Hat sich die Börse verändert?

Der Freitag war wieder so ein Tag, der einen daran erinnert, welches Börsen-Szenario simplytrade braucht. Allerdings nicht nur ein paar Tage, sondern ein paar Wochen. Wer die Börsen, insbesondere den DAX in den letzten Jahrzehnten betrachtet stellt fest, dass dieses Szenario gar nicht so selten war, meist sogar vorherrschte. Nur gibt es immer wieder Phasen wie seit August 2016, an denen es einfach nicht passt. Die Frage ist dann, bleibt es nun für immer so oder kehren die für simplytrade guten Zeiten wieder zurück?

 

Schwierige Zeiten sind an der Börse grundsätzlich ein guter Boden für Tradinggewinne. Oder auch lange ausgeprägte Aufwärtstrends. Und so einen gibt es tatsächlich zur Zeit, nur eben nicht in Deutschland. Während die US-Indizes von einem Rekord zum anderen jagen und der Dow ganz locker die 20.000er Marke überwunden hat, prallt der Dax an der 12.000 ab, als wäre es eine meterhohe Mauer. Irgendwas läuft also falsch im Börsenland Deutschland. Oder in den USA? Brauchen wir hier auch einen Trump? In den USA gehen dem Populisten offenbar mehr Leute auf den Leim als wir uns in Europa vorstellen können. Deutschland wurde also zumindest was den Börsenverlauf angeht abgehängt, wie am Vergleich mit den US-Indizes zu sehen ist. Es muss also auch in Deutschland wieder mal etwas passieren. Doch ein Trump muss es nun wirklich nicht sein.

 

Aber wer weiß, ob dieser politische Anfang vom Ende überhaupt noch aufzuhalten ist. Vielleicht kommt die nächste Welt-Katastrophe dieses mal deshalb, weil es zu vielen Menschen in der zivilisierten Welt zu gut geht und diejenigen, die  weniger haben - aber immer noch tausendfach mehr als ein Großteil der Weltbevölkerung -, meinen, dass alles sooooo schlecht ist und nur deshalb unzufrieden sind, weil andere mehr haben. Neid ist das größte Problem. Doch die Welt ist viel zu kompliziert, als dass wir normale Bürger überhaupt überreißen können, was wie zusammen hängt. Und genau deshalb fallen so viele auf die einfache Sprache der Populisten, die es aber, und das ist das Gefährliche daran, ebenfalls nicht überreißen, herein. Das hatten wir alles schon mal..... Bitte nie wieder.

 

Doch was hat das nun mit simplytrade zu tun? Irgendwie waren die Zeiten, als es klare Feinde und handfeste wirtschaftliche Probleme wie zum Beispiel die Finanzkrise 2008 gab, für das Trading einfacher einzuschätzen. Selbst der Terrorismus ist leichter einzuschätzen als die gefährliche Saat, die die Populisten ausstreuen. So gesehen hat sich die Gemengelage an der Börse verändert. Die USA haben die rosarote Brille auf, zwar nicht alle, auch in den USA gibt es viele, die das Unheil versuchen abzuwenden. Aber gewählt ist gewählt. Wir Europäer sind kritischer, unsicherer, noch, aber auch nicht alle.

 

Unsicherheit ist für simplytrade das schlechteste aller Szenarien. Irgendwie fehlt mal wieder ein bereinigendes Gewitter. Doch es ist nicht ausgeschlossen, dass eines der nächsten Gewitter, sofern es politisch bzw. populistisch motiviert ist, unsere Welt aus den Angeln hebt. Das passiert sicher nicht von heute auf morgen und so manche Wahlperiode in den verschiedensten Ländern wird noch notwendig sein. Vor dem großen Gewitter kann es auch ein paar kleinere, normale Gewitter geben, die dann auch den Börsen wieder den notwendigen Schwung in eine Richtung zu geben.