simplytrend

Im November hatte ich im Blog von einem neuen Projekt geschrieben. Nun ist schon wieder ein halbes Jahr vorbei und so langsam aber sicher kristallisiert sich eine passende Strategie für dieses Trendfolgedepot heraus. Zunächst waren es viele kurzfristige Trades auf Aktien, von denen aber immer wieder ein Flop mit einem Absturz über Nacht die mühsam aufgebaute Performance zunichte machte. Die kurzfristigen Ausbrüche waren oft im Plus, aber alles war meist nicht nachhaltig genug. Deshalb wurde nun zuletzt der Focus mehr auf Aktien gelegt, bei denen das Abwärtspotenzial klar begrenzt werden kann, das Chance-Risiko-Verhältnis größer ist und die Aktien mehr Stabilität aufzuweisen scheinen. Wobei sicher kann man sich ja nie sein...

 

Der Schwerpunkt des Depots wird aber zukünftig auf einer von mir entwickelten DAX-Strategie liegen. Diesen Handelsansatz begann ich bereits vor 15 Jahren zu erarbeiten und habe ihn seither bis heute mit Unterbrechungen über all die Jahre im Einsatz. Dabei habe ich allerdings die Parameter immer wieder geändert. Mal waren es sehr viele Regeln, mal nur wenige, mit der Erkenntnis, dass je nach Zeitbudget oft weniger mehr ist. Insgesamt hat mir dieser Ansatz unter dem Strich doch über all die Jahre eine relativ konstante positive Performance beschert, wobei es auch hier, wie bei simplytrade und allen anderen Ansätzen auch, längere Durststrecken gab.

 

Diese Strategie kommt nun im Profil simplytrend in einer für das Social Trading bei ayondo angepassten Variante zum Einsatz. Angepasst werden musste die Strategie insbesondere hinsichtlich der Drawdownbegrenzung von 25%. Hier führt dann auch kein Weg an einem restriktiven Kapitalmanagement vorbei. Begonnen wurde zunächst mit einer sehr kleinen Ordergröße, die nach und nach an die berechnete optimale Ordergröße angepasst wird.

 

Das System, das ich nun passender Weise auf den Namen simplytrend getauft habe, ist wie fast alle meine Handelsansätze komplett regelbasiert und es gibt klar definierte Vorgaben zum Ein- und Ausstieg. Die Berechnung erfolgt mit einem Tabellenkalkulationsprogramm und ein paar nicht zu komplizierten Formeln, ganz getreu meiner Devise 'keep it simple'. Den kompletten Ansatz will ich hier aber nicht offenlegen, da ich mir über die Art und Weise, wie ich dies veröffentlichen könnte (und ob ich das überhaupt machen soll), überhaupt noch nicht schlüssig bin. Letztendlich ist es auch ein nicht zu unterschätzender erheblicher Zeitaufwand, etwas in allen Details zu publizieren, wie ich mit meinem Buch zu simplytrade feststellen musste. Um hier jedoch einen Anhaltspunkt zu geben, wie dieser Ansatz funktioniert, sei an dieser Stelle so viel verraten:

 

Aus dem Eröffnungs-, Höchst-, Tiefst- und Schlusskurs einer Zeiteinheit wird eine Kennzahl errechnet, die mit einer weiteren Kennzahl, die sich aus einem kurzfristigen gleitenden Durchschnitt ergibt, kombiniert wird. Diese Kennzahl ergibt jeweils ein einfaches Handelssignal, das wiederum mit dem vorigen kombiniert werden kann, aber nicht muss. Dieser Trendfolge-Ansatz wird von mir schon immer auf Tagesschlusskursbasis (end-of-day) berechnet und angewandt, kann theoretisch aber auf allen Zeitebenen und mit anderen Basiswerten verwendet werden. Auf Grund der unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten des Systems (kurz-, lang-, mittelfristig) kann es sein, dass teilweise mehrere Trades mit unterschiedlichem Zeithorizont gleichzeitig laufen. Dabei kann es auch vorkommen, dass Short- und Long-Positionen gleichzeitig offen sind. Dem Anwender des Systems stehen eine Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten offen.

 

Bei ayondo kommt die simplytrend-Strategie seit Anfang März im gleichnamigen Profil zum Einsatz. Wer Interesse hat, kann das Profil simplytrend hier verfolgen.