was damit gemeint ist, war die Aktie von Alcoa, bei der es kürzlich ein extremes Gap gab und aus einem netten Gewinn durch das ausgelöste Stopploss über Nacht ein Verlust von 7% wurde. Dies ist in der Performancekurve deutlich zu sehen, aber auf Grund der im Moneymanagement festgelegten Positionsgröße ist das trotzdem kein Existenzproblem für das Depot. Aktuell wird ausgelotet, in wie weit es möglich ist, die ganz kurzfristigen und kleineren Trends auf der Plattform von ayondo mitzunehmen. Es zeichnet sich aber ab, dass eher im Bereich von mehreren Tagen oder Wochen agiert werden sollte.

 

Doch jetzt noch einmal zurück zu simplytrade. Was weiterhin ausgesprochen positiv ist, ist die Tatsache, dass die Abweichungen zwischen Theorie und Praxis nur sehr gering sind. Die zwischenzeitlich höhere Slippage hat sich wieder normalisiert. Auch die menschliche Fehlerquote bei der täglichen Ausführung der Transaktionen ist weiterhin sehr gering. Im Oktober konnte so die theoretische Berechnungsmethode exakt das gleiche Ergebnis erzielen wie das Realdepot. Das ist sehr wichtig und widerlegt die von manchen Skeptikern vorgebrachte These, dass das System nicht mehr 1:1 handelbar sei oder gar von mir vernachlässigt wird. Nach etwa zwei Jahren Live-Betrieb ist festzustellen, dass einzelne nicht ganz konform ausgeführte Trades in der Praxis auf lange Sicht nur minimale Auswirkungen haben. Also ist weder Panikmache noch Miesmacherei angebracht. Technisch ist also nach wie vor alles im Lot. Jetzt heißt es, einfach weiter dran bleiben und Geduld zu haben. Sobald das System wieder aus dem Protection-Modus heraus kommt, kommt auch wieder mehr Schwung in die Sache. Bis dahin bewahrt der Protection-Modus das System und damit das Geld der Follower davor, sich in Luft aufzulösen. Bei allem Grollen darüber, dass es nicht voran geht, kann man somit auf jeden Fall trotzdem gut schlafen.

 

Auch wenn sich dieser Drawdown inzwischen auf Platz drei, was die Dauer der bisherigen im Backtest betrifft, vorgeschoben hat, gab es immer noch zwei Drawdowns, die noch ein paar Monate länger gedauert haben als der jetzige. Ausführliche Tests, die über den Backtest gelegt wurden, haben übrigens ergeben, dass der Protection-Modus auch in der Vergangenheit ein paar Mal zur Anwendung gekommen wäre und sich das System trotzdem immer wieder auf neue Allzeithochs geschwungen hat. Also warten wir es ab. 

 

 

Stand der Dinge

Es ist wirklich eine quälende Phase, in der sich das System seit Monaten bewegt. Einmal sind es extreme Kursschwankungen intraday, dann wieder kleinere Kursbewegungen, die das System knapp einstoppen, nur um dann doch wieder die andere Richtung einzuschlagen oder nur einen kleinen Gewinn abwerfen. Die richtigen Gewinntrades sind derzeit leider viel zu selten, um das Depot insgesamt wieder in eine positive Richtung zu bewegen. Also bleibt nach wie vor die oberste Priorität, den Verlust weiter zu begrenzen. Kommen noch ein paar negative Tage dazu, muss die Ordergröße weiter reduziert werden, so dass sich die Performancekurve nochmal verflachen wird. Kommen dann wieder Gewinnpunkte dazu, werden die Einsätze natürlich genauso schnell wieder erhöht.

 

Da wir nicht wissen, wie lange sich diese nicht zufrieden stellende Phase noch hinzieht, ist Schadensbegrenzung und weiterhin konsequente Umsetzung der Vorgaben erst einmal das Wichtigste. Und es gehört auch einfach Geduld dazu. Es stellt sich natürlich auch immer wieder die Frage, ob es an der Börse grundlegende Veränderungen gab, die simplytrade in Zukunft nicht mehr funktionieren lassen. Solche gravierenden Änderungen sind jedoch nicht zu erkennen. Vielmehr gab es auch in der Vergangenheit, insbesondere in den Jahren 2010 und 2011 eine einjährige Phase, die einen schon am System zweifeln lässt. Aktuell haben wir nun etwas mehr als ein halbes Jahr hinter uns. So gesehen ist noch nichts aus dem Ruder gelaufen. 

 

Sicher ärgert mich diese lange Zeitspanne aus mehreren Gründen auch selbst. Zum einen folge ich simplytrader mit einigem eigenen Geld, zum anderen ärgert es mich, dass doch viele Follower nahe des Depothöchststandes eingestiegen sind und jetzt seit Monaten auf Verlusten sitzen. Diese Verluste sind prozentual mit einem Drawdown von knapp 15% zwar überschaubar, machen aber trotzdem keinen Spaß. Schließlich will man als Follower Geld verdienen.

 

Sicher muss man immer auch das Risiko und die Gewinnchancen ins Verhältnis setzen und abwägen, ob man vielleicht noch einige Monate warten kann/will. Wer diese Geduld nicht aufbringt, kann selbstverständlich jederzeit auf andere Trader setzen, die gerade einen Lauf haben. Und sofern man immer das richtige Timing erwischt beim Wechsel der Trader, kann man so die eigene Follower-Performance durchaus erhöhen. Doch es muss immer auch das Risiko mit einbezogen werden, das ist bei Aktien und Fonds genauso.

 

Bei simplytrader ist das Risiko auf jeden Fall nach unten strikt begrenzt. Aus diesem Grund werden Optimierungen auch mit aller Vorsicht umgesetzt. Ein paar Überlegungen hierzu gibt es und es werden laufend Backtests durchgeführt. Die zündende Idee, wie die aktuelle Situation  im Sinne von simplytrade verbessert werden kann, ist aber noch nicht gefunden, weder von mir noch von anderen Tradern, die versuchen, simplytrade zu optimieren. Einige Ideen sind auf den ersten Blick vielversprechend, doch nach genaueren Tests kommt dann doch nichts, nicht viel oder sogar weniger heraus. Aber es wird weiter getestet. Was dann hoffentlich im Positiven dabei herauskommt, werden wir sehen. Und wenn es noch einige Monate dauert, ist zumindest beruhigend zu wissen, dass das Kapital wenigstens nicht crash-gefährdet ist.

 

 

Aktualisierung der Charts

Der langfristige Chart des Systems, der auf der Home- und auf der Performance-Seite zu sehen ist, wurde aktualisiert. Der aktuelle Drawdown ist nun deutlich zu erkennen. Zu erkennen ist aber auch, dass dieser im Vergleich zu größeren aus früherer Zeit, insbesondere im Vergleich zu dem 2010/2011 auch nicht dramatischer ist. Der Protection-Modus federt den Drawdown jetzt sogar klar nach unten ab. Und wenn sich wieder ein paar solcher schönen Gewinntage wie vom letzten Freitag in Serie ergeben, sieht die Welt gleich erfreulicher aus. Also warten wir einfach ab. Panik ist jedenfalls keineswegs nicht angebracht, eher Geduld. Wobei garantieren, ob und wann wieder ein neues Allzeithoch erreicht wird, kann ich auch nicht.

 

Ein weiterer Punkt, der aktualisiert wurde, ist der Hinweis, wie die dargestellten Ergebnisse auf der Performance-Seite zu verstehen sind. Einer meiner Follower hat mich darauf hingewiesen, dass die Ergebnisse des Jahres 2015 nicht zu denen im simplytrader-Profil bei ayondo passen. Warum das so ist, wurde nun ausführlich erklärt. Ganz wichtig ist einfach zu verstehen, dass sich diese Daten auf das ursprüngliche System beziehen, so wie es im Buch beschrieben ist. Die Zahlen sollen nur schematisch darstellen, wie sich die Performance eines systematischen Ansatzes beispielhaft entwickeln kann. Ein Abgleich mit den aktuellen Daten im Livebetrieb ist nicht angebracht, weil es im Live-Betrieb inzwischen zu Modifikationen kam. Anpassungen des Systems sind selbstverständlich auch in der Zukunft möglich, aber wenn dann immer so simply wie möglich.

 

nichts Neues

Nach wie vor tut sich simplytrade schwer mit dem Hin und Her des Dax in einer engen Bandbreite. Immer wieder wird das System knapp eingestoppt oder der Kurs dreht im Laufe des Tages. Klare tagsüber durchlaufende Trends sind derzeit echte Mangelware. Somit geht es immer wieder mit den Gewinnpunkten abwärts, sobald einmal ein paar Punkte Plus erzielt wurden. Einen Hoffnungsschimmer gab es am letzten Freitag, als sich der Dax endlich aus dem wochenlangen Fahrwasser nach unten absetzen konnte. So ein schöner Abwärtstrend ohne große außerbörsliche Hysterie wäre jetzt genau das Richtige.

 

Und immer wieder stellt sich die Frage, ob es nicht doch sinnvoll wäre, die eine oder andere Optimierung einzuführen. Ansätze gäbe es durchaus, so könnte man die Volatilität einbeziehen, ein Take Profit-Level einführen oder gar chartanalytische Elemente integrieren. Ideen gäbe es sehr viele. Phasenweise hätten sich damit in den letzten Monaten zum Teil schöne Gewinne statt Verlusten realisieren lassen. Letztendlich ist das aber auch eine Sache des Aufwands und die Frage ist auch, wann muss dann jeweils der Schalter umgelegt werden und welcher Aufwand ist in der Praxis notwendig. In einem Vorvorläufermodell von simplytrade wurde zum Beispiel die Schwankungsbreite durchaus erfolgreich integriert, allerdings war die Sache dadurch auch wesentlich aufwändiger zu verwalten und dadurch anfälliger für Fehler in der Umsetzung.

 

Oder gibt es die eine Optimierung, die durchgängig zu allen Zeiten funktioniert? Außer mir gibt es inzwischen einige Trader, die auf Basis von simplytrade den einen oder anderen interessanten Ansatz austüfteln. Vielleicht kommen wir irgendwann auf eine Möglichkeit, die sich in das System problemlos integrieren lässt. Das muss aber dann entsprechend der Grundidee selbstverständlich auch simply umzusetzen sein. Und ein aussagefähiger positiv ausgefallener Backtest muss für einen Einsatz sprechen.

 

Dass das System nicht für alle Zeiten in Stein gemeißelt ist, muss genauso klar sein wie die Tatsache, dass sich die Börsenwelt immer wieder verändert. Andererseits sind grundsätzliche Verhaltensweisen der Teilnehmer an den Aktienmärkten nach wie vor die gleichen, so dass das System simplytrade auch noch viele Jahre weiter funktionieren kann. Und das ist auch gut so. Wäre die Börse tatsächlich exakt berechenbar, wäre es keine Börse mehr. Nur deshalb, weil es eben so viele Interpretationsmöglichkeiten der täglichen Lage an den Finanzmärkten gibt, ist es überhaupt möglich, davon zu profitieren. Würden alle das gleiche tun, könnte ja niemand gewinnen. Denn die eigenen Gewinne sind nun einmal die Verluste des anderen, oder eben umgekehrt. Nur diejenigen, die die Wahrscheinlichkeiten auf ihre Seite bringen und mit einem funktionierenden Risiko- und Kapitalmanagement agieren, haben eine Chance, langfristig im Spiel zu bleiben. 

 

 

sehr zäh

Das ist schon eine zähe Angelegenheit zur Zeit. Kaum hat man ein paar Punkte gewonnen, gehen die auch bald wieder verloren und umgekehrt. Seit Monaten kommt simplytrade nun nicht vom Fleck. Das gute daran ist aber, dass auch keine großen Rückschläge weggesteckt werden müssen. 

 

Nach dem Desaster im Mai gab es zwei positive Monate, der August musste dann aber wieder mit einem kleinen Minus abgeschlossen werden. Auch der Start in den September war verhalten. Da ist es nachvollziehbar, dass inzwischen doch viele Follower keine Geduld mehr haben und lieber auf Trader setzen, die gerade einen Lauf haben, auch wenn dort das Risiko nach dem ayondo-Risk Score sogar ein Vielfaches höher ist als bei simplytrade oder anderen Tradern.

 

Einer meiner treuesten Follower hat mich gestern gefragt, wann ich denke, dass simplytrade wieder ein neues Allzeichthoch erreicht. Das kann ich nun leider auch nicht vorhersagen, denn das System wird ja nicht diskretionär sondern einfach nach den vorgegebenen Regeln gehandelt. Zur Zeit gibt es einfach zu viele Fehlsignale, immer wieder werden Positionen knapp eingestoppt und landen dann teils deutlich im Minus. Hier könnten natürlich jetzt die Parameter angepasst werden, aber das wäre vielleicht ein gefährliches Spiel, von dem ich lieber die Finger lasse. Denn irgendwann dreht die Situation wieder in ein positives Fahrwasser und dann verliert man da auch noch, nur weil die Stellschrauben nicht rechtzeitig zurückgedreht werden. Die Situation ist in etwa mit der im Jahr 2010 vergleichbar, als auch trotz entsprechender Volatilität viele Fehlsignale akzeptiert werden mussten und eine monatelange Durststrecke durchlaufen werden musste. Deshalb als Info an alle, die dem simplytrade-Ansatz nach wie vor genauso vertrauen wie ich: Es wird keine Optimierungen geben, nur um vielleicht in der aktuellen Phase ein paar Prozente zu holen.

 

Vielen Dank an alle, die dabei bleiben!

 

 

 

und wieder zurück

Die letzte Woche war zum Abhaken. An zwei Tagen kamen jeweils zwei Trades zustande und alle wurden mit einem Minus abgeschlossen. Zwei Mal wurden die Positionen sogar ausgestoppt. Insgesamt wurden von sechs Trades fünf mit einem Verlust beendet. Damit wurde das Depot auf den Stand von Mitte Juli zurück geworfen. So schnell kann es also gehen, selbst wenn mit Risikobegrenzung und kleinem Einsatz gehandelt wird. Mit einem höheren Einsatz, also ohne Protection Modus, wäre so eine Woche zwar auch noch keine Katastrophe, aber die Volatilität im Depot wäre deutlich höher und die Verluste wären deutlich schmerzhafter. So ist es halt "nur" eine ziemlich zähe Angelegenheit und die Geduld wird weiter auf die Probe gestellt.

 

Was in letzter Zeit auch ärgerlich war, ist dass einige Trades zu einem deutlich schlechteren Kurs eingestoppt wurden als der, zu dem das Stoppbuy platziert war. Solche Phasen gab es in der Vergangenheit immer wieder und es bleibt zu hoffen, dass sich auch dieses Mal die entgangenen Gewinnpunkte wieder einigermaßen ausgleichen. Ist dem nicht so, muss diese Slippage noch zusätzlich im Depot aufgeholt werden. Es kann also durchaus sein, dass irgendwann, in hoffentlich nicht mehr allzu ferner Zukunft, ein neuer Höchststand bei den Gewinnpunkten erreicht wird, das Echtgeld-Depot aber noch ein gutes Stück davon entfernt ist.

 

 

wieder zurück

Eine interessante Tour mit dem Wohnmobil durch Frankreich und Spanien ist zu Ende. Auch dieses Mal ist es wieder relativ problemlos gelungen, simplytrade in dieser Zeit weiter zu handeln. Auch in den entlegeneren Gegenden in Südwesteuropa ist inzwischen eine gute mobile Internetverbindung vorhanden. Nur selten war es nicht möglich, pünktlich um 17:35 auf den Close-Knopf zu drücken. In der Summe haben sich die hin und wieder zeitlichen Abweichungen beim Close aber nicht nachhaltig in   der Performance bemerkbar gemacht.

 

Wenn man das Trading in den Wohnmobilurlaub mitnimmt, ist es natürlich schon notwendig, dass am Stellplatz, den man abends ansteuert, auch eine ausreichende Netzabdeckung vorhanden ist, damit auch am nächsten Morgen die Orders wie gewohnt platziert werden können. Und selbstverständlich muss hierzu auch kurz vor 9 Uhr der Wecker klingeln. Das ist aber auch schon alles, was man zwingend beachten muss, wenn man simplytrade im Urlaub weiter handeln will. Was aber absichtlich zu kurz kam, ist der Blog und die anderen Aktivitäten rund um das Trading. Das wird sich jetzt wieder ändern. Starten wir deshalb mit einem Rückblick über die letzten drei Wochen.

 

Der Start in den August war alles andere als erfreulich. Die Longposition wurde am 1.8. mittags ausgestoppt und die Shortposition musste ebenfalls mit einem Minus auf einem Stellplatz in Straßburg abgeschlossen werden. Allerdings konnte dieser Verlust am zweiten Tag des Monats postwendend wieder fast komplett ausgeglichen werden, als wir am Abend auf einem Stellplatz auf einem abgelegenen Bauernhof zwischen Lyon und St. Etienne ankamen. Der Rest der Woche auf dem Weg Richtung Südfrankreich war wechselhaft, so dass am 5. August, als wir Barcelona ansteuerten, fast genau der gleiche Stand erreicht wurde, bei dem zwei Wochen zuvor die Ordergröße vorübergehend reduziert wurde, um das fünfte Karrierelevel bei ayondo nicht zu riskieren.

 

In der folgenden Woche gab es dann am Dienstag einen richtig satten Gewinn, der am Strand der Costa Brava realisiert werden konnte, als der Dax an einem Tag über 150 Punkte zulegte und simplytrade diese Bewegung komplett mitnahm. Die nächsten Tage waren wieder wechselhaft, so dass der Track-Record bis zum letzten Freitag etwas unterhalb des Zwischenhochs vom 9. August notiert. Damit hat sich das System zwar vom Tief Ende Mai wieder um etwa 5% erholt, es fehlt aber immer noch ein gutes Stück, bis wir wieder in die Nähe des Allzeithochs vom 1. März kommen. Der jetzige Drawdown dauert inzwischen 120 Börsentage, also über fünf Monate und ist damit der bisher fünftlängste in der Backtesthistorie. Der längste dauerte bisher etwa ein Jahr. Somit ist also alles weiterhin im Rahmen der Wahrscheinlichkeiten, nur unsere Geduld wird halt noch etwas länger strapaziert. Wie  mühsam sich die Aufholjagd gestaltet, sehen wir an den letzten drei Wochen.

 

 

Plus im Juli

Im Juli hat sich die Stabilisierung im Drawdown fortgesetzt. Somit konnte nach dem Juni auch im Juli wieder ein weiteres Plus verbucht werden. Nachdem das System weiterhin im Protection-Modus läuft, ist im Depot aber nur wenig Bewegung zu verzeichnen. Insgesamt verläuft das Trading derzeit relativ ruhig. So können wir mal einen Blick auf die Performance bei ayondo werfen.

 

Bis zum Hoch der Liveperformance von 70% fehlen noch einige Punkte. Aktuell stehen wir bei 53%. Es kann also noch eine Weile dauern, bis diese wieder aufgeholt sind. In den letzten drei Monaten hat das System bei ayondo gut 6% verloren, auf Jahresbasis knapp 13% Zuwachs erzielt, ein solides Ergebnis also. Insgesamt sind das alles sehr moderate Schwankungen, die keinen Grund zur Nervosität bieten. Durch den Protection-Modus ist die Gefahr, schneller größerer Verluste eingedämmt, es dauert aber auch länger bis sich das System wieder da heraus gearbeitet hat. Aktuell sind es rund 300 Punkte die aufgeholt werden müssen, damit wieder mehr Dynamik entsteht, Aber es fehlen auch nur 200 Verlustpunkte, dann würde die Ordergröße weiter reduziert werden. So gesehen stehen wir also zwischen zwei interessanten Szenarien.

 

Insgesamt haben die letzten Wochen gezeigt, dass die Systematik des Systems nach wie vor funktioniert und wenn dieser lange Drawdown überwunden wird, können auch wieder alte Höhen erreicht werden. Wann es aber so weit sein wird, kann nicht prognostiziert werden, denn es werden ja keine persönlichen Entscheidungen getroffen. Alle Trades werden von der öffentlich bekannten Strategie vorgegeben und diese beruht auf der Wahrscheinlichkeit der letzten 18 Jahre.

 

 

seitwärts

Wieder einmal geht es seitwärts, im DAX und im Depot. Im Vergleich zum Freitagsschluss der Vorwoche notiert das System und damit auch das Depot fast exakt auf dem gleichen Stand.

 

So stürmisch die letzten Monate waren, so ruhig ist es bisher im Juli. Das System wurde im laufenden Monat bisher nur zwei Mal ausgestoppt. So eine lange ruhige Phase, in der das System dann auch immer stabil läuft, gab es zuletzt im März. Auch daran sieht man, das so ein System immer wieder in unterschiedlichen Phasen verläuft. Und solche Phasen können sich von einem auf den anderen Tag abwechseln. Meist sind es irgendwelche Unwägbarkeiten, die zu Unruhe an den Börsen führen, was letztendlich dann oft zu ausgestoppten Positionen führt.

