Die Top Trader: Spekulationsobjekt oder Investment?

Viele Follower wissen nicht so recht, wem sie ihr Geld bei ayondo anvertrauen sollen. Es gibt einige alte Hasen, einige erfolgreiche Newcomer und immer wieder welche, die kurzfristig das Performance-Ranking anführen. Seitens ayondo wird viel Aufwand betrieben, um Anlegern aufzuzeigen, welche Möglichkeiten es gibt, die für einen selbst passenden Top Trader zu finden. Am Montag findet um 18 Uhr wieder ein solches Webinar statt, das ich allen interessierten sehr empfehlen kann. Das ist jetzt keine mit ayondo abgesprochene Werbung, sondern meine persönliche Überzeug. Zum Webinar bitte hier klicken.

 

Immer wieder bekomme ich Zuschriften mit der Frage, warum im Depot nicht der eine oder andere Top Trader enthalten ist. Das ist letztendlich natürlich ein Frage der persönlichen Einstellung. Ich habe in den letzten Jahren beim Social Trading immer wieder einmal versucht, mit spekulativ ausgerichteten Tradern schneller mehr Geld zu verdienen und bin ausnahmslos jedes Mal auf die Nase gefallen. Deshalb habe ich mir vorgenommen, nur noch auf Trader zu setzen, bei denen ein Konzept erkennbar ist, das auf Jahre gesehen Bestand haben könnte. Natürlich muss man hier im Konjunktiv sprechen, denn es gibt auch einige, die ein interessantes Konzept präsentiert haben und trotzdem irgendwann in der Versenkung verschwunden sind.

 

Dennoch ist es sicher reizvoll, hin und wieder auch einen Trader ins Depot aufzunehmen, der zwar keine Informationen über seine Strategie Preis gibt, aber doch über Monate hinweg eine ordentliche Performance abliefert. Was mich aber dann doch immer wieder davon abhält ist, dass zwar die Vorgehensweise aus der Transaktionshistorie klar ersichtlich ist, zum Beispiel, dass Positionen einfach so lange gehalten werden, bis ein kleiner Gewinn mitgenommen werden kann, aber nicht zu erkennen ist, wo denn das Risiko insgesamt begrenzt wird, wenn es mal nicht läuft. Deshalb achte ich bei der Auswahl der Trader, denen ich folge, auf die offenen Positionen und rechne aus, welches Chance-Risiko-Verhältnis bei den einzelnen Trades und dann in der Summe der offenen Trades besteht. Wenn also zum Beispiel ein Risiko von 5% oder mehr in Kauf genommen wird, ein Gewinn aber immer bei Nullkomma-Irgendwas mitgenommen wird, dann ist die Statistik der erfolgreichen Trades zwar beeindruckend, aber es sind halt doch sehr viele solcher Minigewinne notwendig, um eine einzige Position, die deutlich ins Minus läuft, wieder auszugleichen. Das ist harte Arbeit und die Gefahr, dass das Risiko irgendwann ausgeweitet wird, ist nicht auszuschließen. Das will ich nun keinem der aktuellen Trader, die so handeln, unterstellen, aber viele sind in der Vergangenheit mit einer Ausweitung des Risikos, als es nicht mehr lief, in den Abgrund gestürzt. Deshalb warte ich lieber ab, bis ein Trader seinen ersten ausgeprägten Drawdown durchläuft.

 

Bis jetzt gibt es keinen Trader, der nicht irgendwann doch in einen Drawdown gefallen ist. Das muss man dann als Follower halt rechtzeitig erkennen. Mein Problem in der Vergangenheit war, wenn ich aufstrebenden Tradern gefolgt bin, dass ich gemäß dem Motto "Gier frisst Hirn" einfach unfähig war, irgendwann (rechtzeitig) auszusteigen. Das ist nichts anderes als bei der Spekulation auf eine Aktie. Man sollte den Trend reiten, wenn man ihn erwischt, so lange es geht, aber man muss halt auch irgendwann einmal zufrieden sein. Da ich Social Trading aber nicht als Spekulation, sondern als Investment sehe, bleiben nun ein paar Trader für mich außen vor. Eine echte Hilfestellung hierzu bietet mir seit dem Relaunch der ayondo-Website nun auf einen Blick auch der Trader Risk Score.

 

Letztendlich bleibt es jedem selbst überlassen, ob man eher spekulativ ausgerichteten Tradern folgt. Man muss sich nur bewusst sein, dass höhere und schnellere Gewinne immer nur mit einem höheren Risiko erreicht werden können. Das ist dann eben der Grund, warum manche Trader nicht in den auf dieser Seite vorgestellten Musterdepots zu finden sind. Das soll aber keine Werbung für oder gegen einen Trader sein, immerhin habe ich auch spekulativere Trader auf meiner Watchlist. In meine Auswahlkriterien passen manche Trader zur Zeit einfach nicht. Aktuell sind mir für mich Trader wie Patternicus erste Wahl, der nach einem wirklich heftigen Drawdown seit Monaten beweist, wie man mit einem effektiven Risikomanagement und entsprechendem Können und Ausdauer wieder auf die Gewinnerstraße kommt. Ein Trader, der so etwas unter Beweis gestellt hat, ist für mich ein echtes Investment und keine Spekulation.