Reduzierung der Ordergröße um 25%

Nun ist es doch passiert. Der bisherige Drawdown von 13,5% wurde erreicht. Damit wird die bereits angekündigte Reduzierung der Ordergröße um 25% ab sofort umgesetzt. Sollte sich der Drawdown fortsetzen, werden weitere Reduzierungen folgen, die dann aber auch hier bekannt gegeben werden. Somit kann jeder Follower für sich selbst entscheiden, welchen Kapitalfaktor er/sie im eigenen Depot anwendet.

 

Der Grund für die Reduzierung ist primär, die Annäherung an die 25%-ayondo-Grenze im Drawdown zu vermeiden. Allerdings ist es nun auch so, dass das System den historischen maximalen Backtest-Drawdown deutlich überschritten hat. Ob  Verschwörungstheorien gegen simplytrade dahinter stecken, die die Positionen nun so oft hintereinander in den Stopploss haben laufen lassen, oder einfach diese außergewöhnlich schwankungsfreugie, aber richtungslose Marktphase, ist dabei unerheblich. Wichtig ist, dass das System derzeit nicht funktioniert und es notwendig ist, die Anwendungsregeln zu überdenken. Ich habe heute sehr viele Backtests gemacht und dabei die Volatilität genauso einbezogen wie historische Tickdaten zur Börseneröffnung und unmittelbar davor. Es gab durchaus Zeiten, die ähnlich schwierig waren und die, wie mir ein Traderkollege heute schrieb, wahrscheinlich auch schon früher dagewesen sein könnten. Allerdings kann bestätigt werden, dass der Backtest sauber gelaufen ist und die Parameter den jetzigen Drawdown so auch in der Theorie wiedergeben. Also muss der Backtest erstmal nicht grundsätzlich angezweifelt werden. Es ist aber Fakt, dass wir derzeit eine Situation haben, die für das System in der aktuellen Ausprägung problematisch ist. Was für die weitere Zukunft fatal sein könnte, wäre jetzt aus der Not heraus ein curve fitting vorzunehmen.

 

Es gibt aber Anwendungsmöglichkeiten, mit denen die Drawdowns der letzten Zeit zumindest teilweise hätten vermieden werden können und mit denen sogar schöne Gewinne statt satter Verluste möglich sind. Frühere Backtests und auch heute durchgeführte haben ergeben, dass ein Nachziehen des Stopploss in einer Phase wie jetzt den Drawdown deutlich verringert.  Das Problem dabei ist, dass ich das System öffentlich propagiert habe als ein System, das tagsüber nicht angefasst werden muss. Dies wird mir aktuell gerade zum Verhängnis. Gäbe es bei ayondo Trailingstopps, kämen diese in Seitwärtsphasen wie jetzt zum Einsatz. Damit werden die Verluste kleiner, weil nahezu jede Position zunächst in den Gewinn läuft. Es wird aber auch fallweise das Gewinnpotenzial beschnitten. Oftmals werden dadurch aber auch Gewinne realisiert, die oft im Laufe des Tages wieder abgegeben wurden. Da aber ein Umschalten aus der Seitwärtsbewegung in den Trendmodus immer zeitverzögert erfolgt, gibt es in solchen Zeiten dann wieder nicht realisierte Gewinne. Insgesamt werden aber Drawdowns wie jetzt geglättet. Ich werde in den nächsten Tagen entscheiden, ob ich das System nun mit manuellen Trailingstopps ausstatte, was bedeutet, dass das System tagsüber beobachtet werden muss und die publizierte Version eines Nachtrags bedarf. Kommentare sind hierzu gerne willkommen.

 

Noch ein Hinweis in eigener Sache: Auf Grund der Vielzahl der Zuschriften kann ich aktuell nicht jede einzelne beantworten. Hierfür bitte ich um Verständnis.