 

 

vorübergehende Änderung der Ordergröße bei ayondo

Aktueller Hinweis: Die Ordergröße wird vom 20.07. bis 05.08. vorübergehend um 75% reduziert. Der Grund dafür ist, dass eine möglicherweise kurzfristige Ausweitung des Drawdown den Verlust des 5. Level der Traderkarriere bedeuten könnte. Ab 08.08. wird wieder mit voller Ordergröße gehandelt.

Dies ist keine Änderung der Systemparameter, sondern lediglich eine Vorsichtsmaßnahme für das simplytrader-Profil bei ayondo. Im Extremfall wäre auch ein komplettes Aussetzen der Handelstätigkeit denkbar. Dadurch kommt es zwar zu einer Abweichung zwischen theoretischer und live gehandelter Performance in den nächsten 13 Handelstagen, dies wird aber bewusst in Kauf genommen.

 

 

typischer Verlauf

Nach den starken Trend-Tagen, von denen simplytrade sechs Tage in Folge profitieren konnte, kam es am Freitag zu einem Seitwärts-Tag. Das ist ein ganz typischer Börsenverlauf und damit auch gleichzeitig ein ganz typischer Verlauf in der Entwicklung des Systems. Man wird ganz knapp eingestoppt, die Bewegung läuft aber nicht weiter und am Ende des Tages bleibt ein Minus. also alles nichts Ungewöhnliches.

 

Nachdem sich offenbar die Gemüter hinsichtlich Großbritannien fürs erste wieder beruhigt haben, bewegt sich die Börse derzeit in relativ normalem Fahrwasser. Allerdings weiß man nie, woher das nächste Ungemach droht. Erschreckend ist sicher, dass Terroranschläge wie in Nizza inzwischen auch in Westeuropa immer wieder einkalkuliert werden müssen und somit von der Börse nur noch zur Kenntnis genommen werden, mehr nicht. Auch das ist schon ein typischer Verlauf. Auch der Putschversuch in der Türkei wird keine nachhaltigen Spuren im Kursverlauf hinterlassen. Aber vielleicht ist es auch gut so, dass solche schrecklichen Ereignisse das Leben nicht jedesmal komplett aus den Angeln heben und unser Wirtschaftssystem, das für uns ja auch Stabilität bedeutet, deswegen nicht zusammenbricht. Denn sonst gäbe es hierzulande Chaos. Aber eine Unsicherheit bleibt und jeder sollte immer wieder einmal einen Moment inne halten, nicht nur dann wenn es kracht und an all die Opfer und deren Angehörigen und Freunde denken. Denn für diejenigen ist die Welt zusammen gebrochen. Und dann sollte man dankbar sein und überlegen, dass es im Leben Wichtigeres und Wertvolleres gibt als ein paar Gewinne und Verluste an der Börse.

 

 

nicht viel passiert

In den letzten zwei Wochen ist nicht viel passiert. Angesichts des Votums der Briten zum Ausstieg aus der EU waren schon die schlimmsten Turbulenzen befürchtet worden. Somit sind wir durchaus zufrieden, dass die Kursbewegungen des DAX in einem Rahmen blieben, der für simplytrade passend ist. Somit konnten seit Anfang Juni im Protection-Modus, der sich als Stabilisator inzwischen bewährt hat, wieder einige Punkte aufgeholt werden. Das Schreckgespenst ist zwar noch lange nicht vorbei, aber insbesondere mit dem Ende Mai eingeführten Protection-Modus lassen sich zukünftig auch ungemütliche Zeiten hoffentlich stressfreier überstehen. 

 

 

Trading und Brexit

Man kann es ja eigentlich nicht mehr hören, dieses Wort 'Brexit'. Doch betrifft das, was eine knappe Mehrheit in UK der anderen fast genauso großen Bevölkerungsgruppe nun angetan hat, auch uns alle. Wobei von einem 'einigen Königreich'  kann da überhaupt nicht mehr die Rede sein. Das Referendum hat für UK vor allem eines offenbart: Die Länder der Insel sind alles andere als eine Einheit, selbst die einzelnen Staaten des Königreichs durchzieht ein tiefer Riss. Dagegen ist die EU ja noch eine richtig heile Welt...

 

Die Finanzmärkte sind der Seismograph dieses Bebens und auf der nach unten offenen Crash-Skala wurde am Freitag ein absoluter Spitzenwert erreicht. Dass die simplytrade-Shortposition nach wenigen Minuten dem Rebound zum Opfer fiel war eigentlich absehbar. Dabei stellt sich durchaus die berechtigte Frage, ob es Sinn macht - systemseitige Vorgaben hin oder her - an so einem Tag tatsächlich einen Trade zu platzieren. Hierzu müssen doch noch mal Backtests angestellt werden, wobei die Anzahl von Crashs in dem gestrigen Ausmaß doch recht überschaubar ist. Somit ist diese eine ausgestoppte Position in der langfristigen Historie des Systems nicht mehr als eine von vielen. 

 

Entscheidend wird sein, wie sich die Märkte in den nächsten Tagen und Wochen verhalten. Die Unsicherheit, die jetzt erst einmal über allem schwebt, ist grundsätzlich negativ. Entscheidend für simplytrade ist aber das Verhalten des DAX während des Tages. Kommen im Tagesverlauf immer wieder relevante Nachrichten heraus, kippt die Stimmung und damit der Tagestrend. Ausgelöste Stopps werden die Folge sein. Genauso werden nächtliche Nachrichten wieder zu größeren Gaps führen, die das Gewinnpotenzial begrenzen. Das muss allerdings nicht so kommen. Denkbar ist  auch, dass Tagestrends in die eine oder andere Richtung anhalten und richtig ordentliche Gewinne einbringen. Letztendlich ist es simplytrade egal, wohin der Markt tendiert, so lange er nicht tagsüber Kapriolen vollführt.

 

Die Handelsspanne von 500 Punkten am Freitag erfordert jetzt erst einmal eine Neuorientierung des Marktes. Der Handelsschluss am Freitag lag ziemlich genau in der Mitte. Da muss man einfach abwarten, was der Montag und Dienstag bringt, ob sich die Tagesspanne in einem Rahmen bewegt, aus dem dann auch Ausbrüche erfolgreich gehandelt werden können. Politische Signale werden die Richtung jetzt wohl des öfteren bestimmen. Doch wie immer wird sich der Markt über kurz oder lang auch mit diesem Szenario abfinden und es werden wieder andere Nachrichten die Märkte beeinflussen. Dennoch wird eine mehrjährige spannende Zeit auf uns zukommen und wir erleben live ein weiteres Kapitel, das irgendwann Schüler aus den Geschichtsbüchern zu lernen haben.

 

Protection-Modus

simplytrade läuft nach wie vor im Protection-Modus, der im Rahmen der Modifikation eingeführt wurde. Ziel dieses Modus ist es, einen größeren Drawdown abzufedern und somit zu begrenzen. Das funktioniert, in dem die Ordergröße ab einem bestimmten Verlust deutlich reduziert wird. Mit dieser reduzierten Ordergröße wird dann so lange gehandelt, bis die Summe der Verlustpunkte wieder dem Stand vor der Reduzierung entspricht. So etwas ist aktives Moneymanagement.

 

Aus Gründen, die hier im Blog bereits erläutert wurden, erfolgte die Modifikation des System, also die Einführung des Protection-Modus, leider etwas zu spät. Dadurch gingen fast 900 Punkte zu viel verloren, die nun erst einmal wieder aufgeholt werden müssen. Hierzu wird aber die Ordergröße nicht vorzeitig erhöht, sondern es wird weiter geduldig nach den Vorgaben gehandelt, auch wenn es dadurch noch viele Wochen oder gar Monate dauern sollte, bis wieder ein Allzeithoch erreicht wird. Doch Sicherheit geht vor und angesichts möglicher Turbulenzen, die uns mit dem bevorstehenden Referendum über den Verbleib oder Ausstieg Großbritanniens aus der EU (Brexit) bevorstehen könnten, sind wir vielleicht ganz zufrieden, wenn wir erst einmal weiter im Sicherheitsmodus bleiben können.

 

 

Eckdaten

Nun hat sich das System erst einmal wieder stabilisiert. Der Backtest ergab, dass es auch nach der drastischen Reduzierung der Ordergröße im "Worst-Case-Modus", so wie er jetzt eingeführt wurde, immer wieder neue Allzeithochs gab. Dieser WC-Modus kam im Backtest in den Jahren 1998, 2000, 2010, 2011, 2012, 2015, 2016 zur Anwendung, wobei es in den Jahren 2010 und 2011 sehr lange, in den Jahren 2012 und 2015 nur sehr kurze Phasen waren. Diese Problemzonen des Systems sind also kein Phänomen der letzten Zeit.

 

Fakt ist, dass das System im Backtest immer wieder ein neues Hoch ausgebildet hat. Ob das auch jetzt wieder so sein wird, kann aber nicht vorhergesagt werden. Falls wir in zwei Jahren immer noch kein neues Hoch haben, dann dürfen sich die Schwarzseher auf die Schulter klopfen und sagen, dass sie es ja gleich gewusst haben. Jetzt ist es noch zu früh, denn auch in der Vergangenheit gab es Drawdownphasen von mehreren Monaten und auch Zeiten, in denen es auf Jahressicht kein neues Hoch gab. An der maximalen Dauer hat sich allerdings wenig geändert. Der längste Drawdown dauerte genau ein Jahr vom 07.09.2010 bis zum 07.09.2011. In den Jahren 2003 bis 2005 gab es mehrere mehrmonatige Phasen, bei denen allerdings der WC-Modus nicht zur Anwendung kam.

 

Mit der Modifikation wurde das wichtigste Ziel, eine Reduzierung der prozentualen Ausprägung der Drawdowns, erreicht. So liegt der maximale Drawdown nun bei 16,4%. Auf Grund unterschiedlich eingesetzter Kapitalfaktoren entspricht das nicht dem Ergebnis bei ayondo). Die Tatsache, dass dieser DD im Backtest nun aber ganz aktuell am 3.6.2016 erreicht wurde zeigt, dass es, wie von mir schon immer betont wurde, in der Zukunft immer Ergebnisse geben kann, die es so vorher noch nie gab. Das kann aber auch im Positiven der Fall sein, man muss nicht immer nur in Pessimismus und Panik verfallen.

 

Wichtig ist, in solchen Zeiten, den Kopf frei zu bekommen und die Situation in Ruhe zu analysieren. Das wird auch in Zukunft bei simplytrade so gemacht, so dass es durchaus weitere Anpassungen des Systems geben kann. Auch wenn mich viele Kommentare in den letzten Wochen viel wertvolle Zeit gekostet haben, gab es auch hilfreiche Denkanstöße. Einer davon war, dass es nicht immer hilfreich ist, stur an etwas festzuhalten, auch wenn man das in einem Buch publiziert hat. Bewährtes muss man sich bewahren, das bedeutet aber nicht, dass es auch verändert werden kann und manchmal auch verändert werden muss. Dieser Satz wird sicher in der nächsten Auflage des Buches erscheinen. In diesem Sinne kann es auch in der Zukunft Modifikationen geben.

 

Hier die fünf größten Drawdowns des Backtests nach der Modifikation:

 

16.4% am 03.06.2016

14,7% am 30.05.2011

12,5% am 06.07.2015

10,5% am 16.10.2000

 9,1 % am 04.05.1998

 

Durch die Modifikation hat sich die Gesamtperformance des Systems nun um durchschnittlich etwa 1% jährlich verringert. Daraus darf aber keine Gewinnerwartung für die Zukunft abgeleitet werden. Die Informationen auf dieser Seite und in Buch wurden nach bestem Wissen und Gewissen erarbeitet und recherchiert. Fehler können aber nicht ausgeschlossen werden. Es wird auch ausdrücklich nicht zum Handeln oder Geldanlegen aufgefordert. Jeder soll und muss sich seine eigenen Gedanken machen. Genau zu diesem Zweck, und nur dazu, wurde das Buch geschrieben und wird diese Internetseite betrieben.

 

 

Kommentare

Jeder darf sich seine Meinung bilden. Wie von MM im Kommentar heute angegeben, ist es richtig, dass keine Handlungsanweisungen abgegeben werden dürfen und diesbezügliche Informationen immer nur beispielhaft und allgemein formuliert werden können, so wie ich das auch immer gemacht habe. Deshalb bitte ich davon abzusehen, mir diesbezügliche Fragen zu stellen, weder im Kommentar noch per E-Mail. Ich werde diese auch weiterhin nicht individuell beantworten.

 

Da sich die Kommentarfunktion fast schon zu einem Forum ausgeweitet hat, ich aber nie vorhatte, so etwas zu betreiben und zu moderieren, muss ich allen leider mitteilen, dass die Kommentarfunktion ab sofort geschlossen wird, da ich andernfalls gezwungen bin, tatsächlich als Moderator zu fungieren. Es steht allen frei, sich in einem anderen Forum über simplytrade zu unterhalten. Ich lese auch in anderen Foren mit, dort obliegt es jedoch dem jeweiligen Moderator, ungeeignete Beiträge zu löschen. Kollegen von mir kommentieren in anderen Foren auch ihre Traderaktivitäten, so wie ich das auch bei Guidants mache. Hier auf dieser Homepage wird es zukünftig, wie bei anderen Tradern auf deren eigenen Internetseiten, weiterhin allgemeine Informationen geben.

 

 

Ich bitte um Verständnis für diese Maßnahme und danke allen für ihre oft sehr interessanten Kommentare und den Gedankenaustausch.

 

Stand der Dinge bei simplytrade

Vielen Dank für die wirklich interessanten Anregungen in den Kommentaren, auf die aber, wie bereits geschrieben, aus zeitlichen Gründen nicht mehr eingegangen werden kann. In den letzten Monaten hat das einfach zu viel Zeit in Anspruch genommen, Zeit, die für die Weiterentwicklung meiner Tradingsysteme gefehlt hat. Aktuell ist der Stand bei simplytrade so, dass  das System mit einer Absicherung nach unten modifiziert wurde und diese auch beibehalten wird. Diese Modifikation ist sicher noch nicht der Weisheit letzter Schluss und es kann sein, dass zukünftig noch weitere Anpassungen folgen.

 

Was ab Montag nun noch mal geändert wird ist, dass die im Juni 2015 umgesetzte Reduzierung der Basisordergröße zurück genommen wird. Somit verdoppelt sich also der Kapitaleinsatz ab Montag. Die zuletzt umgesetzte Modifikation wurde auf Grundlage der Original-Basisordergröße gerechnet.

 

Dass das System jetzt natürlich längere Zeit benötigt, um den Verlust, der ohne die Modifikation eingefahren wurde, wieder auszugleichen, ist klar. Richtig, ist, dass diese Modifikation hätte viel früher implementiert werden müssen. Durch den scharfen Drawdown wurde nun reagiert statt agiert, wie es hätte sein sollen. Dieser Fehler wird offen eingestanden und führt letztendlich auch dazu, dass ich mich nicht mehr an den sicher interessanten, aber halt auch zeitfressenden Diskussionen in den Kommentaren und per E-Mail beteiligen werden. Anregungen werden aber gerne aufgenommen und es kann durchaus weitere Modifikationen des Systems geben, die dann hier diskutierte Elemente enthalten können.

 

Es steht natürlich jedem frei, sich sein eigenes Tradingkonto aufzubauen. Das Buch wurde ja schließlich auch aus dem Grund heraus gegeben, dass Interessierte Gedankenanstöße erhalten. Es war aber nicht dazu gedacht, dass die hier bekannt gegebenen oder auf ayondo gehandelten Ergebnisse regelrecht zerpflückt werden. Diese Internetseite war dazu gedacht, Transparenz in den bei ayondo gehandelten Ansatz zu bringen, wie es diese Transparenz sonst kaum bei anderen Tradern gibt. Dass in schwierigen Zeiten dann natürlich Diskussionen entstehen, ist nachvollziehbar. Wer es besser machen kann, darf das gerne tun und wer Anregungen hat, darf diese gerne weiter mir zusenden oder in den Kommentaren veröffentlichen. Und wer daran gespannt ist, wie es mit simplytrade weiter geht, sollte dabei bleiben, als Zuschauer oder als Follower.

 

Zum Stand der Dinge bei Social Trading wird später auch noch ein Blog Eintrag folgen.

 

 

Modifikation und ein Hinweis in eigener Sache

Zum ersten Mal gibt es nun, wie bereits angekündigt, eine Modifikation des Systems. Der aktuelle Drawdown hat gezeigt, dass das immer wieder zitierte 'noch nie dagewesene' Szenario in der Realität - positiv oder negativ - tatsächlich schneller eintreten kann als gedacht. Im jetzigen Fall ist es ein Drawdown, der über die bisherige Historie hinaus geht. Dass die immer wieder aus zeitlichen Gründen aufgeschobene Simulation eines Worst Case noch nicht durchgeführt wurde, war ein Fehler (siehe hierzu auch den Hinweis 'in eigener Sache' weiter unten) und hat nun zu einem sehr ausgeprägten Drawdown geführt. Als Notfallmaßnahme wurde eine Reduzierung der Ordergröße durchgeführt, was selbstverständlich keine Lösung des Problems darstellt.

 

Schon seit der Entwicklung von simplytrade ist erkennbar, dass das System in Seitwärtsphasen Probleme hat, insbesondere in solchen mit hoher intraday-Volatilität und mit großen vorbörslichen Gaps.

 

Um die Verlustpunkte und vielleicht auch die Anzahl der Verlusttrades zu begrenzen, wurden die Probleme jetzt aus Sicht des Marktes untersucht. Fazit dieser Analysen ist, dass es sehr schwierig ist, aus markttechnischer Sicht Lösungsansätze zu generieren. Die Identifizierung solcher Marktphasen ist relativ schwierig und die Ermittlung solcher Daten wäre mit der Einfachheit der simplytrade-Strategie eher nicht in Einklang zu bringen.

 

Parallel dazu wurden umfangreiche systemseitige Tests gefahren, um einen Ansatz für eine Risikobegrenzung innerhalb des Systems zu finden. Maßgabe hierbei war, dass weitere Regularien auf dem vorhandenen Datenmaterial aufbauen und ganz im Sinne der Strategie ebenfalls sehr einfach anwendbar sein müssen. Dabei hat sich sehr schnell herauskristallisiert, dass eine weitere Risikobegrenzung über die Reduzierung des Kapitalfaktors im Drawdown am sinnvollsten zu realisieren ist.

 

Die Verluste müssen also ab einer bestimmten Größenordnung des Drawdowns eingedämmt werden, das Aufwärtspotential darf dabei aber nicht zu sehr beschnitten werden. Dies wird ab sofort mit einer deutlichen Verringerung des Kapitalfaktors in ausgeprägten Drawdownphasen umgesetzt.

 

Die Regularien dieser Modifikation sind hier zu finden.

 

Diese neuen Regeln werden ab sofort, also ab 30. Mai 2016 umgesetzt.

Die letzte Reduzierung der Ordergröße um 33% wird gleichzeitig wieder zurück genommen.

 

Diese Maßnahme ist eine weitere Absicherung der Strategie. So eine 'Zusatzversicherung' ist natürlich nicht kostenlos. Die 'Versicherungsprämie' ist eine Reduzierung der historischen Gesamtperformance, also seit 1998, um etwa 15%. Dies ist aber angesichts des in 18 Jahren angesammelten gesamten Gewinns zu verkraften. Eine weitere Einschränkung ist zwangsläufig, dass, wenn der Kapitalfaktor reduziert wird, die auf die Verlusttrades folgenden Gewinne zunächst auch kleiner ausfallen. Somit dauert es auch länger, bis wieder ein neues Allzeithoch erreicht wird. Dafür wird aber die quantitative Ausprägung der großen Drawdownphasen deutlich geglättet.

 

Wichtig zu erwähnen ist, dass die genannten zusätzlichen Regeln keine Optimierung oder gar ein sogenanntes curve fitting darstellen, sondern dass es sich um eine Begrenzung der Verluste in Extremphasen handelt. 

 

An dieser Stelle ein großes Dankeschön, vor allem an Holger und Thomas, aber auch an alle anderen, für die Durchführung umfangreicher Backtests, die Übermittlung der Resultate, die wertvollen Anregungen und die insgesamt konstruktive Unterstützung.

 

 

Und jetzt noch ein wichtiger Hinweis in eigener Sache:

Nachdem ich sehr viel Zeit für die 'Öffentlichkeitsarbeit' hier auf dieser Homepage und per E-Mail aufgebracht habe und dadurch das eigentliche Trading und weitere Projekte vernachlässigt habe, kann ich zukünftig nicht mehr alle Anfragen und Kommentare beantworten. Dieses und andere von mir verwendete Systeme sollten weiterentwickelt und verbessert werden.  Dies kam in den letzten Monaten viel zu kurz. Darauf werde ich mich in Zukunft wieder mehr konzentrieren.

 

Auf dieser Seite sollen auch weiterhin Blogeinträge zum aktuellen Geschehen, zur Strategie und zu anderen Themen geschrieben werden, aber nicht zu jedem Blogeintrag kann ich mich an den dann folgenden Diskussionen beteiligen. Anregungen sind natürlich immer gerne willkommen. Diese kann ich aber nicht immer kommentieren. Ich behalte mir auch vor, unsachliche Kommentare zukünftig einfach zu löschen. Was ich auf jeden Fall auch nicht mehr leisten kann ist, das System ergänzend, umfassend und individuell zu erklären oder gar zugesandte excel-Dateien abzugleichen.

