Slippage und Co.

Mit einem Paukenschlag begann die letzte Woche. Nach 45 Minuten wurde die Shortposition am Montag ausgestoppt. Die unmittelbar danach eröffnete Longposition brachte am Ende des Tages ein weiteres, wenn auch kleines Minus ein. Damit wurde ein neuer Tiefpunkt im Drawdown markiert. Danach folgten drei erfreuliche Gewinntage. Am Freitag kam es dann allerdings zu einem Mistrade, also einem Trade der nicht hätte zustande kommen dürfen. Dabei wurde das Tief des Vortages vom Dax knapp verfehlt, allerdings wurde beim Broker die Position trotzdem eingestoppt. Der Grund dafür ist der Spread und die Kursschwankungen beim Broker, die manchmal durchaus kräftiger ausfallen als beim Dax. Solche Abweichungen gibt es aber nicht nur bei ayondo. Dennoch ist das sehr ärgerlich. Zumindest fiel das Minus mit 35 Basispunkten moderat aus. Da solche Mistrades aber sehr selten passieren, fallen diese in der langfristigen Performance so gut wie nicht ins Gewicht. Außerdem sind solche Mistrades, wie im Buch beschrieben, in der Performance des Backtests bereits berücksichtigt.

 

Was in den letzten Tagen ebenfalls negativ auffiel, ist eine Slippage bei den Longpositionen, die deutlich über dem dem Durchschnitt liegt. Dies ist immer wieder in ausgeprägten Drawdownphasen zu beobachten und wird auch dieses Mal wieder dazu führen, dass auf Basis des errechneten Trackrecords schneller ein neues Allzeithoch erreicht wird als im Depot.

 

Aktuell stehen wir mit einem Minus von knapp 5% im Depot im mittleren Bereich des Dradowns. Es wird also ein paar weitere so gute Tage wie letzte Woche benötigen, um wieder auf neue Höhen zu steigen. Auch die sich aufsummierende Slippage in einem langen Drawdown trägt dazu bei, dass immer mehr Punkte aufgeholt werden müssen als in der Berechnung der Punkte ohne Finanzierungskosten. Inzwischen sind wir in der siebten Woche. Damit liegt dieser Drawdown bereits auf Platz 16 der längsten in der simplytrade-Historie. Es bleibt spannend....