GZSZ

Gute Zeiten hatten wir in 2015, aktuell kämpfen wir uns durch die schlechten Zeiten in 2016. Das ist nicht etwas grundsätzlich Negatives, sondern ein ganz normaler Prozess. Leider ist dieser aktuelle Drawdown für simplytrade-Verhältnisse außergewöhnlich heftig. Doch unterm Strich sind das im Livedepot "nur" 10% Minus. Also soweit muss man die aktuelle Situation auch realistisch bewerten, ohne übertriebene Schwarzmalerei, aber selbstverständlich mit erhöhter Wachsamkeit. Problematisch würde es werden, wenn durch unbedachten Aktionsmus das ganze zur Zockerei ausartet. Das ist aber bei simplytrade ausgeschlossen. Eine Ausweitung der Ordergrößen oder eine Erhöhung des hinlänglich bekannten Risikos wird es hier nicht geben. Und auch wenn es weiter abwärts gehen sollte, wird alles transparent und nachvollziehbar bleiben. Eventuelle Maßnahmen werden entsprechend kommentiert und vorher angekündigt. Und damit sind wir schon beim Thema Reduzierung der Ordergröße.

 

Die angekündigte Reduzierung im Falle einer Ausweitung des Drawdowns hat zwei Gründe:

 

Zum einen ist es, ganz offen gesprochen so, dass ich auf Grund der Drawdown-Begrenzung von ayondo bei 25% bestrebt bin, diese Marke nicht zu unterschreiten, da ich sonst 80% weniger Kommissionen erhalten würde. 

 

Der zweite Grund ist, dass wir den historischen Drawdown-Korridor bereits erreicht und sogar etwas überschritten haben. Das bedeutet aber nun nicht, dass das System jetzt nicht mehr funktioniert. Wie in einem Kommentar heute bereits treffend zusammengefasst, wird das System nicht dauerhaft nur noch Verluste produzieren. Es kommen auch wieder Gewinne. Ob diese ausreichend groß und zahlreich sein werden, um schnell oder überhaupt irgendwann wieder auf neue Hochs zu kommen, wird die Zukunft zeigen. Auch 2004 und 2010 hat es sehr lange gedauert. Aber es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass es doch eine gewisse Änderung in der Statistik des Systems gibt.

 

Das größte Problem der Reduzierung der Ordergröße ist, dass es deutlich länger dauert, um wieder neue Hochs zu erreichen. Nach Juni 2015 hat es bestens geklappt, aber das muss nicht immer so sein. Falls es zu einer Reduzierung der Ordergröße kommt, wird diese dann aber offen kommuniziert, so dass jeder Follower für sich selbst entscheiden kann, ob er den Kapitalfaktor in seinem eigenen Followerdepot im Gegenzug erhöht. Eine Reduzierung soll selbstverständlich so spät wie möglich umgesetzt werden.

 

Der aktuelle Drawdown dauert nun zwar schon über 50 Tage, aber vor wenigen Tagen standen wir noch kurz vor einem Allzeithoch. Der Abschwung der letzten Tage ist außergewöhnlich, aber auf Grund der kurzen Dauer ist es in der Tat nicht einfach, diesen jetzt schon richtig einzuordnen. Die Wahrscheinlichkeit der Vergangenheit wurde aktuell verlassen, und das muss nun in der Statistik neu einsortiert werden. Die aktuellen Verluste nur mit den erhöhten Schwankungen an der Börse zu begründen, ist keine ausreichende Erklärung. Es gab bereits mehrere Zeiten an der Börse, in denen der VDAX deutlich höhere Werte angenommen hat. Auch intraday-Schwankungen im aktuellen Ausmaß gab es schon in früheren Zeiten, auch seit simplytrade öffentlich bei ayondo gehandelt wird. Waren es nun vielleicht doch nur ein paar unglücklich zusammenhängende Tage? Das kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht bestätigt, aber auch nicht verneint werden. Die Börse hat sich in den letzten Jahrzehnten immer wieder gewandelt. Seit Ende der neunziger Jahre ist der Handel für jedermann im Internet möglich, was eine erhebliche Änderung verursachte. Die Zeit davor kann man nicht mit dem Zeitraum ab etwa 1995 vergleichen. Deshalb setzt der Backtest auch erst ab 1998 auf.

 

 

Die aktuelle Situation muss einfach aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Deshalb bedanke ich mich für die zahlreichen interessanten, sachlichen und konstruktiven Kommentare in diesem Blog.