 

Das im Buch veröffentliche System sollte zum einen die Vorgehensweise im ayondo-Profil beschreiben, war aber nicht dazu gedacht, dass jede Transaktion gerechtfertigt werden muss und jede veröffentlichte Zahl zerpflückt wird. Deshalb werde ich mich in Zukunft auch mit der Veröffentlichung weiterer Zahlen zurückhalten. Maßgebend ist letztendlich das, was im simplytrader-Profil bei ayondo zu sehen ist. 

 

Zum anderen sollte die Veröffentlichung der Strategie im Buch primär als Anregung für interessierte Trader für die Entwicklung eigener Ansätze verstanden werden. Ein Gedankenaustausch hierzu ist sicher auch für mich immer wieder spannend, aber aus zeitlichen Gründen kann ich diesen nicht vertiefen. Die Mitteilungen wurden einfach zu zahlreich. Hierfür bitte ich ausdrücklich um Verständnis. Wer Ideen für eine Verbesserung hat, kann diese gerne für sich umsetzen. Meldungen über positive oder negative Ergebnisse nehme ich gerne zur Kenntnis.

 

Selbstverständlich werden auch in Zukunft außergewöhnliche Situationen wie der aktuelle Drawdown hier kommentiert und es werden bei Bedarf auch weitere Modifikationen erfolgen. Diese werden wenn möglich rechtzeitig vorher hier bekannt gegeben. Kleinere Modifikationen oder einzelne abweichende Trades könnten zukünftig aber auch ohne vorherige Ankündigung durchgeführt werden. Experimente wird es aber im simplytrader-Profil bei ayondo auch zukünftig nicht geben. Es wird weiterhin die simplytrade-Strategie wie im Buch beschrieben und ergänzt um bekannte Modifikationen so genau wie möglich umgesetzt.

 

In diesem Sinne bedanke ich bei allen für das Interesse und bei den Followern für das Vertrauen.

Ingbert Maier

War's das?

Nach dem gestrigen zweiten Trade kam am MIttwoch ein weiterer kleiner Gewinn dazu. Aber es ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein dieses Drawdowns. Der DAX ist zwar aus der Seitwärtsphase ausgebrochen, aber die Nachhaltigkeit dieses Ausbruchs muss erst noch bewiesen werden. Somit kann noch keine Entwarnung gegeben werden. Aber es wäre tatsächlich nicht auszuschließen, dass sich das System gerade jetzt wieder fängt. Auch im Jahr 2015 kam die Trendwende genau dann, als die Reduzierung der Ordergröße umgesetzt wurde. Diese Reduzierung wurde bis heute beibehalten. Ob sich auch dieses Mal wieder so eine tolle Performance an den Drawdown anschließt müssen wir abwarten. Insgesamt ist das Jahr 2016 bisher eher als schwierig zu bewerten und es ist nicht auszuschließen, dass es noch einige Monate so weiter geht. Auch eine Fortsetzung des Worst Case-Szenarios ist noch nicht vom Tisch. Deshalb wird weiterhin daran getüftelt, wie solche gravierenden Situationen zukünftig abgemildert werden können. Eine Lösung liegt noch nicht auf dem Tisch, eines ist dabei aber klar: eine Glättung der Drawdowns geht auch zu Lasten der Performance. Auch an einem so genannten Notfallplan, wie in einem Kommentar vorgeschlagen, wird getüftelt.

 

Nach einigen kritischen, teils auch negativen Zuschriften, kommt man durchaus ins Grübeln. Dabei war es in den letzten Tagen  sehr hilfreich, dass gleich mehrere Mitstreiter bestätigten, dass auch bei ihnen die Backtests identische oder fast identische Ergebnisse brachten und somit die Richtigkeit meiner Backtests untermauerten. Das System soll auf jeden Fall in der Zukunft weiter entwickelt werden. Ergänzungen müssen aber zum Ansatz "keep it simple" passen, also genauso einfach nachvollziehbar und umsetzbar sein wie die bisherigen Parameter. Die zahlreichen interessanten Ideen, die mir per E-Mail oder hier in den Kommentaren mitgeteilt wurden, werden in die Überlegungen einbezogen. Ganz wichtig ist es, alle Backtests gründlich zu überprüfen und in der Praxis zu testen, bevor eine Modifikation zum Einsatz im Realbetrieb kommt. Es wird jetzt also keinen unüberlegten Aktionismus geben.

 

 

skalierbare Ordergröße

Vielen Dank für die zahlreichen konstruktiven Kommentare. Grundsätzlich gibt es aktuell zwei Probleme: zum einen, dass die Drawdowngrenze bei ayondo nicht erreicht werden soll, zum anderen, dass die aktuelle Börsenphase eine Schwachstelle von simplytrade offenbart, die behoben werden muss. Hierzu wurden gestern etliche Backtests durchgeführt. Da es jedoch schwierig ist, mit verschiedensten Indikatoren solche Seitwärtsphasen zu identifizieren, kommt als Alternative die Möglichkeit ihn Frage, über den Kapitalfaktor solche Drawdwons zu glätten. Egal wie, es läuft immer darauf hinaus, dass die Ordergröße in einer solchen Situation reduziert werden muss, was letztendlich bedeutet, dass dann auch die immer danach folgenden Gewinne erst einmal ebenfalls mit geringerem Kapitalfaktor mitgenommen werden. Auf Sicht der gesamten Historie hat sich dabei eine Reduzierung der Performance um mindestens 10-15% ergeben. Diese vorläufigen Backtests müssen aber in den nächsten Tagen noch weiter analysiert werden, so dass es sich erst mal nur um eine vorläufige Information handelt. Es wird aber voraussichtlich darauf hinaus laufen, dass dieser Parameter geändert werden kann oder muss, womit dann aber auch die Systematik des Ansatzes erhalten bleibt. Weitere Informationen folgen.

 

Den Hinweis von Fritz, dass die gestern umgesetzte Reduzierung besser 33% sein sollte, nehme ich auf und passe die Ordergroße ab heute darauf an. Damit bleibt es dann, wie von Fritz beschrieben, bei der Skalierbarkeit für die Follower. Die Rückkehr zur eigentlichen Ordergröße wird sobald wie möglich erfolgen. Auch darüber wird dann an dieser Stelle rechtzeitig informiert.

 

 

Reduzierung der Ordergröße um 25%

Nun ist es doch passiert. Der bisherige Drawdown von 13,5% wurde erreicht. Damit wird die bereits angekündigte Reduzierung der Ordergröße um 25% ab sofort umgesetzt. Sollte sich der Drawdown fortsetzen, werden weitere Reduzierungen folgen, die dann aber auch hier bekannt gegeben werden. Somit kann jeder Follower für sich selbst entscheiden, welchen Kapitalfaktor er/sie im eigenen Depot anwendet.

 

Der Grund für die Reduzierung ist primär, die Annäherung an die 25%-ayondo-Grenze im Drawdown zu vermeiden. Allerdings ist es nun auch so, dass das System den historischen maximalen Backtest-Drawdown deutlich überschritten hat. Ob  Verschwörungstheorien gegen simplytrade dahinter stecken, die die Positionen nun so oft hintereinander in den Stopploss haben laufen lassen, oder einfach diese außergewöhnlich schwankungsfreugie, aber richtungslose Marktphase, ist dabei unerheblich. Wichtig ist, dass das System derzeit nicht funktioniert und es notwendig ist, die Anwendungsregeln zu überdenken. Ich habe heute sehr viele Backtests gemacht und dabei die Volatilität genauso einbezogen wie historische Tickdaten zur Börseneröffnung und unmittelbar davor. Es gab durchaus Zeiten, die ähnlich schwierig waren und die, wie mir ein Traderkollege heute schrieb, wahrscheinlich auch schon früher dagewesen sein könnten. Allerdings kann bestätigt werden, dass der Backtest sauber gelaufen ist und die Parameter den jetzigen Drawdown so auch in der Theorie wiedergeben. Also muss der Backtest erstmal nicht grundsätzlich angezweifelt werden. Es ist aber Fakt, dass wir derzeit eine Situation haben, die für das System in der aktuellen Ausprägung problematisch ist. Was für die weitere Zukunft fatal sein könnte, wäre jetzt aus der Not heraus ein curve fitting vorzunehmen.

 

Es gibt aber Anwendungsmöglichkeiten, mit denen die Drawdowns der letzten Zeit zumindest teilweise hätten vermieden werden können und mit denen sogar schöne Gewinne statt satter Verluste möglich sind. Frühere Backtests und auch heute durchgeführte haben ergeben, dass ein Nachziehen des Stopploss in einer Phase wie jetzt den Drawdown deutlich verringert.  Das Problem dabei ist, dass ich das System öffentlich propagiert habe als ein System, das tagsüber nicht angefasst werden muss. Dies wird mir aktuell gerade zum Verhängnis. Gäbe es bei ayondo Trailingstopps, kämen diese in Seitwärtsphasen wie jetzt zum Einsatz. Damit werden die Verluste kleiner, weil nahezu jede Position zunächst in den Gewinn läuft. Es wird aber auch fallweise das Gewinnpotenzial beschnitten. Oftmals werden dadurch aber auch Gewinne realisiert, die oft im Laufe des Tages wieder abgegeben wurden. Da aber ein Umschalten aus der Seitwärtsbewegung in den Trendmodus immer zeitverzögert erfolgt, gibt es in solchen Zeiten dann wieder nicht realisierte Gewinne. Insgesamt werden aber Drawdowns wie jetzt geglättet. Ich werde in den nächsten Tagen entscheiden, ob ich das System nun mit manuellen Trailingstopps ausstatte, was bedeutet, dass das System tagsüber beobachtet werden muss und die publizierte Version eines Nachtrags bedarf. Kommentare sind hierzu gerne willkommen.

 

Noch ein Hinweis in eigener Sache: Auf Grund der Vielzahl der Zuschriften kann ich aktuell nicht jede einzelne beantworten. Hierfür bitte ich um Verständnis.

 

 

Fels in der Brandung?

Was für turbulente Zeiten sind das gerade. Der DAX schwankt nicht nur seit Monaten um die 10.000er Marke, sondern vollführt seine wilden Tänze zum Leidwesen von simplytrade auch intraday teilweise so heftig, dass in den letzten Tagen die Stopploss-Marke mehrfach gerissen wurde. Die Folge ist der größte Drawdown in der Historie des Systems. Unsicherheit macht sich allenthalben breit und es werden Fragen aufgeworfen. Bricht nun alles zusammen? Hat das System ausgedient oder ist das nur ein weiteres Kapital in der Erfolgsstory? Muss das System nun dringend modifiziert werden?  Wo ist der Fels in der Brandung?

 

Eine Antwort werden uns die nächsten Wochen und Monate geben. Dann wissen wir, ob das jetzt nur eine ernst zu nehmende Schwächephase ist oder ob das System einer Erneuerung bedarf. Was jetzt auf keinen Fall passieren darf, ist in unüberlegten Aktionismus zu verfallen. Sicher gibt es interessante und auch hier in den Kommentaren bereits thematisierte Möglichkeiten, das System in der jetzigen, nicht zufrieden stellenden Phase zu verbessern. Da ich in den letzten Monaten extrem viel Zeit in die Beantwortung vieler kritischer, aber auch konstruktiver Anfragen per E-Mail und in andere Projekte gesteckt habe, wurde die Weiterentwicklung von simplytrade zurück gestellt, was mich nun etwas ärgert. Aber genau deshalb ist es in einer Phase wie zur Zeit enorm wichtig, die Situation in Ruhe und vor allem mit der hierfür notwendigen Zeit zu analysieren.

 

Es gibt durchaus interessante, auch hier kommentierte Ansätze, wie aktuell das System angepasst werden könnte. Allerdings darf es keine Optimierung geben, ohne wirklich ausreichende Backtests gefahren zu haben.  Das System wird weiter mit der bisherigen Konsequenz umgesetzt. Sollte es zu einem weiteren Rücksetzer kommen, der das ayondo-Profil in Richtung 25%-Drawdown bringt, muss allerdings, wie bereits im vorigen Blogeintrag berichet und auf den ich hier nochmal verweisen möchte, die Ordergröße reduziert werden. Ich hoffe, dass ich in nächster Zeit trotz einiger Projekte, die auch voran getrieben werden sollten, die Zeit finde, weitere Backtests zu fahren. An einem konstruktiven Gedanken- und Ergebnisaustausch bin ich hierzu nach wie vor interessiert.

 

Wie gesagt, unüberlegter Aktionismus oder gar Panikreaktionen wird es bei mir nicht geben. Darauf können sich meine Follower bei ayondo verlassen. Es wurde bereits mehrfach angeregt, ich solle doch einmal darauf eingehen, warum das so ist. Dazu kann ich sagen, dass hierfür sicher eine ordentliche Portion Disziplin notwendig ist. Aber um diszipliniert sein zu können gehört etwas, für das sich die Mühe lohnt. Dieses Fundament ist das zu Grunde liegende Handelssystem. Ohne einen Ansatz, dem man nicht vertraut, wird es nicht gelingen, etwas wirklich konsequent durchzuziehen. Ist kein wirkliches Vertrauen in eine Strategie vorhanden, wird ständig daran gezweifelt und bei jeder Schwächeperiode nach Verbesserungsmöglichkeiten gesucht. Diese werden dann, im schlimmsten Fall ohne ausreichende Tests, angewandt. Die Folge ist weitere Unsicherheit, wodurch sich eine regelrechte Todesspirale entwicklen kann.

 

Doch woher kommt dieses Vertrauen? Um das zu erreichen, ist viel Erfahrung und sehr viel Vorarbeit notwendig. Erfahrung kann man sich nicht anlesen und auch nicht in einem Kurs lernen. Aber eine möglichst umfassende Aneignung von theoretischem Wissen ist sehr hilfreich. Dieses Wissen muss dann aber in der Praxis angewandt und immer wieder vertieft werden. Nur diese praktische Anwendung führt irgendwann dazu, dass der Trader eine für ihn oder sie passende Strategie findet. Diese kann aus einem selbst entwickelten Ansatz bestehen, es ist aber genauso gut möglich, auf ein bewährtes anderweitiges Konzept zurück zu greifen und dieses für sich zu übernehmen. Hat man sich eine erste Strategie zurecht gelegt, die aber wirklich fundiert sein muss, dann bleibt einem nichts anderes übrig, als damit praktische Erfahrungen zu sammeln, und zwar mit einem so geringen Kapitaleinsatz, der einen im Falle eines Falles nicht ruiniert. Wurde die Strategie wirklich fundiert ausgearbeitet und mehrfach durchleuchtet, wächst im Laufe der praktischen Anwendung auch das Vertrauen in einen selbst. Hierzu ist es zwingend notwendig, sich nach jedem Trade zu fragen, ob dieser korrekt entsprechend der Vorgaben durchgeführt wurde. Wenn nicht, müssen die Gründe dafür schonungslos aufgezeigt werden, auch wenn man sich dabei persönliche Schwächen eingestehen muss. Diese Schwächen hat jeder, auch ich, aber es ist möglich, diese soweit in den Griff zu bekommen, dass einem bessere Tradingergebnisse gelingen.

 

Dass ich das System simplytrade so konsequent umsetzen kann, liegt zum einen also an dieser jahrzehntelangen "Optimierung" meiner Trader-Persönlichkeit, sowie an dem grundsätzlichen Vertrauen auf das Handelssystem, das über mehr als ein Jahrzehnt entwickelt und nun schon mehrere Jahre im Einsatz ist. Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist, dass der Tagesablauf entsprechend organisiert werden muss. Sicher müssen dabei auch gewisse "Opfer" gebracht werden. Wenn zum Beispiel der Abend noch so lang war, am nächsten Morgen muss man einfach rechtzeitig wach sein. Und ich muss in der Tagesplanung rechtzeitig vorher überlegen, dass ich um 17:35 Uhr mindestens mobil eine zuverlässige Internetverbindung zur Verfügung habe. Diese Einschränkung gilt für mich auch im Urlaub. Irgendwann geht so etwas aber in Fleisch und Blut über und es wird ganz normale Routine. Sicher kann immer etwas dazwischen kommen, zum Beispiel dass das Mobilfunknetz am Aufenthaltsbereich ausfällt oder das Smartphone genau dann einen defekt hat. Aber das sind letztendlich wirklich nicht vorhersehbare Ereignisse, die aber in der Realität so gut wie nicht vorkommen. Und wenn doch, dann bedeutet das ja nicht, dass das System dadurch völlig versagt.

 

Sicher darf man sich dann auch mal ärgern, genauso wenn sich ein Minustrade nach dem anderen aneinander reiht, aber auch das gehört dazu. Emotionen wie Freude und Ärger können nicht ausgeschaltet werden. Aber sie müssen natürlich im entscheidenden Moment kontrolliert werden. Sonst werden tatsächlich Fehlentscheidungen getroffen. Da ich ein passionierter Systemtrader bin habe ich absoluten Respekt vor den Traderkollegen, die tagtäglich diskretionäre Entscheidungen treffen (müssen). Mit einem Handelsansatz wie simplytrade ist es durchaus einfacher, sachlich zu bleiben. Man kann damit aber auch trainieren, wie man sich organisiert und im richtigen Moment konsequent bleibt.

 

Zu guter Letzt ist es natürlich auch notwendig, sich räumlich entsprechend einzurichten und sich ein Equipment zu beschaffen, das nicht das teuerste sein muss, aber mit dem man umgehen kann und auf das man sich verlassen kann. Hier an der falschen Stelle zu sparen, ist ein Fehler, den ich neben zahllosen anderen in früheren Zeiten begangen habe. Doch letztendlich sind alle diese Fehler, die mitunter sehr viel Geld gekostet haben, wiederum das Fundament, auf dem mein Trading heute basiert: Vertrauen in meine Strategie und Vertrauen in mein täglich routiniertes Handeln. Dadurch ist es mir möglich, simplytrade so konsequent umzusetzen. Und damit bin ich selbst mein eigener Fels in der Brandung der Börse.

 

 

GZSZ

Gute Zeiten hatten wir in 2015, aktuell kämpfen wir uns durch die schlechten Zeiten in 2016. Das ist nicht etwas grundsätzlich Negatives, sondern ein ganz normaler Prozess. Leider ist dieser aktuelle Drawdown für simplytrade-Verhältnisse außergewöhnlich heftig. Doch unterm Strich sind das im Livedepot "nur" 10% Minus. Also soweit muss man die aktuelle Situation auch realistisch bewerten, ohne übertriebene Schwarzmalerei, aber selbstverständlich mit erhöhter Wachsamkeit. Problematisch würde es werden, wenn durch unbedachten Aktionsmus das ganze zur Zockerei ausartet. Das ist aber bei simplytrade ausgeschlossen. Eine Ausweitung der Ordergrößen oder eine Erhöhung des hinlänglich bekannten Risikos wird es hier nicht geben. Und auch wenn es weiter abwärts gehen sollte, wird alles transparent und nachvollziehbar bleiben. Eventuelle Maßnahmen werden entsprechend kommentiert und vorher angekündigt. Und damit sind wir schon beim Thema Reduzierung der Ordergröße.

 

Die angekündigte Reduzierung im Falle einer Ausweitung des Drawdowns hat zwei Gründe:

 

Zum einen ist es, ganz offen gesprochen so, dass ich auf Grund der Drawdown-Begrenzung von ayondo bei 25% bestrebt bin, diese Marke nicht zu unterschreiten, da ich sonst 80% weniger Kommissionen erhalten würde. 

 

Der zweite Grund ist, dass wir den historischen Drawdown-Korridor bereits erreicht und sogar etwas überschritten haben. Das bedeutet aber nun nicht, dass das System jetzt nicht mehr funktioniert. Wie in einem Kommentar heute bereits treffend zusammengefasst, wird das System nicht dauerhaft nur noch Verluste produzieren. Es kommen auch wieder Gewinne. Ob diese ausreichend groß und zahlreich sein werden, um schnell oder überhaupt irgendwann wieder auf neue Hochs zu kommen, wird die Zukunft zeigen. Auch 2004 und 2010 hat es sehr lange gedauert. Aber es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass es doch eine gewisse Änderung in der Statistik des Systems gibt.

 

Das größte Problem der Reduzierung der Ordergröße ist, dass es deutlich länger dauert, um wieder neue Hochs zu erreichen. Nach Juni 2015 hat es bestens geklappt, aber das muss nicht immer so sein. Falls es zu einer Reduzierung der Ordergröße kommt, wird diese dann aber offen kommuniziert, so dass jeder Follower für sich selbst entscheiden kann, ob er den Kapitalfaktor in seinem eigenen Followerdepot im Gegenzug erhöht. Eine Reduzierung soll selbstverständlich so spät wie möglich umgesetzt werden.

