breitere Spitzengruppe

Die Spitzengruppe bei ayondo, nach Anzahl der Follower sortiert, ist breiter geworden. Das ist einerseits erfreulich, da es mehr Auswahl für Follower gibt. Den größten Zulauf haben dabei immer die Trader, die eine konstante Aufwärtsgerade vorweisen können. Nach wie vor ist es aber so, dass die meisten dieser Trader einen Ansatz verfolgen, der daraus besteht, möglichst viele Gewinntrades zu erzielen. Dabei werden meist kleinere Gewinne mitgenommen, nur selten größere. Verlustpositionen bleiben so lange offen, bis sie nach dem Prinzip Hoffnung wieder in den Gewinn laufen. Hin und wieder müssen aber doch recht große Verluste realisiert werden. Um diese wieder auszugleichen, sind dann wieder teils hunderte der kleinen Gewinne notwendig. In den letzten Tagen wurde wieder einmal bestätigt, dass es bei keinem Trader immer nur gerade nach oben geht. Dies mussten die Follower der beiden Spitzenreiter Edlemetalle und OMPTrading nun leidlich erfahren. Und wer diesen Tradern auch noch gehebelt gefolgt ist, hat sicher schmerzliche Verluste eingefahren. So wie bei jedem Fonds, bei jedem Index, bei jeder Aktie und anderen spekulativen Anlagemöglichkeit gibt es halt früher oder später einen Drawdown. Das entscheidende ist dann, ob es mit der praktizierten Strategie möglich ist, aus diesem Drawdown wieder heraus zu kommen. Wer aber mit seiner Strategie nur darauf setzt, in Verlustphasen immer wieder nachzukaufen, wird irgendwann an die finanziellen Grenzen kommen.

 

Von den Top Ten bei ayondo, sortiert nach dem Filter POP, gibt es aktuell 6 Trader, die die oben genannte riskantere Strategie fahren, was aber nicht zwangsläufig am Risk Score abgelesen werden kann. Der Risk Score ist eine gute Orientierung, aber um herauszufinden, wie ein Trader agiert, muss in jedem Fall auch die Trade-Historie und vor allem auch die Liste der offenen Positionen angezeigt werden. Die offenen Positionen sieht man aber nur, wenn man eingeloggt ist. Wer in einem kurzfristigen Zeitraum von ein paar Monaten schnell eine höhere Performance mitnehmen will, kann solchen Tradern folgen. Es muss aber immer auch das höhere, teils sehr hohe Risiko beachtet werden. Wer es dann schafft, rechtzeitig wieder auszusteigen, kann bei diesen Strategien immer wieder ein Schnäppchen machen. Die Kunst liegt halt einfach darin, rechtzeitig ein- und vor allem wieder auszusteigen. Wer von den spekulativen Tradern für eine längerfristige Anlage geeignet ist, kann aber erst nach zwei bis drei Jahren erkannt werden.

 

Die Trader, die eine eher klassische Strategie mit funktionierendem Risikomanagement umsetzen sind MrDachs, simplytrader, halo84 und Patternicus. Diesen Tradern wird, auch nach den Kommentaren in Foren anderer Websites zugetraut, dass sie sich langfristig in den Top Ten halten können. Eine Prognose über die zu erwartende Performance kann selbstverständlich aber nicht abgegeben werden und eine Garantie, dass nicht irgendwann doch etwas passiert, das dazu führt, dass ein Trader die 25%-Drawdowngrenze reißt, auch nicht. Aber ein Follower, der eher an Social Investing denkt und sein Geld noch in ein paar Jahren erhalten sehen will, sollte sich genauer anschauen, wie ein Trader über einen längeren Zeitraum agiert hat, also nicht nur ein paar Monate. Natürlich dürfen nicht jährlich 50 oder 100 % erwartet werden. Längere Durststrecken müssen bei einer spekulativen Geldanlage immer einkalkuliert werden. Ein solider Trader wird aber solche Drawdownphasen überstehen und idealerweise auch wieder Gewinne einfahren. Bestes Beispiel hierfür ist Patternicus, der mittlerweile vier Jahre auf der Plattform handelt. Aber wie gesagt, eine Garantie gibt es nie.