Volatilität

Abwarten und Teetrinken könnte man dieses seit Monaten dauernde Szenario bei simplytrade nennen. Und tatsächlich ist es so, dass wir offenbar einfach Geduld haben müssen, bis wieder mehr Schwung in die Börsen kommt. Ein Abgleich der Volatilität des DAX in den letzten knapp 20 Jahren zeigt die Korrelation zwischen Volatilität und Performance des Systems relativ deutlich:

 

Wie aus nachstehender Tabelle zu sehen ist, lag die Volatilität des DAX (Index VDAX-new, WKN A0DMX9) beispielsweise in den Jahren 2004 bis 2007 bei einem Jahresdurchschnitt zwischen 15 und 20 Punkten, die durchschnittliche Performance des Systems simplytrade im gleichen Zeitraum zwischen -3% und 32%. Die 32% wurden dann im Laufe des Jahres 2007 erreicht, als die Börse wieder deutlich schwankungsfreudiger wurde. In den Jahren 2008 und 2009 wurde dann mit einer durchschnittlichen Volatilität von jeweils 33 Punkten wieder eine satte Performance von 74% und 52% erreicht, bevor im Jahr 2010 die Volatilität wieder auf 22 Punkte und die Performance auf 11% sank.

 

Jahr       Vola    Perf.%   

 

1999 27 19,7
2000 25 60,9
2001 27 55,5
2002 38 68,6
2003 35 26,8
2004 20 1,3
2005 15 -3,1
2006 17 17,0
2007 20 32,1
2008 33 74,2
2009 33 50,9
2010 22 11,2
2011 28 43,9
2012 22 30,5
2013 17 23,5
2014 18 26,5
2015 24 65,8
2016 23 -9,7

 

Der Zusammenhang zwischen Volatilität und Performance von simplytrade ist also durchaus gegeben.

 

Aktuell: Im Jahr 2016 war es so, dass die Schwankungsbreite ab August wieder auf einen Durchschnittswert von 19 Punkten zurück ging und ab da das System in seine bis heute anhaltende Lethargie verfiel. Der aktuelle Wert des VDAX-New liegt bei 16,6 Punkten (18.08.2017).

 

Was folgern wir daraus? Abwarten und Teetrinken ist vielleicht wirklich gar nicht so falsch, denn sobald die Börse wieder in unruhiges Fahrwasser gerät, und das wird früher oder später der Fall sein, sollten auch bei simplytrade wieder entsprechende Gewinne verbucht werden können. Das ist natürlich keine Gewinnzusage, sondern wie immer bei der Börsenanalyse ein Blick auf die Wahrscheinlichkeit aus Daten der Vergangenheit. 

 

Deshalb wird das System weiter konsequent täglich gehandelt. Klar wird das Depot täglich dabei mit Transaktionskosten, also Spread, Finanzierungskosten und Slippage belastet. Dieser Wert liegt nach wie vor bei durchschnittlich rund 2,5 DAX-Punkten pro Trade. Aber wenn abgewartet wird, bis die Vola wieder einen höheren Wert erreicht, hat man auf dem Weg dahin bereits einige Gewinne verpasst. Also heißt es einfach dran bleiben.