 

Der aktuelle Drawdown dauert nun zwar schon über 50 Tage, aber vor wenigen Tagen standen wir noch kurz vor einem Allzeithoch. Der Abschwung der letzten Tage ist außergewöhnlich, aber auf Grund der kurzen Dauer ist es in der Tat nicht einfach, diesen jetzt schon richtig einzuordnen. Die Wahrscheinlichkeit der Vergangenheit wurde aktuell verlassen, und das muss nun in der Statistik neu einsortiert werden. Die aktuellen Verluste nur mit den erhöhten Schwankungen an der Börse zu begründen, ist keine ausreichende Erklärung. Es gab bereits mehrere Zeiten an der Börse, in denen der VDAX deutlich höhere Werte angenommen hat. Auch intraday-Schwankungen im aktuellen Ausmaß gab es schon in früheren Zeiten, auch seit simplytrade öffentlich bei ayondo gehandelt wird. Waren es nun vielleicht doch nur ein paar unglücklich zusammenhängende Tage? Das kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht bestätigt, aber auch nicht verneint werden. Die Börse hat sich in den letzten Jahrzehnten immer wieder gewandelt. Seit Ende der neunziger Jahre ist der Handel für jedermann im Internet möglich, was eine erhebliche Änderung verursachte. Die Zeit davor kann man nicht mit dem Zeitraum ab etwa 1995 vergleichen. Deshalb setzt der Backtest auch erst ab 1998 auf.

 

 

Die aktuelle Situation muss einfach aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Deshalb bedanke ich mich für die zahlreichen interessanten, sachlichen und konstruktiven Kommentare in diesem Blog. 

 

 

Schmerzgrenze

An der Börse kann immer etwas passieren, das es so vorher noch nie gab. Diesen Satz habe ich schon öfter geschrieben, aber wenn es dann wie jetzt tatsächlich im Negativen eintrifft, dann ist die Schmerzgrenze nicht nur bei Alexander und User11Elf! erreicht. Und da ich mir selbst auch mit einem erheblichen Teil meines privaten Geldes folge, leide ich mit meinen Followern mit.

 

Mehrere Tage hintereinander mit Stopploss gab es auch in der Vergangenheit, aber dass das in dieser Intension mit vollem Kapitalfaktor passiert ist bisher so noch nicht aufgetreten. Von der Ausprägung ist dieser Drawdown mit dem von 2010 zu vergleichen, aber irgendwie ist es doch auch wieder anders. Auch 2004 gab es eine extreme negative Serie, aber auch da war die Situation eine andere. Und nachdem wir wie Daniel gerade geschrieben hat, den bisher größten historischen Drawdown von 20% (in der Originalberechnung, nicht bei ayondo) nun übertroffen haben, stellt sich die Frage, ob das System weiterhin funktioniert.

 

Die Frage dabei ist, ob sich die Börse grundlegend verändert hat. Seitwärtsphasen gab es auch in der Vergangenheit oft genug und die sind immer schlecht für Systeme wie simplytrade. Auch Seitwärtsphasen mit einer hohen Schwankungsbreite intraday und mit sehr großen Gaps gab es schon früher. Das war im Grunde auch während der Griechenlandkrise so und auch in den zahlreichen Krisen in den Jahren davor. Doch dieses Mal hat es uns gleich fünf Mal hintereinander mit voller Wucht getroffen.

 

Joe hat es treffend zusammengefasst. Eine solche Range-Phase ist nach ein paar Tagen immer gut zu erkennen. Aber es gibt auch innerhalb solcher Phasen Tage, an denen das System einen dicken Gewinn einfahren kann. Würde man in einer solchen Phase aussteigen, besteht die Gefahr, dass man dann nach so einem Trendtag, den man verpasst hat, wieder einsteigt und dann doch wieder nur die folgenden Verluste mitnimmt. Und von User11Elf! richtig erkannt ist auch, dass es insbesondere am Ende einer solchen Range-Phase oft einen extrem guten Tag gibt, den man dann zwangsläufig auch verpassen würde und auch in der folgenden Plus-Phase dann erst mal nur Zuschauer ist. Dennoch ist es durchaus zu überlegen, ob es möglich ist, solche Nicht-Trends statistisch zu identifizieren, um die Einsätze vielleicht herunterzufahren.

 

Eine diskretionäre Komponente, vielleicht auch als Abstimmung unter den Followern, wird aber schwierig umzusetzen sein und ist auch nicht Bestandteil dieser Strategie. Wie Dirk Lorenz richtig bemerkt, ist eine der Stärken des simplytrade-Ansatzes, dass dieser konkreten Regeln folgt, die diszipliniert umgesetzt werden. Ob es wirklich zum Reichtum verhilft, kann ich natürlich nicht versprechen.

 

Wer von Anfang an dabei ist, hat natürlich noch ein Polster, von dem gezehrt werden kann. Wer aber wie Daniel am Hoch eingestiegen ist, muss jetzt die Verluste entweder aussitzen und dem System vertrauen oder sein Glück woanders versuchen, wie das inzwischen etliche Follower gemacht haben. Letztendlich ist es niemand zu verdenken, wenn er/sie kalte Füße bekommt, insbesondere wenn sich jemand nicht mit dem System beschäftigt hat. Wer Bescheid weiß, wird jedoch nicht in Panik verfallen und seine Entscheidung sorgfältig abwägen.

 

Zur Anregung von Dirk, die Positionen in zwei zu unterteilen, ist zu sagen, dass dies grundsätzlich keine schlechte Idee ist, um dann wenigstens einen Teil des Gewinns zu realisieren, der ja intraday immer wieder vorhanden ist. Es gibt Strategien, bei denen diese Vorgehensweise umgesetzt wird. simplytrade soll aber so einfach wie möglich bleiben. Für denjenigen, der nicht selbst traden möchte, ist der Gedanke, dies im Folloerkonto umzusetzen nachvollziehbar. Die doppelte Positionsausführung (mit jeweils halbem Kapitaleinsatz) würde jetzt aber wiederum zu einem zusätzlichen Aufwand mit zusätzlichen Fehlerquellen führen. Sollte aber mehrfach Interesse daran bestehen, kann ich gerne darüber nachdenken, dies zu testen, eventuell auch auf einem weiteren Account. Wer Interesse daran hat, kann mir hierzu gerne einen Kommentar schicken.

 

Es ist vollkommen richtig, dass jetzt erhöhte Wachsamkeit notwendig ist. Dabei ist zu analysieren, wo wir aktuell stehen und wie es weiter geht. Ob wir nun das Tief im Depot gesehen haben und ob es so schnell wie letztes Jahr nach dem Juni-Drawdown wieder nach oben geht, weiß niemand. Genausowenig ist abzuschätzen, ob es nicht noch schlimmer kommt. Sollte es weitere Tage mit Verlust geben, dann kommen wir nun ganz schnell in den Worst-Case-Bereich. Dieser ist erreicht, wenn wir den bisher größten Drawdown von 13,5% erreichen.

 

Selbstverständlich gibt es auch für diesen Worst-Case ein Szenario, von dem ich zwar gehofft habe, es nie anwenden zu müssen, aber wenn es sein muss, dann bleibt uns nichts anderes übrig. Dieses Szenario besteht, wie schon im Juni 2015 darin, dass die Ordergröße weiter reduziert wird. Geplant ist dabei, die Ordergröße zunächst in zwei Schritten jeweils um 25% zu reduzieren. Kommt es zu einer solchen Maßnahme, dann dauert es natürlich entsprechend länger, bis wieder ein neues Allzeithoch erreicht wird. Letztendlich wird ja dann nur noch mit einem Viertel der ursprünglichen Größe gehandelt. Im Juni hat dies bestens funktioniert. Sollte diese Kapitalmaßnahme notwendig sein, was durchaus in den nächsten Tagen schon passieren kann, dann wird sofort hier im Blog und im Profil bei ayondo darüber informiert.

 

Wer dann mit welchem Follower-Kapitalfaktor weiter folgt und ob jemand sein Kapital aufstockt oder abzieht, bleibt letztendlich jedem selber überlassen. Ich kann und darf aus rechtlichen Gründen hierzu keine Empfehlungen abgeben. In diesem Sinne, hoffen wir auf bessere Tage.

 

Ich bedanke mich bei allen für die sachlichen Kommentare und für das Vertrauen.

 

Ingbert

 

 

wilde Fahrt

Was für eine turbulente Situation: Anfang der Woche standen wir noch kurz vor einem neuen Allzeithoch und jetzt kratzen wir schon wieder am unteren Rand des Drawdowns. Aber es war von Anfang an klar, dass simplytrade auch erheblichen Schwankungen unterliegen kann. Zu diesem Zweck wurden alle Parameter im Buch und die komplette Backtesthistorie auf dieser Seite veröffentlicht. Sicher würden sich alle wünschen, dass es jahrelang einfach so weiter geht, wie in den ersten 15 Monaten, seit simplytrade bei ayondo öffentlich gehandelt wird. Aber eine Drawdownphase wie diese gab es nicht nur einmal. Was die Ausprägung angeht, steht dieser Drawdown aktuell auf Platz 3 und was die Dauer betrifft auf Platz 9 in der Backtesthistorie. Was die prozentuale Spannbreite angeht, kann es durchaus sein, dass hier bald eine neue Tiefstmarke erreicht wird. Hinsichtlich der Dauer fehlen aber nach 51 Tagen noch fast 300 Tage bis zu einem neuen "Rekord". Aber es wurde von Anfang immer wieder betont, dass es auch bei simplytrade, genauso wie an der Börse und bei anderen Systemen, immer zu einer Situation kommen kann, die es so noch nie vorher gab.

 

Ähnlich wie im Zeitraum September 2010 bis August 2011 wird nun also viel Geduld und vor allem Disziplin verlangt. Das einzige was zugesagt werden kann ist, dass das System weiterhin konsequent umgesetzt wird. Ein Einfluss auf die Entwicklung der Performance wird nicht manuell genommen. Das wäre gefährlich. So lange wir nicht in Richtung 25%-Drawdown gehen, wird es keine Worst-Case-Aktivitäten, die in jedem Fall eine Reduzierung der Ordergröße bedeuten würden, geben. Sicher könnte man während des Tages zur Zeit schöne Gewinne mitnehmen und Verluste vermeiden. Aber so ist das System nicht ausgelegt und daran wird auch jetzt nicht herumgeschraubt. Wenn es so einfach wäre, dann gäbe es sicher jemand, der auf Dauer ganz weit mit vorne in der Performance-Liste bei ayondo stehen würde. Es gibt durchaus Trader, die die aktuelle Börsensituation besser nutzen können, aber offenbar gibt es bei anderen Systemen und Ansätzen dann wieder in anderen Zeiten Probleme. Aber warten wir vielleicht mal ein, zwei Jahre ab, wer dann die Ranglisten bei ayondo anführt. Es ist so gesehen auf jeden Fall ein spannender Wettbewerb.

 

Wie schnell es in die eine oder andere Richtung gehen kann, haben wir bei vielen Tradern ja inzwischen gesehen. Die Frage ist, ob man bei simplytrade gerade wirklich nur schwarz sehen muss, wie das viele machen, die mir täglich schreiben. Es kann ganz schnell wieder nach oben gehen, aber wie angeführt kann auch etwas eintreten, was es so noch nie gab, im Positiven wie im Negativen. Es wird hier nur die Wahrscheinlichkeit gehandelt, die keine Garantie für die Zukunft ist.

 

 

Rendite

Nachdem unter dem letzten Blogeintrag eine rege Diskussion zum Thema Rendite entstanden ist, hier ein paar grundlegende Anmerkungen:

 

Die prozentualen Backtestergebnisse auf dieser Seite wurden veröffentlicht, um aufzuzeigen, dass es gute, sehr gute, durchschnittliche und weniger gute Phasen gibt. Welche Prozentwerte dahinter stehen, ist erst einmal zweitrangig.

 

Selbstverständlich muss, bevor ein System zum Einsatz kommt, klar sein, ob es im Backtest langfristig profitabel genug war. Die Profitabilität muss ausreichend groß sein, um auch in abweichenden Börsenphasen in der Zukunft einen Puffer zu haben.

 

Wenn nun hier ein durchschnittlicher Wert von 36% angegeben wird, dann bedeutet das nicht, dass dieser Wert auch so in den nächsten Jahren erreicht wird. Das Ergebnis kann deutlich darunter oder auch darüber liegen. Es ist aber zumindest eine Basis, mit der begonnen werden kann. Würde das System zum Beispiel nur 5% im langjährigen Durchschnitt bringen, wäre das vermutlich den Aufwand nicht wert. Aber es muss auch immer analysiert werden, ob es sich um einzelne wenige Perioden handelt, die für die Performance ausschlaggebend sind, oder ob die Mehrzahl der Jahre zum Erfolg beiträgt. 

 

Diese Performance nun hochzurechnen oder einen Profit pro Jahr zu erwarten ist nicht sinnvoll. Wichtig ist, dass ein System im Backtest eine interessante Performance nach Abzug der Kosten bringt, aber vor allem ist entscheidend, wie genau sich in der Praxis das System umsetzen lässt. Sicher soll irgendwann ein positives Ergebnis auf dem Konto zu sehen sein, aber ob das nun 10,54% oder 3,86% oder 20,5% oder 36,5% sind, ist erst mal nicht relevant. Wer eine auf Monate oder Jahre berechenbare Performance anstrebt, muss eine andere Anlageform wählen, zum Beispiel Festgeld.

 

Selbst wenn das System nun in den nächsten Jahren weniger als der Durchschnitt bringt, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass es sich nicht lohnt. Die errechnete Performance von 36,5% basiert darauf, dass Parameter aus der realen Praxis auf die errechneten historischen Daten angewandt wurden.

 

Wenn am Jahresende ein bestimmter Prozentwert in den Büchern steht, dann ist das das auf Prozent umgerechnete Ergebnis in Euro. Der "Zinseszins" in Form von einer Wiederanlage der Gewinne ist darin enthalten. Aber noch einmal: So etwas durchzurechnen ist alles nicht zielführend. Entscheidend ist, was tatsächlich an realen Gewinnen und Verlusten auf dem Konto gebucht wird. Und dieses Ergebnis sollte möglichst nahe am theoretischen Ergebnis liegen, wohl wissend, dass auch das nicht immer zu hundert Prozent garantiert werden kann.

 

 

Aufholjagd gestoppt

Bis zur Wochenmitte sah es so aus, als könnte das Ende dieses Drawdowns erreicht werden. Aber mit dem Handel am Feiertag und dem für viele freien sonnigen Freitag bekam die Hoffnung erst mal wieder einen Dämpfer. Gleich drei mal innerhalb von zwei Tagen wurden die Position ausgestoppt. So etwas gibt es höchst selten. Dennoch muss man akzeptieren, dass auch das zum Regelwerk des Systems gehört. 

 

Dieser Drawdown reiht sich immer mehr in die Spitzenpositionen der Historie ein und liegt, was die Dauer betrifft, aktuell auf dem 10. Rang. Aber es fehlt nach wie vor nicht viel bis zu einem neuen Allzeithoch im Depot. Aktuell konsolidiert der DAX nach dem letzen Abwärtstrend und so etwas kann wiederum dauern. In einer solchen Phase ist dann meist nicht viel zu holen. Doch wenn es dann zum nächsten Ausbruch kommt, kann dieser wieder ganz schnell ganz viele Gewinnpunkte bringen. Wann das sein wird weiß aber niemand, vielleicht erst in einigen Tagen, vielleicht aber auch schon am Montag. Die Glaskugel gibt darüber keine Auskunft.

 

 

Hin und Her

Auch in der letzten Woche wechselten sich Gewinner und Verlierer im Depot wieder ab. Jedes Mal, wenn der DAX ausbricht und einen schönen Tagestrend hat, kippt die Stimmung wieder und die dann folgenden Intraday-Schwankungen sorgen wieder für Verlust-Trades. So geht es nun schon 41 Börsentage lang. Es fehlt immer nicht so viel, um ein neues Allzeithoch zu erreichen, aber dafür wären halt mal zwei oder drei wirklich gute Tage hintereinander notwendig. Also heißt es weiter abwarten und geduldig die Vorgaben des System umzusetzen.

 

Immer mehr macht sich allerdings nun die aufgelaufene Slippage bemerkbar. Während im kumulierten Track-Record nur noch 42 DAX-Punkte zum Allzeithoch fehlen, sind es im Depot immerhin noch 4%. Da hat sich also in den vergangenen Wochen doch einiges an Slippage angesammelt, weil der beim Einstieg realisierbare Kurs vor allem bei der manuellen Eröffnung um 9 Uhr auf der Long-Seite doch öfter vom offiziellen Eröffnungskurs das DAX abwich. Das ist aber nicht ungewöhnlich in einer solchen Börsenphase. Wichtig ist, dass solche Abweichungen kein Dauerzustand bleiben und sich die Differenz, wie auch zuletzt immer wieder, auf den Durchschnitt einpendelt. Die Slippage ist der Grund, warum es in der simplytrade-Historie zwei 12-Monatsphasen gab, in denen das System kein neues Allzeithoch erreicht hat, während im Track-Record immer wieder neue Hochs zu verzeichnen waren. Somit zeigt sich auch in dieser trägen Seitwärtsphase, dass der Backtest der Realität doch sehr genau entspricht.

 

 

 

 

Umfrage zu Social Trading

Social Trading wird immer bekannter. Das Thema ist inzwischen auch in den Hörsälen angekommen. Heute habe ich folgende Anfrage von der Studentin Corina Fuchs aus der Schweiz bekommen: 

 

Ich schreibe zurzeit meine Bachelorarbeit über Copy Trading und möchte deshalb eine Analyse der Nutzer von Copy-Trading Plattformen durchführen. Um ein repräsentatives Resultat präsentieren zu können, bin ich auf die Unterstützung von möglichst vielen aktuellen Copy-Tradern (Follower) angewiesen.

 

Die Umfrage ist völlig anonym, es muss keine E-Mail-Adresse und kein Name angegeben werden und sie dauert nur wenige Minuten. Bitte unterstützen Sie Corina. Zur Umfrage geht es hier: https://www.umfrageonline.ch/s/a11acb8

 

Controlling

Statistik ist die Basis für viele Handelsansätze und speziell für simplytrade. Deshalb nehme ich den Ball von Stefan im Kommentar zum vorigen Blogeintrag hier einmal auf. Letztendlich muss sich jeder profitable Trader damit beschäftigen und herausfinden, welche Aktionen erfolgreich sind und welche nicht. Die Performance wird nur dann nach oben zeigen, wenn es gelingt, die erfolgreichen Trades zu wiederholen und die negativen möglichst zu vermeiden. Ein Tradingtagebuch ist hierfür eine wertvolle Unterstützung.

 

Insbesondere bei Strategien, die wie bei simplytrade auf einer Systematik basieren, ist die Statistik die Grundlage des Erfolgs. Jede Handelsanweisung resultiert aus der in der Historie errechneten Wahrscheinlichkeit. Und nur die Wahrscheinlichkeit ist es, die letztendlich gehandelt werden kann, eine Garantie gibt es nicht. Dennoch müssen die Statistikwerte laufend überwacht werden. Das ist die eigentliche Arbeit im Hintergrund. Solange alles im bisherigen Rahmen bleibt, ist alles in Ordnung. Kommt es aber zu Abweichungen, müssen diese bewertet werden. Stellt sich dabei heraus, dass die Werte sich deutlich auseinander bewegen, muss eine gründliche Analyse stattfinden und geprüft werden, ob etwas umgestellt werden muss. Ein System zu entwickeln und sich dann für immer zurück zu lehnen, kann gefährlich sein.

 

Dieses Controlling wird hier täglich durchgeführt. Dabei kommt es tatsächlich hin und wieder zu Auffälligkeiten, die sich aber bisher immer wieder auf das ursprüngliche Niveau eingependelt haben. Aktuell ist es die Slippage auf der Long-Seite, die wieder an die obere Begrenzung heran läuft. Sehr oft wurde in den letzten Wochen ein schlechterer Kurs beim Einstieg erwischt als sonst. Allerdings ist das wiederum für solche Börsenphasen nicht ungewöhnlich. Zu einem aussagefähigen Controlling gehört eben auch der Vergleich zu ähnlichen Phasen in der Vergangenheit. Dieser Vergleich muss in die Bewertung einbezogen werden, bevor vorschnell irgendwelche Änderungen erfolgen.

 

Ergeben sich mögliche Ansatzpunkte für eine Verbesserung, können kleinere Feinjustierungen vorsichtig getestet werden, wie zum Beispiel bei der manuellen Eröffnung eines Short-Trades, wo sich in letzter Zeit herausgestellt hat, dass es sich lohnt, erst einige Sekunden nach 9 Uhr einzusteigen. Das ist allerdings nicht so entscheidend, dass dabei nun am Jahresende eine deutlich bessere Performance heraus kommt. Aber auch ein einfaches System wie simplytrade setzt sich letztendlich aus vielen kleinen Bausteinen zusammen. Und die Summe aller ist es, die dafür sorgt, dass die langjährige Statistik positiv ist. Der Trader muss dann aber noch dafür sorgen, dass sich dieses positive Ergebnis durch konsequente Umsetzung in der Praxis auch in der Realität auf dem Handelskonto und den Konten der Follower niederschlägt.

 

Letztendlich kann man sich aber immer nur so nahe wie möglich an das optimale Ergebnis herantasten. Auch das muss akzeptiert werden, genauso wie die Tatsache, dass es beim Trading Drawdowns und lange andauernde Seitwärtsphasen wie aktuell bei simplytrade geben kann.

 

 

Slippage und Co.

