nichts Neues

Nach wie vor tut sich simplytrade schwer mit dem Hin und Her des Dax in einer engen Bandbreite. Immer wieder wird das System knapp eingestoppt oder der Kurs dreht im Laufe des Tages. Klare tagsüber durchlaufende Trends sind derzeit echte Mangelware. Somit geht es immer wieder mit den Gewinnpunkten abwärts, sobald einmal ein paar Punkte Plus erzielt wurden. Einen Hoffnungsschimmer gab es am letzten Freitag, als sich der Dax endlich aus dem wochenlangen Fahrwasser nach unten absetzen konnte. So ein schöner Abwärtstrend ohne große außerbörsliche Hysterie wäre jetzt genau das Richtige.

 

Und immer wieder stellt sich die Frage, ob es nicht doch sinnvoll wäre, die eine oder andere Optimierung einzuführen. Ansätze gäbe es durchaus, so könnte man die Volatilität einbeziehen, ein Take Profit-Level einführen oder gar chartanalytische Elemente integrieren. Ideen gäbe es sehr viele. Phasenweise hätten sich damit in den letzten Monaten zum Teil schöne Gewinne statt Verlusten realisieren lassen. Letztendlich ist das aber auch eine Sache des Aufwands und die Frage ist auch, wann muss dann jeweils der Schalter umgelegt werden und welcher Aufwand ist in der Praxis notwendig. In einem Vorvorläufermodell von simplytrade wurde zum Beispiel die Schwankungsbreite durchaus erfolgreich integriert, allerdings war die Sache dadurch auch wesentlich aufwändiger zu verwalten und dadurch anfälliger für Fehler in der Umsetzung.

 

Oder gibt es die eine Optimierung, die durchgängig zu allen Zeiten funktioniert? Außer mir gibt es inzwischen einige Trader, die auf Basis von simplytrade den einen oder anderen interessanten Ansatz austüfteln. Vielleicht kommen wir irgendwann auf eine Möglichkeit, die sich in das System problemlos integrieren lässt. Das muss aber dann entsprechend der Grundidee selbstverständlich auch simply umzusetzen sein. Und ein aussagefähiger positiv ausgefallener Backtest muss für einen Einsatz sprechen.

 

Dass das System nicht für alle Zeiten in Stein gemeißelt ist, muss genauso klar sein wie die Tatsache, dass sich die Börsenwelt immer wieder verändert. Andererseits sind grundsätzliche Verhaltensweisen der Teilnehmer an den Aktienmärkten nach wie vor die gleichen, so dass das System simplytrade auch noch viele Jahre weiter funktionieren kann. Und das ist auch gut so. Wäre die Börse tatsächlich exakt berechenbar, wäre es keine Börse mehr. Nur deshalb, weil es eben so viele Interpretationsmöglichkeiten der täglichen Lage an den Finanzmärkten gibt, ist es überhaupt möglich, davon zu profitieren. Würden alle das gleiche tun, könnte ja niemand gewinnen. Denn die eigenen Gewinne sind nun einmal die Verluste des anderen, oder eben umgekehrt. Nur diejenigen, die die Wahrscheinlichkeiten auf ihre Seite bringen und mit einem funktionierenden Risiko- und Kapitalmanagement agieren, haben eine Chance, langfristig im Spiel zu bleiben.