Mit einem Paukenschlag begann die letzte Woche. Nach 45 Minuten wurde die Shortposition am Montag ausgestoppt. Die unmittelbar danach eröffnete Longposition brachte am Ende des Tages ein weiteres, wenn auch kleines Minus ein. Damit wurde ein neuer Tiefpunkt im Drawdown markiert. Danach folgten drei erfreuliche Gewinntage. Am Freitag kam es dann allerdings zu einem Mistrade, also einem Trade der nicht hätte zustande kommen dürfen. Dabei wurde das Tief des Vortages vom Dax knapp verfehlt, allerdings wurde beim Broker die Position trotzdem eingestoppt. Der Grund dafür ist der Spread und die Kursschwankungen beim Broker, die manchmal durchaus kräftiger ausfallen als beim Dax. Solche Abweichungen gibt es aber nicht nur bei ayondo. Dennoch ist das sehr ärgerlich. Zumindest fiel das Minus mit 35 Basispunkten moderat aus. Da solche Mistrades aber sehr selten passieren, fallen diese in der langfristigen Performance so gut wie nicht ins Gewicht. Außerdem sind solche Mistrades, wie im Buch beschrieben, in der Performance des Backtests bereits berücksichtigt.

 

Was in den letzten Tagen ebenfalls negativ auffiel, ist eine Slippage bei den Longpositionen, die deutlich über dem dem Durchschnitt liegt. Dies ist immer wieder in ausgeprägten Drawdownphasen zu beobachten und wird auch dieses Mal wieder dazu führen, dass auf Basis des errechneten Trackrecords schneller ein neues Allzeithoch erreicht wird als im Depot.

 

Aktuell stehen wir mit einem Minus von knapp 5% im Depot im mittleren Bereich des Dradowns. Es wird also ein paar weitere so gute Tage wie letzte Woche benötigen, um wieder auf neue Höhen zu steigen. Auch die sich aufsummierende Slippage in einem langen Drawdown trägt dazu bei, dass immer mehr Punkte aufgeholt werden müssen als in der Berechnung der Punkte ohne Finanzierungskosten. Inzwischen sind wir in der siebten Woche. Damit liegt dieser Drawdown bereits auf Platz 16 der längsten in der simplytrade-Historie. Es bleibt spannend....

 

 

Stresstest

26 Tage dauert dieser Drawdown nun bereits. Damit gehört er zu den Top 25 was die Dauer angeht. Und auch wenn es vielleicht im Vergleich zu den Drawdowns vieler anderer Traderprofile nicht so aussieht, was die prozentuale Größenordnung angeht, befinden wir uns bei simplytrade durchaus im Extrembereich der Top 3 der Historie. Dass sich das im Livedepot nicht so gravierend auswirkt, liegt an der reduzierten Ordergröße. Diese Maßnahme im letzten Jahr hat sich also durchaus bewährt. Wer simplytrader aber, wie ich selbst, mit höherem Kapitalfaktor folgt, spürt den aktuellen Rücksetzer natürlich deutlicher.

 

In der letzten Woche tendierte die Depotperformance wieder schwächer und nähert sich dem in diesem Drawdwon bisherigen maximalen Verlust wieder an. Es reicht nun schon einer oder zwei weitere negative Tage, um den Drawdown auszuweiten. Somit wird sich auch nichts daran ändern, dass der Kapitaleinsatz pro Trade hoch bleibt, was durchaus eine Art von Stresstest darstellt. Aber nur dadurch ist eine möglichst baldige Rückkehr auf ein neues Allzeithoch möglich. Im Vertrauen auf die bisherige Historie wird das Kapitalmanagement deshalb auch weiter konsequent durchgezogen. Ein Worst Case-Szenario ist noch kein Thema. 

 

Sollten neue Rücksetzer das Depotvolumen weiter reduzieren, müssen wir uns aber darauf einstellen, dass es noch länger dauern könnte, bis wieder ein neues Hoch erreicht wird. Umso wichtiger ist es nun, keinen Trade auszulassen. Denn gerade die in einer solchen Phase immer wieder vorkommenden starken Tage sind sehr wichtig, damit das Depot stabilisiert wird. Von solchen Tagen gab es in der Vorwoche zwei und letzte Woche einen am Dienstag, als der Dax von Börsenbeginn an kontinuierlich absackte. Dagegen hat es an anderen Tagen, insbesondere am Donnerstag letzter Woche, ordentlich gerumpelt, als erst um die Mittagszeit die Longposition dem Stopp zum Opfer fiel und kurz vor Börsenende das Entry für die Shortposition gegriffen hat, nur um Minuten später dann auch im Minus beendet zu werden. Auf Grund der großen Schwankungsbreite vom Donnerstag fiel es dem Dax dann offenbar leicht, am nächsten Tag innerhalb dieser Range zu bleiben, so dass der Freitag ein Ruhetag im Depot war, auch wenn es intraday durchaus die eine oder andere interessante Tradinggelegenheit gegeben hätte. Das Gute an einem systematischen Handelsansatz wie simplytrade ist aber, dass das System einem verbietet, in irgendwelchen unkontrollierten Aktionismus zu verfallen. Stress-Resistenz lässt sich damit sehr gut trainieren.

 

 

leicht erholt

Vier Wochen dauert dieser Drawdown nun schon und ging im Depot (mit reduzierter Ordergröße) bis auf 5,8% ins Minus, was auf Originalbasis bereits 13% bedeutet. In der letzten Woche hat sich das Depot wieder etwas erholt. Aktuell liegt es mit 3,4% im Minus. Die Gewinner und Verlierer wechseln sich gerade täglich ab, wobei die positiven Trades jeweils mehr einbrachten, als mit den Minustrades verloren ging. Insgesamt gehört dieser Drawdown schon zu den größeren, wie sich auch am Performancechart bei ayondo unschwer erkennen lässt. Und wie lange dauert er noch? Das weiß niemand. Und es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass es noch weiter abwärts geht. Die historischen Extremwerte bisher sind über ein Jahr und 20%.

 

In einem Kommentar zum vorigen Blogeintrag wurde darauf hingewiesen, dass das maximale Tagesrisiko bis zu 14% betragen kann. In diesem Extremfall wäre ein neues Rekordtief wahrscheinlich. Das stimmt und weil ich mir auf die Fahnen geschrieben habe, alles über das System im Buch und auf dieser Internetseite offen und ehrlich darzulegen, nehme ich diesen Hinweise hier gerne nochmal auf, auch wenn das vielleicht bedeutet, dass meine Follower bei ayondo weniger investieren (aber darauf kommt es nicht an).

 

Jeder, der simplytrade bei ayondo folgt oder selbst umsetzt muss sich immer des Risikos bewusst sein. Auch wenn der Backtest und die Liveperformance einen vielleicht in Sicherheit wiegen: Trading ist Spekulation. Gehandelt werden kann bestenfalls die Wahrscheinlichkeit. Die ist bei simplytrade zwar hoch und im Vergleich zu vielen anderen Tradern und Systemen höher, dass es auch in den kommenden Jahren weiter nach oben geht, aber eine Garantie dafür gibt es nicht. Deshalb gelten alle Warnhinweise im Disclaimer und Haftungsausschluss uneingeschränkt und sind nicht nur ein vorgeschriebenes Beiwerk. Dessen muss man sich einfach immer bewusst sein und deshalb sollte auch bei simplytrade nur Kapital investiert werden, das im schlimmsten Fall komplett verloren werden kann. Aber ohne Risiko kann es natürlich auch keine höhere Performance geben.

 

Wer weiß, was an den Börsen in Zukunft noch passieren kann. Wer hätte vor 2001 an ein Szenario der Terroranschläge auf das World Trade Center gedacht. Und wer hätte sich die Turbulenzen der Finanzkrise ausgemalt mit dieser extrem hohen Volatilität, von der wir derzeit noch weit entfernt sind. Wer weiß, was noch passiert.... Wer sich dessen immer bewusst ist, der kann auch in diesem Drawdown, egal wie stark dieser noch ausfallen wird, weiterhin jederzeit ruhig schlafen und geduldig auf das nächste Allzeithoch warten, wie lange das auch immer dauern mag.

 

 

Risikomanagement funktioniert

Die Erhöhung des Kapitalfaktors im Drawdown ist ein wesentlicher Bestandteil der simplytrade-Strategie. Damit wird erreicht, dass mit der folgenden Erholung weniger Gewinnpunkte notwendig sind, um das nächste Allzeithoch in der Performance zu erreichen. Dass das im Backtest und im Livebetrieb seit Oktober 2014 bestens funktioniert liegt daran, dass diese Erhöhung des Kapitalfaktors begrenzt ist. Wie das genau aussieht, wird im Buch ausführlich beschrieben.

 

Die gehandelten Ordergrößen basieren auf den historischen Daten des Backtests. Darauf, dass dies keine Garantie ist, dass es  in Zukunft immer so funktioniert, wird immer wieder hingewiesen. Wir können im Trading bestenfalls die Wahrscheinlichkeit für uns nutzen. Dessen muss man sich bewusst sein. Aber diese Wahrscheinlichkeit ist bei simplytrade relativ hoch, dass es früher oder später wieder zu einem neuen Depothoch kommt, siehe Performancekurve. Voraussetzung dafür ist aber, genau zum jetzigen Zeitpunkt, wenn sich also die Verluste aneinander reihen, keine Experimente zu versuchen. Der größte Fehler wäre jetzt, irgendeine Optimierung in der Praxis zu testen. So etwas geht in aller Regel schief. Erst wenn der aktuelle Drawdown größer ausfällt, als der historisch bisher größte, dann muss überlegt werden, ob das Risiko weiter begrenzt werden soll, was aber auch bedeuten würde, dass die Erholung im Depot länger dauern würde. Das wäre das Worst Case-Szenario. Sollte es dazu kommen, ist also erst einmal das Risiko zu begrenzen, und nicht zu versuchen, irgendeine Stellschraube zu drehen um die Performance zu verbessern. Solche Optimierungsversuche sind einer der größten Fehler, den Trader begehen können. Erst kommt die Risikobegrenzung, dann die Performance.

 

Davon sind wir aber noch sehr weit entfernt. Der aktuelle Drawdown entspricht in der Grundversion dem vom Juni 2015. Durch die seit dem reduzierte Kapitalgröße fällt dieser Drawdown in etwa halb so groß wie damals. Das Risikomanagement funktioniert also exakt wie vorgesehen. Wer sein Followerdepot bei ayondo nun mit dem zweifachen Kapitalfaktor eingestellt hat, sollte jetzt bei etwas über 10% im Minus liegen. In meinen Follwerdepots folge ich simplytrade mit unterschiedlichen Kapitalfaktoren (bis maximal 4) und die Umsetzung entspricht jeweils genau den Soll-Werten. Das ist auf jeden Fall beruhigend, nicht dass hier eine erhöhte Slippage zum Nachteil der Follower führt.

 

Somit kann festgestellt werden, dass die technische Umsetzung und die Risikoeinstellung in der Praxis funktionieren. Es kommt also jetzt in erster Linie erst einmal darauf an, nicht von den Systemvorgaben abzuweichen und täglich konsequent jeden einzelnen Trade durchzuziehen. Die Vorgaben jetzt nicht mehr umzusetzen und zu versuchen, an irgendeiner Stellschraube zu drehen, nur um vorübergehend eine Schwäche des Systems zu verkleinern, würde dazu führen, dass die Wahrscheinlichkeit des Backtests nicht mehr zutrifft. Dadurch würde das Trading unkalkulierbar werden. Man darf in einer ausgeprägten Drawdownphase nicht plötzlich in Aktionismus verfallen, sondern muss gerade dann kühlen Kopf bewahren. Und wenn der Worst Case eintrifft, dann ist das erst recht wichtig. Aber davon sind wir noch weit entfernt. Wie schnell es wieder in die positive Richtung gehen kann, hat der letzte Trade vor dem Osterwochenende gezeigt.

 

 

Brokerwahl 2016

Noch bis Ende März läuft die Wahl zum Broker des Jahres. Ich denke, ayondo hat mit den neuen Features "keine Nachschusspflicht" und "Zusatzversicherung", dem sehr guten Service und vielen weiteren Top Leistungen einen Platz ganz vorne verdient. Jede Stimme ist wichtig: http://www.brokerwahl.de/wahl/step1/

 

 

wie immer - antizyklisch einsteigen?

Es ist doch immer wieder das selbe Muster. Der DAX macht einen Satz nach oben oder unten und pendelt dann um das letzte Hoch oder Tief. In diesen Seitwärtsphasen ist meist kein nennenswerter Gewinn möglich. In der Regel sind solche Phasen gleichbedeutend mit einem Drawdown im Depot. So ist es auch aktuell wieder. Seit den letzten Allzeithochs Ende Februar bis 1. März tendiert das Depot abwärts und markierte am Donnerstag ein neues Verlaufstief. Insgesamt wurden nun im März 3% Depot-Performance abgegeben. Auf Basis der Backtesthistorie entspricht das etwas mehr als 6%. Mit dem höheren Kapitalfaktor hat nun auch die Depot-Volatilität wieder etwas zugenommen und liegt derzeit bei 4%.

 

Wie immer nehmen einige Follower jeden Minustrade im Depot zum Anlass, abzuspringen. Sobald ein Trade ausgestoppt wird bekommen immer sofort einige kalte Füße. Ist diese Welle dann vorbei, kommen oft auch schnell wieder Follower dazu, die sozusagen antizyklisch einsteigen. Und wenn man sich die Performance-Kurve und die Backtesthistorie auf der Seite Performance ansieht, dann haben diese Follower bisher immer einen guten Schnitt gemacht. Denn nach jedem Drawdown gab es bisher mindestens ein Allzeithoch, oftmals auch gleich mehrere in Folge.

 

Von 1998 bis 2015 durchlief das System 427 Drawdownphasen und erreichte danach insgesamt 788 neue Allzeithochs. 286 dieser Drawdowns waren kleiner als 1%. Die für einen antizyklischen Einstieg interessanten Rückgänge von mehr als 3% gab es nur 53 mal. Auf Grund der seit Juni 2015 reduzierten Ordergröße entspricht das jeweils einem Depotrückgang von etwa 1,5%. Aktuell sind wir bei 3% Minus im Depot.

 

Von diesen 53 größeren Drawdowns fielen wiederum nur 10 größer als 8% (Depot = 4%) aus. Die Chancen, in einem Depotrückgang einzusteigen, sind also gar nicht so häufig. Die Frage ist aber auch, wie lange dauert ein Drawdown. Auch das lässt sich aus der Tradehistorie auf der Performance-Seite ablesen. 286, also weit mehr als die Hälfte, waren Eintagsfliegen, die bis zu 5 Tagen überlebten. 100 Depotrückgänge dauerten zwischen 6 und 20 Tagen. Nur 41 dauerten länger als einen Monat und nur 6 mehr als zwei Monate bis zu einem Jahr. Der aktuelle Drawdown läuft seit 13 Tagen. Und manchmal endet ein Drawdown auch ganz plötzlich, da der Kapitalfaktor bei simplytrade dynamisch an die Depotentwicklung angepasst wird. Alle ausführlichen Informationen hierzu finden Interessierte im Buch.

 

Klar kann nicht garantiert werden, dass es nicht auch mal ein anderes Szenario geben kann, das so noch nie da war. Aber letztendlich gibt es beim Trading und bei der spekulativen Geldanlage, vom Fondsinvestment bis zum Sekunden-Trade, keine Garantie. Lediglich die Wahrscheinlichkeit kann als Gradmesser für die Entscheidung herangezogen werden. 

 

 

abhaken

Das war eine Woche zum Abhaken. An vier Tagen fünf Minustrades, dabei wurden wir vier Mal ausgestoppt. So etwas kommt nicht all zu oft vor. Ein paar Minustage am Stück ist nichts Ungewöhnliches, aber dass ein Trade nach dem anderen ausgestoppt wird, ist eher selten. Das gab es zuletzt - nicht schwer zu erraten - im Juni 2015 während der Griechenlandkrise. Das war der bisher größte Drawdown in der Liveperformance von simplytrade. In der Folge wurde dann die Ordergröße in etwa halbiert. Daraus resultiert, dass der aktuelle Drawdown, so dramatisch die aktuelle Woche auch war, nur ein Minus von 2,7% im Depot verursacht hat.

 

Was folgern wir nun daraus? Dass man immer konsequent dabei bleiben muss. Denn wenn die Backtest- und Livehistorie weiter so läuft wie in den letzten 18 Jahren, dann wird auch dieser Drawdown, selbst wenn er  noch intensiver und länger wird, irgendwann auch nur noch als kleine Kerbe in der aufwärtsgerichteten Performancekurve von simplytrade zu sehen sein.

 

 

 

Große Kerzen

Im Chart des DAX sticht letzte Woche die grüne Kerze am Dienstag besonders hervor. Das erfreuliche daran war, dass sich diese Kerze, also der Aufwärtstrend, während des Tages etabliert hat und nicht schon vor der Börseneröffnung. Damit konnte simplytrade fast den gesamten Punktegewinn mitnehmen. Mit höherem Kapitalfaktor brachte das einen ordentlichen realen Gewinn im Depot ein. Auch wenn es immer wieder positive Tage für das System gibt, so sind es doch gerade diese Bewegungen, die mitgenommen werden sollen/müssen. Hätten wir in den letzten beiden Wochen pausiert, hätten wir viele Gewinnpunkte und damit Euros nicht realisiert. Es heißt also dran zu bleiben, und zwar täglich. Dann ist es auch völlig egal, wenn es mal wieder eine längere Durststrecke gibt.

 

Und ob der DAX rauf und oder runter geht ist sowieso egal. Letzten Dienstag war es die Kurserholung beim DAX, eine Woche zuvor war es (am 24.2.) ein große rote Kerze, also ein Absturz des DAX, der uns satte Gewinne bescherte. Hauptsache der DAX bewegt sich innerhalb des Handelstages und nicht vor- oder nachbörslich, wie das in den letzten Monaten immer wieder der Fall war. Doch auch sollte Zeiten werden wieder kommen und diese Zeiten muss man halt aussitzen. Die Gewinne kommen oft  manchmal genau dann, wenn man es nicht erwartet.

 

 

Speck anfressen

Nach dem mäßigen Januar hat der laufende Monat die Bilanz wieder schön aufpoliert. Vier Allzeithochs gab es diesen Monat zu feiern. Der Februar ist zwar noch nicht vorbei, am Montag gibt es dann noch den Schalttag, dennoch kann bereits jetzt ein positives Ergebnis festgestellt werden. Insbesondere in der letzten Woche folgten nach dem ersten Allzeithoch gleich noch zwei weitere. Damit hat sich das System wieder etwas Speck angefressen, von dem dann im nächsten Drawdown gezehrt werden kann.

 

Parallel zur positiven Depotentwicklung gestalten sich auch die Followerzahlen weiterhin sehr stark. Das ist natürlich für mich erfreulich, aber das Geld, das die Follower investieren, ist auch eine Verantwortung, die es zu tragen gilt. Klar kann nicht garantiert werden, dass es jeden Monat so läuft wie im Februar und jedes Jahr so positiv abgeschlossen werden kann wie 2015. Was aber zugesagt werden kann ist, dass es in diesem Profil keine Experimente geben wird und das System konsequent den öffentlich bekannten Vorgaben entsprechend umgesetzt wird.

 

An dieser Stelle sei aber auch ein Hinweis angebracht, auf den mich der Kommentar eines Followers gebracht hat. Bei ayondo kann einem Trader mit dem 0,5 bis 10-fachen Faktor gefolgt werden. Jetzt sieht der Performancechart von simplytrader ja toll aus, aber man darf nicht übersehen, dass es auch Drawdowns geben kann. Und ein Drawdown von nur 10%, der immer einmal drin ist, würde bei Faktor 10 den Totalverlust bedeuten. Also selbst mit einem solch soliden Ansatz wie bei simplytrader kann man sein Followerdepot schrotten. Deshalb einfach auch hier noch mal der Hinweis, dass man nicht zu viel auf einmal erwarten sollte. Eine Vervielfachung des Kapitals kann nicht erzwungen werden. Geduld ist die Mutter des Erfolgs.

 

 

kaum verändert

Im Vergleich zur Vorwoche hat sich das Depot in den letzten fünf Handelstagen nur wenig verändert. Insgesamt waren die Ausschläge im Vergleich zu den letzten Wochen deutlich geringer. Am Dienstag kamen aber dennoch zwei Trades zustande, wobei die Longposition bereits nach einer Stunde ausgestoppt wurde. Für ein neues Allzeithoch hat es aber noch nicht gereicht, nicht zuletzt, weil das System weiterhin den niedrigsten Kapitalfaktor vorgibt. 

 

 

Platz 1

Als ich vor über einem Jahr mein Profil bei ayondo gestartet habe, konnte ich mir zwar vorstellen, dass es sich irgendwann langfristig auf einem der vorderen Plätze etablieren kann, dass es allerdings jetzt schon im Februar 2016 auf Platz 1 der beliebtesten Top Trader bei ayondo steht, hätte ich damals nicht gedacht.

 

Nun werden wir sehen, wie lange sich dieser Spitzenplatz behaupten lässt, denn es gibt außer MrDachs noch weitere interessante Trader, die, hoffentlich ebenfalls mit viel Verantwortungsbewusstsein, auf Dauer eine solide Performance bei überschaubarem Risiko erreichen können. Und um nichts anderes geht es beim Social Trading. Wer dann letztendlich auf dem 1. Platz steht ist weniger wichtig. Auch bei mir wird sicher irgendwann ein längerer und vielleicht größerer Drawdown kommen. Ob und wann das der Fall sein wird kann ich nicht voraussagen. Aber ich kann auf jeden Fall allen Followern zusichern, dass ich auch in Zukunft alles tun werde, um das System simplytrade weiterhin so präzise und konsequent umzusetzen, damit sich nach jedem Drawdown das Durchhaltevermögen für uns alle auszahlt.

 

An dieser Stelle bedanke ich mich einmal bei allen, die mir seit vielen Monaten oder auch erst seit kurzem folgen und freue mich schon auf eine gemeinsame interessante und, ich gehe davon aus, auch erfolgreiche Zukunft auf meiner Internetseite und bei ayondo.

 

 

Treppen

Seit fast einem viertel Jahr tendiert der DAX nun schon abwärts. Dieser Abwärtstrend gleicht einer Treppe. Für Aktienanleger ist das wahrlich kein schöner Anblick. Tradern bieten aber sich in einem solchen Umfeld immer wieder sehr schöne Gelegenheiten, sowohl intraday als auch über mehrere Tage. Was aber offenbar nicht nur simplytrade zu schaffen macht, ist die hohe Schwankungsbreite sowie vor allem die Trittstufen, in denen es dann seitwärts geht und immer wieder Fehlsignale generiert werden. Die nächste Stufe wird gerade ausgebildet. Hier das richtige Maß zu finden, entsprechend der Weisheit Gewinne laufen zu lassen und Verluste zu begrenzen, ist im Detail oft nicht leicht. Dementsprechend wird auch simplytrade immer wieder zum falschen Zeitpunkt ein- und ausgestoppt. Letztendlich darf man aber durchaus zufrieden sein, dass dann doch hin und wieder ein neues Allzeithoch im Depot erreicht wird. In diesem Sinne spricht auch alles dafür, von Optimierungsversuchen die Finger zu lassen, um diese nicht zu verbrennen.

 

 

Geduldsspiel

Das ist derzeit ein echtes Geduldsspiel. Unter weiterhin hohen Schwankungen bewegt sich der Dax in Etappen abwärts. Und in diesen Etappen springt der Kurs im Tagesverlauf oft wild hin und her. Dadurch werden immer wieder Positionen ausgestoppt oder die aufgelaufenen Tagesgewinne werden nicht bis zum Ende des Tages gehalten. Zwischendurch gibt es aber auch wieder schöne Gewinne, so dass sich das Minus im Depot mit aktuell 1,7% absolut in Grenzen hält. Von einem echten Drawdown kann somit nicht so richtig gesprochen werden, es ist mehr eine Seitwärtsbewegung.

 

Sicher ist es für simplytrade und auch für andere Börsensysteme schwierig, mit dieser Volatilität umzugehen. Aber jetzt die Parameter anzupassen wäre gefährlich. Das Risiko der Stopplossmarken auszuweiten kann ins Auge gehen. Und mit dem Trading auszusetzen ist meist auch nicht gewinnbringend, da oft gerade am Ende einer solchen Bewegung sozusagen aus dem Nichts sehr erfolgreiche Trades realisiert werden. Wann das Ende allerdings kommt, kann nicht prognostiziert werden.

 

 

auf der Stelle

Nach wie vor tritt das Depot auf der Stelle. Nachdem in der Vorwoche noch zwei Gewinntrades zum Wochenausklang verbucht werden konnten, ging es in dieser Woche mit einem Minigewinn, drei Verlierern mit moderatem Minus und dem Freitag ohne einen Trade weiter. 19 Tage dauert diese Seitwärtsphase nun schon, Es fehlen zwar nur knapp 400 Punkte, die mit dem etwas erhöhten Kapitalfaktor schnell aufgeholt werden könnten. Doch dazu benötigen wir mal wieder einen oder mehrere Trades, die während des Handelstages ausbrechen und dann den Tagestrend bis zum Börsenschluss auch halten. Derzeit kippen die Trends meist im Handelsverlauf, oftmals weil das Gap morgens schon zu groß ist oder weil sich die Börse einfach nicht entscheiden kann, wohin die Reise gehen soll. Also bleiben wir einfach weiter konsequent am Ball.

 

 

weiter seitwärts

Mit dem DAX ging es im Januar deutlich abwärts. Auf Grund der zu großen Schwankungsbreite an der Börse und der oftmals sehr großen Gaps zu Börsenbeginn konnte simplytrade davon aber nicht profitieren. Immer wieder müssen die tagsüber aufgebauten Gewinne bis zum Handelsende wieder ganz oder teilweise abgegeben werden.

 

Die gute Nachricht ist allerdings, dass der Drawdown zwar schon länger dauert, inzwischen sind es 14 Börsentage, aber bis jetzt relativ moderat verläuft. Der größte Abstand zum letzten Allzeithoch beträgt 4,5%. Im Echtgelddepot bei ayondo beläuft sich das Minus nur auf 2% (hier wird mit knapp halbiertem Kapitaleinsatz gehandelt). Aktuell fehlt im Depot nur 1% bis zum nächsten Hoch. Angesichts der großen Volatilität im Dax präsentiert sich das System also sehr stabil.

 

Angesichts der großen vorbörslichen Kursschwankungen stellt sich immer wieder die Frage, ob es nicht sinnvoll wäre, um 9 Uhr erst einmal nicht einzusteigen und die weitere Tagesentwicklung abzuwarten. Bis jetzt hatte ich noch keine Zeit, die Gaps der Vergangenheit ausreichend zu analysieren. Was allerdings in diesem Depot nicht gemacht wird, ist zu einem späteren Zeitpunkt im Tagesverlauf einzusteigen. Das System soll so einfach wie im Buch beschrieben und damit für jeden nachvollziehbar bleiben. Aktivitäten intraday bleiben ausgeschlossen und diskretionäre Entscheidungen sind nicht Bestandteil dieses Handelsansatzes. Selbstverständlich kann es sein, dass das System irgendwann weiter optimiert wird. Dann allerdings nur, wenn die Parameter in das Gesamtkonzept passen, was bedeutet, dass diese neuen Parameter dann absolut unkompliziert in der Anwendung sein müssen. Eine ausreichend klare Verbesserung der Backtestperformance muss dafür dann auch die Grundlage sein. Da ich aber wie gesagt noch keine Zeit gefunden habe, diesbezüglich belastbare Tests durchzuführen, bleibt es bis auf Weiteres bei der aktuellen Version. Auch wenn die Gaps und damit vielleicht einhergehende Verluste ärgerlich sind, ist die Gesamtperformance des Systems nach wie vor sehr zufriedenstellend.

 

 

unruhiger Jahresauftakt

Der Jahresbeginn an der Börse ist für die Anleger mißglückt. Am Freitag beendete der DAX den Tag etwa 250 Punkte unter dem Schlusskurs vom 31.12.2014! Die Performance des Jahres 2015 hat sich somit innerhalb weniger Tage in Luft aufgelöst.

 

Fallende Kurse sind grundsätzlich für simplytrade gut. Allerdings ist die Handelsspanne intraday im Moment zu hoch und große Gaps ergeben oftmals eine Gegenreaktion während des Handelstages. Solche Gegenreaktionen führen leider auch immer wieder dazu, dass im Tagesverlauf angesammelte Gewinne nicht bis zum Ende gehalten werden können. Für Trader, die intraday unterwegs sind, bieten sich hier durchaus interessante Gelegenheiten. Da es für simplytrade diesbezüglich aber keine belastbaren Auswertungen gibt, wird das System weiterhin so wie im Buch beschrieben gehandelt. Und damit sind wir unter dem Strich ja bis jetzt ganz gut gefahren.

 

Die aktuelle Situation erinnert etwas an die Bewegungen im Juni 2015, als es über Nacht immer wieder finanzpolitische Überraschungen hinsichtlich der griechischen Aktivitäten gab. In dieser Zeit wurde auch der bisher maximale Drawdown im Depot von 13.5% eingefahren und in der Folge die Ordergröße im Depot in etwa halbiert. Aktuell stehen wir bei einem Drawdown von 1,1%. Es fehlt also nicht viel und das Depot notiert wieder auf einem neuen Allzeithoch. Es ist allerdings  nicht auszuschließen, dass es erst einmal weiter seitwärts oder abwärts geht. Dennoch ist die Stabilität des Depots in dieser unruhigen Börsenphase sehr zufriedenstellend.

 

 

 

Turbulenter Jahresbeginn

Willkommen im turbulenten Börsenjahr 2016. Das war ja gleich ein kräftiger Dämpfer für die Börsianer weltweit. Grundsätzlich bringt simplytrade in fallenden Märkten sehr oft satte Gewinne, diese Schwankungsbreite ist allerdings schwierig. Nach einem Allzeithoch am ersten Handelstag des Jahres folgten drei negative Tage, einmal wurden wir sogar ausgestoppt. Da werden Erinnerungen an den Juni des letzten Jahres wach, als ein kräftiger Drawdown während der Griechenlandkrise verkraftet werden musste. Aber wie man auf dem Perfromancechart, der nun auf dieser Homepage veröffentlicht wurde, sieht, ging es danach kräftig weiter aufwärts. Ob sich dieses Szenario so erfreulich wiederholen wird? Warten wir es ab. Auf jeden Fall wird das System auch im Jahr 2016 mit aller Konsequenz so präzise wie möglich umgesetzt.

 

Sehr erfreulich entwickelt sich weiterhin die Zahl der Follower von simplytrader bei ayondo. Allerdings werden bei einem ausgeprägteren Drawdown sicher auch wieder viele abspringen. Bisher haben diejenigen dann aber immer wieder das Beste danach verpasst.

 

In den Follower-Live-Depots ist noch nicht viel passiert. Bisher sind auch nur zwei Depots aktiv. Da wird sich aber im Laufe der nächsten Tage noch mehr tun und weitere Trader werden aufgenommen. Aktuelle Informationen folgen dann jeweils dazu hier im Blog.

 

 

2015: + 44%

Liebe Leserinnen und Leser,

 

das Jahr 2015 geht für simplytrade überaus erfolgreich zu Ende. Nicht nur, dass das Live-Depot knapp unter dem Allzeithoch abschließt, sondern auch insgesamt kann auf ein überaus positives und sehr interessantes Jahr für simplytrade und alles was damit zusammen hängt zurück geblickt werden.

 

2015 war das erste komplette Jahr, in dem der Handelsansatz live bei ayondo gehandelt wurde. Es war schon spannend, wie sich das System in der Praxis bewährt, denn es macht schon einen Unterschied, ob im Demo-Modus agiert wird, ob man nur für sich selbst tradet oder ob man in die Öffentlichkeit geht, alles in einem Buch offen legt und dann diesen Ansprüchen gerecht werden muss. Dabei wird jede Aktivität von aufmerksamen Followern, Lesern, Abonnenten, Buchkäufern, Traderkollegen und vielen irgendwie sonst Interessierten genau beobachtet und oftmals kommentiert. Eine große Anzahl von Kommentaren im Blog hier, bei guidants und vor allem per E-Mail hat mich erreicht. Vielen Dank an alle, die mir geschrieben haben. Leider konnte ich nicht immer alle Anfragen sofort beantworten und manche Dinge, die ich anpacken wollte, konnte ich deshalb noch nicht angehen. Es gibt noch viele Ideen, die getestet werden könnten, aber es muss sich alles auch in einem stressfreien Rahmen bewegen. Denn sonst kommt nichts Produktives dabei heraus. Allerdings ist es auch so, dass das alles auch nicht zu kompliziert werden sollte, denn der Name ist nach wie vor Programm. Es soll alles so einfach wie möglich bleiben. Noch ein paar Prozent zusätzlich würde man immer gerne mitnehmen, aber die Frage ist auch, mit welchem Aufwand und vor allem mit welchem Risiko ist das dann verbunden. Und letztendlich soll alles ja auch noch Spaß machen und nicht zu einer Belastung werden. 

 

Die Auswertung der Klickzahlen auf meiner Homepage in diesem Jahr hat aber eines gezeigt: Ganz weit mit oben in der Rangliste steht die Seite 'Performance'. Klar, darum geht es ja beim Trading letztendlich auch. Und ohne jetzt zu sehr in Eigenlob zu versinken, bin ich doch etwas stolz darauf, eine Strategie gefunden zu haben, die über einen so langen Zeitraum positive Ergebnisse produziert. Am meisten klopfe ich mir aber selbst auf die Schulter, weil es mir auch gelingt, diese Performance im täglichen Livebetrieb - bei allen Unwägbarkeiten, die das tägliche Leben so mit sich bringt - zu erreichen. Denn Theorie und Praxis sind immer noch zwei verschiedene paar Stiefel. 

 

Dieser Abgleich der Zahlen aus der Theorie und Praxis wird weiterhin fortgeführt. Parallel zur täglichen Tradingpraxis mit dem Liveergebnis auf ayondo wird das Systemergebnis auch gleichzeitig weiter auf der Basis berechnet, mit der der Backtest gefahren wurde. Es wäre eine Katastrophe, wenn sich die auf der Backtest-Basis errechneten Ergebnisse nicht auch in der Praxis ergeben würden. Seit Beginn des Live-Trading bei ayondo passen die Zahlen jedoch sehr gut zusammen. Ein paar zehntel Prozent Abweichung sind dabei immer als Toleranz möglich. Wer die Monatsergebnisse abgleicht wird aber feststellen, dass ab Mitte des Jahres 2015 die Zahlen voneinander abweichen. Das hängt damit zusammen, dass die Ordergröße während der Griechenlandkrise und seit Juli auf etwas mehr als die Hälfte reduziert wurde, um auf keinen Fall das Risiko einzugehen, in einer Extremsituation unglücklich die 25%-Drawdown-Schwelle zu reißen und damit den erarbeiteten Karrierestatus zu verlieren. Dass dadurch die Gewinnprozente natürlich ebenfalls geringer ausfallen, wurde in Kauf genommen.

 

Dabei hat das Jahr 2015 auch gezeigt, dass es immer wieder Situationen geben kann, die so vorher noch nie da waren. Diese gilt es, so weit wie möglich in die Aktivitäten einzubeziehen. Allerdings ist auch klar, dass man das 'Unvorstellbare' nicht vorhersehen und nicht vorab berücksichtigen kann. In der Praxis muss dann so gut wie möglich auf die Situation reagiert werden. Ob dann immer die richtigen Entscheidungen getroffen werden, stellt sich erst hinterher heraus. In diesem Sinne wünsche ich allen, verbunden mit dem herzlichsten Dank für das Vertrauen, ein friedliches, vor allem gesundes, aber auch erfolgreiches Jahr 2016.

 

Ihr

Ingbert Maier

 

 

 

 

hohes Niveau

In der weihnachtlich verkürzten Handelswoche gab es im Depot am Mittwoch noch einmal einen schönen Gewinn, der dazu führte, dass das Depot weiterhin auf sehr hohem Niveau notiert. Trotz Seitwärtsphase im DAX gibt es keine Spur von einem ausgeprägteren Drawdown. Jetzt stehen noch zweieinhalb Handelstage (am 30.12. ist die Handelszeit an der Börse verkürzt) auf dem Programm und dann kann das Jahr 2015 als eines der besten für simplytrade abgeschlossen werden.

 

Einen kräftigen Schub gab es auch wieder beim Follower-Live-Depot. Dazu beigetragen haben alle Mitglieder des Teams. Ab Januar wird das Followerdepot neu organisiert. Genauer gesagt wird es dann fünf Depots geben:

 

simplystar

wird die Trader enthalten, die in Sachen Risiko und Performance zu Recht weit vorne in der Beliebtheitsskala stehen.

 

simplyrisk

wird sehr spekulative Trader enthalten

 

simplynew

enthält noch verborgene Talente

 

simplycare

wird durch sehr defensiv agierende Trader besetzt

 

simplymix

ist nicht genau auf einzelne Kategorien festgelegt.

 

Bei allen Depots handelt es sich um Echt-Geld-Depots. Ich muss nur noch überlegen, wie ich die Ergebnisse veröffentliche, damit es überschaubar bleibt.

 

 

 

4 von 5

Es gibt Zeiten, in denen es länger dauert, bis eine Drawdownphase beendet ist. Wer die Geduld hat, diese Zeiten auszusitzen, wird anschließend oft mit einem Feuerwerk an Allzeithochs belohnt. So ist es auch dieses Mal wieder. An vier von fünf Tagen wurden in der vergangenen Woche jeweils neue Höchststände im Depot erreicht. Insgesamt waren es nun schon zehn in den letzten knapp fünf Wochen. Das System zieht wie im Backtest skizziert seine Bahnen.

 

Ich werde immer wieder angeschrieben, ob das System nicht auf die eine oder andere Weise verbessert werden kann. Es sind immer wieder die gleichen Vorschläge, die ich teilweise in der Vergangenheit getestet und wegen zu geringer Ausbeute verworfen habe. Ich werde diese demnächst auf einer eigenen Unterseite im Einzelnen darstellen. Manche habe ich aber auch nicht ausreichend genug getestet und deshalb nicht in das System übernommen. Es kann durchaus sein, dass so mancher Ansatz dem System noch ein paar Prozentpunkte mehr einbringen würde. Aber so lange es keinen ausreichenden Backtest und Praxisergebnisse gibt, bleibt der Ansatz so einfach wie er ist bestehen. Die Profitabilität spricht für sich. Jede weitere Ergänzung birgt auch immer die Gefahr von Anwendungsfehlern. Schon deshalb bin ich sehr vorsichtig, Änderungen umzusetzen. Eine kleine Optimierung habe ich allerdings in der letzten Woche vorgenommen:

 

Wenn der manuelle Einstieg mit einer negativen Slippage von etwa 10 Punkten oder mehr erfolgt, wird nun der Stopploss-Kurs auf den offiziellen Eröffnungskurs des DAX berechnet und nicht mehr auf den tatsächlichen Einstiegskurs. Das hat uns letzte Woche tatsächlich vor einer ausgestoppten Position bewahrt. Dieses Szenario kommt allerdings selten vor. Und dann heißt es, dran zu denken, den Stopp entsprechend zu berechnen.

 

 

Im Follower-Depot gab es letzte Woche wieder eine Erholung von + 2%. Dazu beigetragen haben alle Teammitglieder, wobei Patternicus dabei den prozentual stärksten Zuwachs verbuchen konnte.

 

 

 

seitwärts

Das Depot tendiert auf hohem Niveau seitwärts und schloss am Freitag nur 0,1% unter dem Allzeithoch. Nach dem Rücksetzer am 3. Dezember mit dreifachem Kapitalfaktor tut sich das System naturgemäß schwer, mit einfachem Kapitaleinsatz den alten Höchststand zu übertreffen. Allerdings war dabei auch das Abwärtspotential begrenzt. Zumindest ist im DAX ausreichend Bewegung, so dass es nicht langweilig wird und die Chance besteht, bald wieder neue Hochs zu erreichen.

 

Im Followerdepot gab es unterm Strich relativ wenig Bewegung. Leider wurde der zur Wochenmitte aufgelaufene kleine Gewinn am Freitag wieder komplett abgegeben. Hier heißt es einfach geduldig dran zu bleiben. Die Qualität der Trader sollte sich auf lange Sicht auszahlen.

 

 

 

neuer Drawdown

Nach dem neuen Allzeithoch am Mittwoch musste am Donnerstag nach längerem wieder eine ausgestoppte Position realisiert werden. Seit dem 16. November gab es dieses Szenario nicht mehr, davor allerdings umso öfter. Es ist wie beim Wetter: turbulenten Zeiten folgen auch immer wieder längere Schönwetterperioden. In diesen Zeiten klettert das Depot dann in aller Regel auf neue Allzeithochs und frisst sich dabei ausreichend Speck an, um die nächste, vielleicht länger andauernde Drawdownphase zu überstehen. Mal sehen, wie lange es dieses Mal bis zum nächsten Allzeithoch dauert.


Im Followerdepot wechseln sich die Gewinner und Verlierer gerade laufend ab. Mit diesem uneinheitlichen Trend in der Performance des Traderteams ist es nicht möglich, weiter Boden gut zu machen. Andererseits zeigt sich auch, dass das Verlustrisiko mit diesen Tradern nach unten klar begrenzt ist. Mit diesen fünf Tradern ist also viel Qualität im Depot und seit dem ich keine riskanten Möchtegern-Toptrader mehr im Depot habe, läuft es sehr stabil. Da das Depot aber nach wie vor durch diese früheren Zocker immer noch im Verlust notiert, werde ich in Kürze das Depot neu aufsetzen, damit die Leistung der aktuellen Top Trader auch optisch entsprechend erkennbar ist.


Seit längerem überlege ich zudem, weitere Depots mit unterschiedlicher Ausrichtung zu starten. Ich denke dabei an ein dynamisches und an ein risikoarmes Portfolio. Hierzu beobachte ich seit langem intensiv laufend die Traderranglisten und muss feststellen, dass sich insgesamt die Auswahl doch schnell auf ein paar wenige Trader reduziert. Von den aktuell etwa 1600 Profilen auf der ayondo-Plattform ist die große Mehrheit noch relativ neu. Nicht einmal 10% liegen aktuell mindestens auf Level 3 der Karrierestufe und in den beiden Stufen 4 und 5 sind es gar nur 34. Die Nachhaltigkeit über einen längeren Zeitraum ist jedoch eines der wichtigsten Kriterien.

3 x Allzeithoch in Folge

Eine sehr erfolgreiche Woche liegt hinter uns. Am Montag und Freitag gab es keinen Trade, dafür sorgte die Shortposition am Dienstag mit erhöhtem Kapitalfaktor gleich für ein neues Allzeithoch, das jeweils am Mittwoch und am Donnerstag mit Longpositionen noch mal überboten wurde.

 

Mehrere Allzeithochs innerhalb von ein paar Tagen sind zwar nicht so außergewöhnlich, aber eine Woche ohne einen Verlusttrade ist eher selten. Das Beste an der ganzen Sache ist aber, dass das System weiterhin exakt nach den Vorgaben läuft, die auch im Backtest herausgearbeitet wurden. Nach 14 Monaten Live-Betrieb auf ayondo wird damit die Richtigkeit der theoretischen Ergebnisse des Backtest eindrucksvoll bestätigt.

 

Im Follower-Livedepot wurde das positive simplytrader-Ergebnis durch eine Verlustphase von Kingking leider zum größeren Teil wieder im negativen Sinne ausgeglichen. Nach dem starken Comeback von Kingking ist das zwar etwas ärgerlich, aber durchaus ein normaler Verlauf. Da Kingking Pech hatte und die 25%-Schwelle im Drawdown gerissen hat, hat der Trader vor drei Monaten ein neues Profil mit dem Namen KingkingBorleriG gestartet. Da die Trades auf beiden Profilen identisch sind, versucht er also, mit einem neuen Profil wieder den alten Status zu erreichen. Durch den Verlust der Karrierestufe hat Kingking mit dem Verlust seines Status auch das höchste Vergütungslevel verloren. Um den Trader hierbei zu unterstützen, wird auch im Follower-Livedepot am Montag auf das neue Profil gewechselt.

 

Behaupten konnten sich MrDachs und Patternicus mit einer sehr stabilen Entwicklung. Bei beiden sollten weitere Allzeithochs nur eine Frage der Zeit sein. In dieser Woche wurde Patternicus mit seinem zweiten Profil aufgenommen. Auf beiden Konten werden teils unterschiedliche Trades gehandelt. Da Patternicus ein absolut solides Risikomanagement attestiert werden kann, spricht demnach nichts dagegen, ihn damit nun im Depot doppelt zu führen. Dass der Vollzeittrader Patternicus etwas von Risiko- und Moneymangement versteht sieht man allein daran, dass er es auf bewundernswerte Weise geschafft hat, aus einem Drawdown kurz vor dem K.O. der 25%-Schwelle durch äußerst diszipliniertes Handeln über längere Zeit wieder weg zu kommen. Allein deshalb hat der Trader wesentlich mehr Follower verdient, als er aktuell in seinen Profilen hat. Der Grund für die im Vergleich zu simplytrader und MrDachs geringere Zahl der Anhänger ist wohl, dass die meisten Follower primär nach der Performance schauen. Aber erst in einer Drawdownphase zeigt sich, was ein Trader wirklich drauf hat. Sobald Patternicus in seinen Profilen wieder neue Allzeithochs erreicht, werden sicher auch wieder mehr Follower aufspringen.

 

 

 

leichtes Plus

Mit einem kleinen Plus konnte die Woche abgeschlossen werden. Hauptsächlich verantwortlich dafür ist der starke Gewinn am Dienstag, als das System mit Kapitalfaktor 5 satte 800 DAX-Punkte realisieren konnte. Die Parameter des Systems haben wieder einmal genau ins Schwarze getroffen. Die zweite Wochenhälfte war dann wieder von wenig Bewegung geprägt. 

 

Das Followerdepot schloss exakt auf dem gleichen Niveau wie in der Vorwoche. Viel zu sagen gibt es deshalb hierzu in dieser Woche nicht. Alle vier Trader ziehen in gewohnt souveräner Manier ihre Bahnen.

 

 

 

Zeit

Die Zeit ist eines der wichtigsten Güter, das wir uns gut einteilen sollten. Leider bin ich mit dieser Ressource derzeit sehr knapp dran. Deshalb sorry, dass es gestern doch nicht geklappt hat.

 

Im Depot hat die letzte Woche inklusive dem heutigen Montag ein paar Spuren hinterlassen. Insbesondere der Montag hat dem Depot mit einer  ausgestoppten Position mit höherem Kapitalfaktor zugesetzt. Da aber alles systemkonform läuft, gibt es keinen Grund für irgendwelche Zweifel am System.

 

Auch das Followerdepot musste Federn lassen. Daran beteiligt waren alle vier Top Trader. Da aber auch hier keine ungewöhnlichen Aktivitäten zu verzeichnen sind, bleibt es auch im Depot bei der aktuellen Besetzung.

 

 

 

erste Novemberwoche im Minus

Es kommt wieder mehr Bewegung in das System. Nach fünf negativen Tagen sowie zwei Tagen, an denen es keinen Trade gab, konnte am Freitag wieder ein kleines Plus verbucht werden. Insgesamt wurden in der abgelaufenen Woche 163 DAX-Punkte verloren. Unter dem Strich ist der Drawdown jedoch nur wenig ausgeprägt. Nachdem der Kapitalfaktor aber wieder erhöht wurde, werden sich die Auf- und Abwärtsbewegungen in den nächsten Tagen verstärken.

 

Auch im Followerdepot verbleibt in der vergangenen Woche ein Minus. Insgesamt wurden seit dem Zwischenhoch am 26.10. 1,5% verloren. Dazu haben alle vier Teammitglieder beigetragen. Es besteht kein Grund, etwas zu verändern. Bei diesen vier Tradern scheint die Qualität zu stimmen. Dennoch müssen die Aktivitäten immer im Blick behalten werden. Wie schnell das Kapital verloren gehen kann, demonstrierte vor kurzem, genauer gesagt am 22.10., einer der beliebtesten Top Trader (TrustFundTK) mit einer Vielzahl an Positionen gegen den DAX-Trend. Der Trader hat zwar gerade noch rechtzeitig kurz vor der 25%-Drawdowngrenze die Reißleine gezogen, aber es bleibt nun abzuwarten, wie er sich von dem Tiefschlag erholt.

 

Immer wieder wurde bei mir angefragt, warum ich den Trader nicht in das Followerdepot aufnehme. Hierzu empfehle ich den sehr interessanten Blog von Michael Tomaschek. Hier wird ganz aktuell das Treiben einiger ayondo-Trader von den Followern sachlich und deutlich diskutiert:

 

http://www.trading-der-besten.de/ayondo-blogdepot-mit-herbstrotation-waver-am-zug/

 

 

 

8 von 10

Nach einem kleinen Minus im Oktober beschließt simplytrade auch diesen Monat mit einem Plus. Damit waren im Jahr 2015 bisher acht von zehn Monaten erfolgreich. In den meisten Jahren des Backtest waren es mindestens drei negative Monate. Aber historische Ergebnisse sind keine Garantie für die Zukunft. Nur die Wahrscheinlichkeit kann daraus abgeleitet werden. Für diese Theorie steht auch der Monat Juni im Jahr 2015, als der mit Abstand höchste Verlust in einem Monat jemals verbucht werden musste. Warum sollte es also nicht auch mal ein Jahr mit nur zwei Verlustmonaten geben. Lassen wir uns überraschen. Wichtig ist, das System weiterhin konsequent umzusetzen.


Im Followerdepot gab es in der vergangenen Woche kaum eine Veränderung. Zulegen konnte weiterhin Kingking, der sich seinem Höchststand seit der Depotaufnahme nähert, während alle anderen Trader ganz leichte Verluste hinnehmen mussten.

Drawdown beendet

Die Geduld hat sich ausgezahlt, zumindest für diejenigen, die inzwischen nicht abgesprungen sind. Nach genau einem Monat markiert das Depot wieder ein neues Allzeithoch. Insbesondere die Erhöhung der Ordergröße zum richtigen Zeitpunkt hat einmal mehr gezeigt, welch mächtiges Werkzeug das Kapitalmanagement ist. 


Die positive Entwicklung bei simplytrader, Kingking und Patternicus hat dem Followerdepot einen weiteren Schub gebracht. Lediglich MrDachs konnte in der letzten Woche nicht zulegen. Aber nach dem starken Aufwärtstrend der vergangenen Wochen kann das dem Trader nachgesehen werden.


Mit dem starken Kursanstieg beim DAX in den letzten beiden Tagen hat es auch wieder einmal einige Trader erwischt, die scheinbar ohne entsprechende Risikobegrenzung auf einen fallenden DAX gewettet haben. Dieses "Schauspiel" wiederholt sich leider immer wieder und jedes Mal verlieren gutgläubige Follower dabei viel Geld. Letztendlich bringt es aber nichts, versuchen Recht zu haben und dabei in der Summe der einzelnen Positionen ein hohes Risiko einzugehen.



simplytrader-Depot flat - Follower-Depot holt auf

Die Halbzeitbilanz im Oktober sieht für das simplytrader-Depot ziemlich mau aus. Zum Wochenschluss notiert das Depot fast exakt auf dem gleichen Stand wie am 30. September. Wie träge das derzeit alles läuft sieht man auch daran, dass es seit zehn Tagen keinen einzigen Trade gibt, der ausgestoppt wurde. Auch wenn man in einer solchen Phase durchaus zufrieden sein kann, keine Verluste anzusammeln, so dürfte es gerne etwas mehr Schwung geben. So kann das System das Kapitalmanagement nicht ausspielen.


Wesentlich mehr Schwung ist im Follower-Depot zu verzeichnen. Während simplytrader und MrDachs in der letzten Woche unverändert notierten, legten Patternicus und vor allem Kingking kräftig zu. Bei Patternicus ging die Strategie bis jetzt auf, zu dem Zeitpunkt einzusteigen, als sich der Trader von der Drawdown-Schwelle bei knapp 25% wieder etwas abgesetzt hat und nun wieder mit entsprechend gut dosierten Trades schöne Gewinne einfährt. Dem Trader Kingking treu zu bleiben, weil dessen Tradehistorie bisher keine gravierenden Ausreißer aufzeigt, hat sich ebenfalls ausgezahlt. 

ein Jahr live - happy birthday

simplytrader hat das erste Live-Jahr bei ayondo geschafft. Eine Performance von 50% ist für ein Jahr nicht so schlecht.  Und das bei einem maximalen zwischenzeitlichen Verlust von 13,5%. Es gibt sicher nicht viele Fonds, die so ein Chance-Risiko-Verhältnis vorweisen können. Auch das interne Controlling passt. Die Daten der Praxis stimmen mit den theoretischen Ergebnissen überein. Das bedeutet, die Theorie funktioniert auch in der Praxis und damit werden die Daten des Backtest bestätigt.


Der aktuelle Drawdown dauert nun 8 Tage. Davon wurden 6 Tage mit Verlust beendet. Alleine die letzten 4 Tage hintereinander waren negativ. Angesichts dessen ist das leichte Minus von nur 1,34% in dieser Drawdownphase ausgesprochen moderat. Allerdings fehlte trotz dieser vielen Verlusttage komplett die Dynamik. Es wurde nur mit dem niedrigsten Kapitalfaktor gehandelt, mehr gab das System nicht her. Es wird Zeit, dass wieder mehr Schwung hinein kommt. Schließlich sind es die Rücksetzer im Depot, die den Kapitalfaktor erhöhen und dadurch schneller zu neuen Allzeithochs führen.


Auch im Follower-Depot gab es nur wenig Veränderungen insgesamt und bei den einzelnen Tradern. Alle stehen im Vergleich zur Vorwoche minimal schlechter da.

stabil

Stabil mit einem leichten Plus zur Vorwoche präsentiert sich das simplytrader-Depot. Der eintägige Drawdown vom Montag wurde am Dienstag mit einem neuen Allzeithoch beendet. Die Erhöhung des Einsatzes nach dem Rücksetzer am Montag hat sich voll ausgezahlt und bestätigt wieder einmal die Effektivität des Systems. Aktuell befindet sich das Depot sowie auch der DAX seit drei Tagen in einer Seitwärtsphase.


Erfreulich ist der weitere Aufwärtstrend im Followerdepot. Um zwei Prozent hat sich die Performance im Laufe der Woche verbessert. Außer Ace, der auf der Stelle bleibt, haben sich alle Trader verbessert. Das absolute Zugpferd war auch in dieser Woche ein weiteres Mal MrDachs, der schon mit einer beeindruckenden Serie glänzen kann.


wie aus dem Lehrbuch

Beim DAX erfolgte am Freitag der immer irgendwann fällige Ausbruch aus der Seitwärtsbewegung. Erfreulicherweise gab es dieses Mal kein Pullback, das die Position ausgestoppt hat. Somit hat das System die volle Punktzahl des DAX mitgenommen. Die Strategie beim Kapitalmanagement ist dabei voll aufgegangen. Durch die limitierte Erhöhung des Kapitalfaktors in einer Dradownphase katapultiert so ein Tagesgewinn den Track-Record immer wieder schnell auf ein neues Allzeithoch. Das ist der Erfolgsfaktor von simplytrade. Viele denken, dass die Erhöhung der Positionen nach einem Verlust selbstzerstörerisch ist. Das stimmt auch, wenn das Depotrisiko vorher schon ausgereizt wird. Wie diese Vorgehensweise aber bei simplytrade mit dem Risikomanagement in Einklang steht, wird in meinem Buch, das Ende Oktober erscheinen wird, detailliert beschrieben.

 

Die Arbeiten am Buch sind inzwischen weiter fortgeschritten. Auf der Seite simplytrade.de/buch wurde nun das vorläufige Cover und das Inhaltsverzeichnis veröffentlicht. Wer will kann sich hier schon mal einen Überblick über die Themen verschaffen. Den Titel des Buches habe ich nun mehr dem Inhalt angepasst. Da es um einen Teil erweitert wurde, in dem es speziell um Social Trading geht, bekommt das Buch nun den Titel "Trading und Social Trading - Ein lukrativer Nebenjob". Damit kommt zum Ausdruck, dass nicht nur dieses professionelle System problemlos nebenbei umgesetzt werden kann, sondern mit Social Trading insgesamt mit der richtigen Herangehensweise ein interessantes Zweiteinkommen möglich ist.

 

Zum Followerdepot: 

Der Erfolg von simplytrade ist auch einer der Gründe dafür, warum das Follower-Depot wieder Boden gut gemacht hat. Aber auch MrDachs zieht weiter seine erfolgreichen Bahnen und steht völlig zurecht an der Spitze der beliebtesten Top Trader bei ayondo. Auch bei Patternicus sieht es so aus, dass die Erholungsphase im Depot weiter geht. Dennoch ist das Depot immer noch weit weg von seinem Startgeld. Die herben Verluste der anfangs im Depot gefolgten spekulativen Tradern zeigen, wie schwer es ist, solche Verluste wieder aufzuholen.

DAX seitwärts - simplytrade aufwärts

Normalerweise muss das System in solchen Seitwärtsphasen des DAX wie in den letzten zwei Wochen Federn lassen. Bis jetzt wurde diese Unentschlossenheit des Börsenbarometers aber gut überstanden. Immer noch steht ein kleines Plus zum Stand von vor zwei Wochen in den Büchern.

 

Auch das Follower-Depot tendierte in der vergangenen Woche seitwärts. Das Sorgenkind im Depot bleibt weiterhin Kingking. Der Trader kommt nach dem Unterschreiten der 25%-Drawdowngrenze noch nicht wieder auf Touren. Obwohl ich dem Trader zutraue, wieder Fahrt aufzunehmen, wird darüber nachgedacht, den Signalgeber auszuwechseln.


wieder da

Der Urlaub ist vorbei. Alles lief glatt auf meiner Wohnmobiltour durch Österreich, Ungarn, Kroatien und Slowenien. Und das Trading von unterwegs hat jeden Tag problemlos funktioniert. Das mobile Netz ist doch, zumindest auf den wesentlichen Touristenpfaden, inzwischen in Europa sehr gut ausgebaut.


In den letzten zwei Wochen hat das Depot leicht zugelegt und steht erneut auf einem Allzeithoch. Auch die Anzahl der Follower hat weiter zugenommen und der dritte Platz in der Rangliste der beliebtesten Top Trader bei ayondo ist gefestigt. Die Urlaubszeit habe ich aber auch dazu genutzt, an meinem Buch noch etwas zu feilen. Der letzte Schliff wird gerade gemacht, das Cover erstellt und dann geht es an die technische Umsetzung und an den Druck. Der geplante Veröffentlichungstermin Ende Oktober sollte tatsächlich realisierbar sein.


Beim Followerdepot hat sich leider in den letzten zwei Wochen wieder ein leichtes Minus ergeben. Kingking und Ace haben sich leider nicht so entwickelt wie erhofft. Da muss wohl doch nochmal über die Aufstellung nachgedacht werden.

1000 und Urlaub

Das simplytrader-Profil hat nach dem neuen Allzeithoch, dem Erreichen der höchsten Karrierestufe bei ayondo nun einen weiteren persönlichen Rekord erreicht. Seit gestern sind es über 1.000 Follower. Dass das System den letzten großen Drawdown so schnell überwunden hat ist ein Beweis dafür, dass die Strategie aufgeht und die Daten des Backtests auch in der Realität Bestand haben. Sicher könnte noch an der einen anderen Schraube gedreht werden und alles noch etwas optimiert werden. Aber ohne weitere Optimierungen ist das System, so wie es jetzt ist, sehr einfach umzusetzen und darum geht es erst einmal. Das soll aber nicht heißen, dass irgendwann hier nicht doch noch irgendwann eine Verbesserung durchgeführt wird. Aber wenn, dann nur mit Bedacht. Doch erst mal ist das noch kein Thema. Jetzt will ich erst einmal das Buch fertig stellen. Und hierfür will ich die nächsten zwei Wochen, in denen ich Urlaub mache, nutzen. In dieser Zeit wird das System weiter gehandelt, aber es wird voraussichtlich keine Aktualisierungen auf dieser Seite geben. Sorry und Danke für das Verständnis.


Doch wie immer an dieser Stelle noch ein Kommentar zum Follower-Depot. Die auf der Seite Follower-Live-Depot veröffentlichten Ergebnisse beziehen sich immer nur auf geschlossene Transaktionen der Trader. Dies führt dazu, dass bei manchen Tage- und Wochenlang keine Veränderungen zu sehen sind. Auf dieser Basis hat nun heute MrDachs seinen Vorsprung an der Spitze des Teams weiter ausgebaut. Auch Kingking konnte sich wieder etwas erholen. Allerdings hat dieser Trader nun leider seinen Karrierestatus verloren, weil die Drawdowngrenze von 25% knapp gerissen wurde. Es bleibt abzuwarten, wie der Trader nun reagiert. Ebenfalls diese Grenze unterschritten hat ein Trader, über den ich hier bereits geschrieben habe und den ich aus gutem Grund nicht in das Team aufgenommen habe. Dieser dient nun als weiteres Negativbeispiel. Die Rede ist von securo12. Mir waren die vielen Positionen in eine Richtung schon immer nicht ganz geheuer und ich konnte keine Strategie und kein Risikomanagement erkennen. Mit dem Absturz des DAX ist nun auch dieser Trader ohne Gegenmaßnahmen senkrecht abgestürzt. Deswegen ist es wichtig darauf zu achten, wie viele Positionen mit welchem Gesamtrisiko für das Depot bei einem Trader offen sind. Wird wie bei securo12 nur in eine Richtung spekuliert, und das mit mehreren Positionen gleichzeitig, ist äußerste Vorsicht geboten.


Damit verabschiede ich mich nun für die nächsten zwei Wochen und bedanke mich an dieser Stelle sehr für das Vertrauen.


Beste Grüße

Ingbert Maier


 

Platz 3 und neues Allzeithoch

Gerade einmal fünf Wochen hat es gedauert, bis sich das simplytrader-Depot von einem der größten Drawdowns in der Historie erholt und wieder ein neues Allzeithoch markiert hat. Verantwortlich dafür waren überwiegend Gewinne auf der Shortseite.

 

Im Verlaufe des Drawdown machte sich offenbar bei etlichen Followern Verunsicherung breit, ob sich das Depot wieder erholen wird oder ob nun auch simplytrader in die Nähe der 25%- Grenze kommt, bei der Top Trader auf das niedrigste Karrierelevel zurück fallen und nicht mehr aufsteigen können. Auf Basis der im Backtest verwendeten Parameter kam der Drawdown tatsächlich nahe an den bisher höchsten Drawdown von 20% heran. Dass im ayondo-Profil nur 13,5% auswiesen werden liegt daran, dass die Ordergröße rechtzeitig stufenweise bis zum 3. Juli halbiert wurde, damit auch größere Intraday-Schwankungen nicht gefährlich werden. Dadurch fallen nun zwar auch die Gewinne nur noch halb so groß aus, allerdings kann jeder Follower entsprechend der eigenen Risikoeinstellung mit dem Kapitalfaktor die Gewinnchancen, aber damit auch das Risiko, wieder erhöhen.


Mit dem Comeback aus dem Drawdown fassten nun auch wieder mehr Follower Vertrauen in den simplytrade-Ansatz, da zu erkennen ist, dass die Backtestdaten in der Realität tatsächlich Bestand haben. Dies führte im Laufe der Woche dazu, dass simplytrader mittlerweile über 800 Follower hat und damit auf Platz 3 in der Liste der beliebtesten Follower vorgerückt ist. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle Follower.



Auch im Livedepot hat sich  der Aufwärtstrend bei simplytrader deutlich bemerkbar gemacht. Neben simplytrader ist noch die Nr. 1 der Top Trader-Liste hervorzuheben. Auch bei MrDachs lief es zuletzt hervorragend. Beide Trader sorgten für eine weitere Aufholjagd im Follower-Depot.

Allzeithoch fast wieder erreicht

Es war schon eine echte Belastungsprobe in den letzten Wochen, neuerdings wird so etwas auch Stresstest genannt. Diesen hat das System auf jeden Fall bestanden und sich vom Tiefpunkt der aktuellen Drawdownphase wieder bis ganz knapp an das Allzeithoch vom 11.06. vorgearbeitet. Mal sehen, ob der DAX nun erst mal wieder in eine Seitwärtsphase eintritt oder seine Dynamik beibehält.


Auch das Followerdepot hat sich weiter erholt. Hier waren die Zugpferde simplytrader und MrDachs, aber auch Kingking konnte wieder etwas Boden gut machen. Nur HPMStefanRisse tut sich noch schwer, von der 25%-Drawdown-Grenze weg zu kommen. Dies ist Patternicus inzwischen besser gelungen. Der Trader arbeitet konsequent und mit einer vorbildlichen Disziplin am Comeback. Damit könnte sich in seinem Depot wieder eine größere Aufwärtsdynamik entwickeln. Aus diesem Grund wird der Trader ab Montag in das Followerdepot aufgenommen. Allerdings muss dann auf Grund der Begrenzung auf maximal fünf Trader einer ausgewechselt werden, was wirklich eine schwere Entscheidung ist. Da HPMStefanRisse  vorerst noch weiter mit der k.o-Schwelle zu kämpfen hat, wird er den Platz für Patternicus frei machen. Ich gehe aber davon aus, dass auch Risse wieder eine Aufwärtstendenz entwickelt. Schade, dass nicht mehr als fünf Trader im Depot sein können.

Institutional

Heute klopfe ich mir einmal selbst auf die Schulter, denn mit dem heutigen Tag hat das simplytrader-Profil bei ayondo den höchsten Karrierestatus erreicht. Damit wurden innerhalb eines Jahres alle Karrierestufen ohne Unterbrechung  durchlaufen und die Kriterien an einen 5-Sterne(Fähnchen)-Top Trader bei ayondo erfüllt. Das ist ein Beleg dafür, dass die Strategie auch in der Praxis gut funktioniert, wenn man konsequent dran bleibt und die Vorgaben diszipliniert umsetzt.

erfolgreicher Juli

Ein unter dem Strich positiver Monat geht zu Ende, trotz des verpassten Trades vom Montag auf den Followerkonten. Nach den Griechenlandturbulenzen Ende Juni war nun der teilweise Ausfall der Systeme bei ayondo das negative Highlight des Monats. Mal sehen was der August für Überraschungen bereit hält. Insgesamt bleibt die Erkenntnis, dass das System tatsächlich in der Realität bestehen kann. Ein Handelssystem in der Theorie zu entwickeln ist das eine, die Umsetzung in der Praxis ist etwas anderes. Auch das wird ein Schwerpunktthema in meinem Buch sein. Auf Grund der zahlreichen E-Mails, die ich in der abgelaufenen Woche zu beantworten hatte, lag mein Buchprojekt komplett auf Eis. Den Erscheinungstermin habe ich aber bereits letzte Woche auf Oktober verlegt.

 

Dem Follower-Depot hätte der entgangene Gewinn vom Montag sehr gut getan. Im Vergleich zum Ende Juni hat sich das Depot leicht verbessert. Dabei haben außer Kingking alle Signalgeber zugelegt, allen voran MrDachs, der nun auch in der Rangliste bei ayondo als beliebtester Signalgeber an der Spitze steht und HPMStefanRisse auf Platz zwei verdrängt hat. Da hier der Trader securo12 schon im Blog kommentiert wurde und ich auch schon Anfragen per E-Mail bekam, warum ich diesen Trader nicht in das Depot aufnehme, hier eine kurze Anmerkung dazu:


securo12 hat sich inzwischen auf Platz 4 vorgearbeitet. Nach wie vor kommt dieser Trader aber für das Follower-Depot hier nicht in Frage, da in der Strategie "null" eingetragen wurde. Auch wenn die Performance sehr gut aussieht, bleibt doch ein großes Fragezeichen hinter diesem Trader bezüglich der Einstellung zum Risiko- und Moneymanagement, wenn er mit Null Strategie agiert. Am Freitag Abend sind zum Beispiel insgesamt 10 Positionen offen, mit denen ausnahmslos auf steigende Indizes gesetzt wird. Das Risiko pro einzelnem Trade beträgt bis zu 9,2%. Sollte es zu einem starken plötzlichen Kursverfall kommen, werden die gesetzten Stopps kaum ausreichen, einen erheblichen Depotverlust zu verhindern. Bisher hat es der Trader offenbar geschafft, mit entsprechenden Positionen auszugleichen, doch das punktuelle Risiko wie diesen Freitag ist mir zu groß.

 

 

technische Panne bei ayondo

Den heutigen Kommentar von Christian H., siehe unten, und zahlreiche Anfragen per E-Mail nehme ich zum Anlass, noch einmal einen Blogeintrag zur technischen Panne vom Montag und zum Thema Performance zu schreiben.

 

Die Performance meines Profils ist nun tatsächlich einige Prozente niedriger als die auf meinem Tradehub-Konto. In wie weit das andere Trader auch in einem solch erheblichen Ausmaß betrifft wie mich kann ich nicht beurteilen. Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass die öffentliche Performance der Real Money Trader nicht zu sehr von den Ergebnissen der Tradehub-Konten abweicht. Sicherlich wird sich das auf lange Sicht wieder relativieren. Für mich ist es jedoch besonders ärgerlich, da diese öffentliche Performance in Verbindung mit meinem Buch aufzeigen soll, was das System simpyltrade in der Realität tatsächlich bringt. Deshalb habe ich die Geschäftsleitung bei ayondo gebeten zu prüfen, ob die Performance in meinem Profil nachträglich korrigiert werden kann,  auch wenn das nur eine optische Maßnahme ist, die keinem der Follower und auch mir keinen Gewinn nachträglich einbringt. Die Antwort steht zur Stunde noch aus.

 

Die  Performance des Systems ist in meinem Profil nun erheblich schlechter, weil der vielleicht beste Trade des Jahres zwar umgesetzt wurde, aber unverschuldet nicht öffentlich zu sehen ist. Dies kam in den zwei Jahren, seit ich Trader bei ayondo bin, noch nicht vor. Es ist schon sehr ärgerlich, dass so eine technische Panne, die seitens ayondo sehr bedauert wird, ausgerechnet bei einem Trade stattfindet, der mein Profil fast wieder auf ein neues Allzeithoch gebracht hätte.

 

Dass der Trade in meinem Echtgeld-Tradehub-Konto umgesetzt wurde, ist für mich nur ein schwacher Trost. Ich folge meinem Profil mit wesentlich höherem Kapital als auf meinem Tradehub-Konto und der sechsfachen Ordergröße auf einem eigenen Followerkonto. Somit ist mir selbst ein erheblicher Gewinn entgangen.

 

Seitens ayondo wurde mir versichert, dass alles daran gesetzt wird, die Panne aufzuklären. Das bringt allerdings weder meinen Followern noch mir den entgangenen Gewinn auf das Konto. Technische Probleme können auch zukünftig nie ganz ausgeschlossen werden, diese sollten sich jedoch auf sehr seltene Ausnahmen beschränken, sowohl was das eigene Trading betrifft, als auch in Bezug auf die Zuverlässigkeit der Plattform. Daran wird auch ayondo gemessen.



technische Probleme

Leider wurde der Trade heute nicht auf das simplytrader-Profil übertragen und somit auch nicht auf den Followerkonten ausgeführt. Nach Rückfrage bei ayondo wurde mir seitens Kundenservice und der Geschäftsleitung bestätigt, dass es technische Probleme gab und eine nachträgliche Abwicklung der Trades leider nicht möglich ist.


Technische Probleme können nie ausgeschlossen werden. Das kann in der eigenen Umgebung passieren, aber wie heute gesehen auch beim Broker. Eigentlich hätte man sich heute über den Absturz des DAX freuen sollen, da das System auf short gestellt hatte und der Trade auf meinem Tradehub-Konto auch ausgeführt wurde. Somit kann man den Tag nur enttäuscht abhaken.



auf und ab

Viel Bewegung gab es im Depot mit wechselnden Vorzeichen. Am Ende der Woche bleibt ein kleines Plus übrig. Zwischenzeitlich sah es aber gar nicht so gut aus, denn am Donnerstag mussten gleich zwei Minustrades verkraftet werden und am Freitag stand die Position zunächst auch deutlich auf der Verliererseite. Doch der Stopp hat gehalten und am Ende konnte der Verlust vom Donnerstag fast wieder ausgeglichen werden. Die Volatitlität hat sich wieder auf ein gesundes Maß eingependelt, so dass die Trades im System wieder sehr exakt laufen. Das zeigt sich auch an der Slippage, die aktuell nur noch bei durchschnittlich 2,2 Punkten liegt. Außer beim manuellen Einstieg ist die Slippage inzwischen sogar kleiner als 1 Punkt. Damit haben  die Werte des Backtests in der Praxis sehr gut bestanden.


Das Followerdepot hat sich im Wochenverlauf ebenfalls nur leicht erholt. Hauptsächlich verantwortlich hierfür ist MrDachs, der seinen Aufwärtstrend nach dem Drawdown weiter fortsetzt.


Die Veröffentlichung des Buches wird sich, so wie es jetzt aussieht, nun doch in den Herbst verzögern. Das Manuskript wird derzeit zum wiederholten Male überarbeitet, da sich durch das Lektorat noch einiges an Korrekturbedarf ergab. Zudem wurden nach dem ersten echten Ernstfall, dem Depotrücksetzer wegen der Griechenlandkrise, noch einmal alle Parameter einem Stresstest unterzogen, den das System aber erfreulicherweise ohne Probleme bestanden hat. Ich muss also alle Interessenten des Buches ein weiteres Mal um Geduld bitten, aber ich denke, die Wartezeit wird sich lohnen, denn es kommen nun noch einige Extrakapitel zum Thema Social Trading dazu.

Ruhe nach dem Sturm

Die Situation an den Börsen hat sich deutlich beruhigt. Die Schwankungsbreite ist wieder berechenbarer geworden, insbesondere die GAP's zu Börsenbeginn fallen wieder deutlich kleiner aus. Damit kann simplytrade wesentlich besser umgehen, so dass sich das Depot in der letzten Woche kräftig erholt hat und die Hälfte des aktuellen Drawdowns wieder wett gemacht hat.


Offenbar hatte aber nicht nur simplytrade mit den Extremen der letzten Wochen zu kämpfen, auch viele andere Top Trader mussten einige Prozente in der Performance abgeben. In der vergangenen Woche konnten aber wieder alle stabile bis gute Ergebnisse abliefern, allen voran MrDachs und simplytrader.


In der Liste der beliebtesten Trader bei ayondo haben sich inzwischen zwei Teilnehmer nach vorne geschoben, die in der TopTrader-Bewertung hier noch nicht auf den vorderen Plätzen zu finden sind. TrustFundTK und securo12 stehen derzeit aber auf der Beobachtungsliste, weil sie sich durch eine monatelang gute Performance nach oben gearbeitet haben. Leider machen beide Trader keine Angaben im Traderprofil. securo12 gibt in der Strategiebeschreibung sogar "null" an. Ob das soviel heißen soll, dass planlos gehandelt wird kann man aber nicht unterstellen, denn immerhin hat es der Trader bereits in das höchste Karrierelevel geschafft. Dennoch ist so nicht ganz klar, wie die Risikobegrenzung aussieht. Ob ein Trader ein strategisches Moneymanagement hat lässt sich oft erst dann erkennen, wenn ein größerer Drawdown durchlaufen wurde und wie der Trader in dieser Situation agiert (hat).

Reich über Nacht

Bei den außerbörslichen Kurssprüngen hätte man in letzter Zeit tatsächlich öfters über Nacht, also buchstäblich im Schlaf, ein Vermögen verdienen können. Und so manchem Trader mit einer passenden Trendfolgestrategie hat das sicher einen schönen Profit beschert. Allerdings gibt es auch welche, die auf einen fallenden DAX spekuliert haben und ausgestoppt wurden. Wer aber über Nacht keinen Stopp hat, ist selber Schuld.

 

Apropos Stopp: Zweimal wurde in den letzten Wochen simplytrade tagsüber unglücklich ausgestoppt und hat damit einen möglichen satten Tagesgewinn verpasst. Doch jetzt einfach die Parameter zu ändern, ohne das hinreichend einem ausführlichen Backtest unterzogen zu haben, wäre Zockerei. Tatsächlich wäre eine Möglichkeit, die Volatilität in den Ansatz einzubeziehen und dadurch das System zu erweitern. Möglichkeiten der Optimierung gibt es viele. simplytrade hat jedoch in 17 Jahren Backtest insgesamt ein hervorragendes Ergebnis gebracht und dies in den letzten 10 Monaten live unter Beweis gestellt. Deshalb wird jetzt nicht an den Stellschrauben gedreht, nur weil die derzeit griechisch-politisch beeinflusste Börse gerade Hü und Hott spielt. Der Versuch, aktuell ein paar Prozent mehr heraus zu holen, könnte übermorgen schon zum Desaster führen.


Im Konjunktiv hat noch kein System an der Börse funktioniert. Bleiben wir lieber bei den Fakten.

 

Das Follower-Depot hat sich nach dem Absacker Mitte der Woche wieder stabilisiert. And the winner is: Stefan Riße, dessen Platz im Depot ich vor kurzem noch in Frage gestellt habe. Das zeigt wieder einmal, dass Geduld doch keine so schlechte Tugend ist. Damit hat sich der Trader nun etwas von dem drohenden 25%-Drawdown abgesetzt, der für einen Trader mit vielen Followern auch finanziell wegen des Verlusts des Karrierlevels erhebliche Nachteile hätte. Ein weiterer Trader, der in so einer kritischen Situation gerade beweist, was solides Moneymanagement bedeutet, ist Patternicus. Wenn einer der Top Trader bei ayondo die Kurve kurz vor dem 25%-Knockout noch einmal bekommt zeigt er, dass er etwas von Risiko- und Moneymanagement versteht.

wichtige Info für Follower zum Trade am 9.7.

Der heutige Trade wurde wie immer um 17:35 geschlossen. Offenbar wurde die Transaktion aber nicht auf die Followerkonten durchgeroutet. Da bei ayondo telefonisch niemand mehr zu erreichen war, habe ich das Problem nun zumindest per E-Mail gemeldet. Follower sollten die Position, die heute schön im Plus lag, am besten gleich manuell schließen. Sobald eine Rückmeldung von ayondo vorliegt gebe ich diese hier weiter.

Worst Case

Der schlechteste anzunehmende Fall wäre, wenn es zu einer extremen Tagesschwankung kommt, die simplytrader unter die 25%-Drawdowngrenze bei ayondo drücken würde. Damit dies nicht passiert, wurde die Ordergröße nun halbiert. Das hat nichts mit dem System zu tun. Vielleicht wäre es sinnvoller gewesen, dies von Anfang so zu handeln. Letztendlich geht es nun um die Darstellung der Performance. Dass diese nun flacher verläuft, wird in Kauf genommen. Wer dem System weiter 1:1 folgen will, sollte deshalb den Kapitalfaktor auf 2 einstellen.


Dass in der Zukunft Szenarien vorkommen können, die es bisher noch nicht gab, darauf wird immer wieder hingewiesen. Im Juni 2015 ist so ein Ereignis tatsächlich eingetreten. Es war der schlechteste Monat aller Zeiten seit 1998. Dass dies nicht gleichbedeutend  ist mit dem größten Drawdown aller Zeiten, ist ein Beweis dafür, dass das Kapitalmanagement funktioniert. 


Zum Followerdepot: Auch hier hat sich die Drawdownphase von simplytrade bemerkbar gemacht. Im Vergleich zur Vorwoche steht ein weiteres Minus in den Büchern. Am stabilsten zeigt sich weiterhin MrDachs. Aktuell überarbeite ich gerade das Kapitel Traderauswahl für mein Buch. Gerade hier gilt, vergangene Daten sind keine Gewähr für die Zukunft. Es gibt verschiedene Ansätze, einen Trader zu bewerten, aber eine sichere Vorhersage ist nicht möglich. Auch die Zahlen allein können sich schnell ändern. Ein wichtiges ergänzendes Kriterium sind  Angaben im Traderprofil. Klar sind Buchstaben geduldig, aber wenn sich jemand die Mühe macht, hier etwas über sich und seinen Handelsansatz zu schreiben, ist das durchaus positiv zu bewerten.



Änderung der Ordergröße im Depot - Teil 2

Es ist nicht auszuschließen, dass die Turbulenzen an der Börse wegen Griechenland in der kommenden Woche erneut zu sehr hohen Tagesschwankungen führen. Dies kann zu einer erheblichen Ausweitung des Drawdowns im Depot vor allem auf intraday-Basis führen. Da aber die Drawdowngrenze von 25% auf keinen Fall unterschritten werden soll, um den Karrierestatus nicht zu verlieren, wird der Kapitaleinsatz im simplytrader-Depot bei ayondo noch mal auf nun insgesamt die Hälfte des ursprünglichen Einsatzes reduziert. Dies bedeutet, wer das System zukünftig gemäß den Werten des Backtests umgesetzt haben möchte, sollte den Kapitalfaktor im Followerdepot auf zwei stellen. Die Hinweise des vorigen Blogeintags sind zu beachten.

Änderung der Ordergröße im Depot

Nachdem es im Depot in den letzten Tagen kräftig abwärts ging, hier eine aktuelle Zwischeninformation:


Der aktuelle Drawdown hat mittlerweile eine Größenordnung erreicht, die gemäß den Regularien des Systems erfordert, Kapitalmaßnahmen durchzuführen, damit der maximal erlaubte Drawdown bei ayondo nicht unterschritten wird. Dies bedeutet, dass die Basisordergröße um 33% auf einen Marginanteil von 0,5% reduziert wird. Diese Maßnahme bedeutet keine Änderung des Systems, sondern ist ausschließlich der Erfüllung der Karrierstufen bei ayondo geschuldet.


Um diese Reduzierung im Followerdepot auszugleichen, müsste der ayondo-Kapitalfaktor im Followerdepot auf 1,5 erhöht werden. Allerdings muss an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass vergangene Ergebnisse keine Gewähr für die Zukunft sind. Insbesondere in der aktuellen Börsenverfassung kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Drawdown nun über die bisherige im Backtest ermittelte maximale Größenordnung hinaus geht. Eine Erhöhung des Kapitalfaktors sollte deshalb sorgfältig abgewägt werden.



viel Lärm um nichts

Das simplytrader-Depot schloss fast exakt auf dem Wert vom Freitag letzter Woche. Dabei war die Woche alles andere als langweilig. Am Montag gab es einen satten Tagesgewinn, als der DAX deutlich im Plus schloss. Allerdings war der Kurs bereits vorbörslich soweit vorne, dass für das Depot nur noch ein kleiner Teil der Performance übrig blieb. Einem kleinen Verlust am Dienstag folgte ein nur geringfügig größerer Gewinn am Mittwoch, bevor am Donnerstag ein seltenes Phänomen eintrat. Erst wurde eine Long-Position eröffnet und ausgestoppt, am Nachmittag ereilte dann die um 15:38 eröffnete Shortposition nach eineinhalb Stunden das gleiche Schicksal. Glücklicherweise kommt dieses Szenario so gut wie nie vor und lässt sich deshalb leicht verdauen. Dennoch hat die Zahl der Follower infolgedessen sofort um 100 abgenommen, was zeigt, dass viele doch nur nach der Performance schauen und ihr Fähnchen, sprich ihr Geld, immer nur nach dem Wind richten.

 

Die Schwankungen von simplytrader spiegeln sich genau so im Follower-Depot wider. Auch hier wurde die Woche fast exakt auf dem Niveau der Vorwoche beendet. Nachdem sich zwei Spieler im Team sehr schwer tun, Risse und Kingking, kann es sein, dass diese in den nächsten Tagen ausgewechselt werden gegen Trader, die es schaffen, die Sharpe Ratio über 2 Punkten zu halten. Kingking ist inzwischen unter 1 Punkt gefallen, Risse liegt noch knapp darüber, was bedeutet, dass das eingegangene Risiko nicht mehr in einem akzeptablen Verhältnis zum Ertrag steht. Sobald ein Wechsel im Team erfolgt, wird hier im Blog darüber berichtet.