wie immer - antizyklisch einsteigen?

Es ist doch immer wieder das selbe Muster. Der DAX macht einen Satz nach oben oder unten und pendelt dann um das letzte Hoch oder Tief. In diesen Seitwärtsphasen ist meist kein nennenswerter Gewinn möglich. In der Regel sind solche Phasen gleichbedeutend mit einem Drawdown im Depot. So ist es auch aktuell wieder. Seit den letzten Allzeithochs Ende Februar bis 1. März tendiert das Depot abwärts und markierte am Donnerstag ein neues Verlaufstief. Insgesamt wurden nun im März 3% Depot-Performance abgegeben. Auf Basis der Backtesthistorie entspricht das etwas mehr als 6%. Mit dem höheren Kapitalfaktor hat nun auch die Depot-Volatilität wieder etwas zugenommen und liegt derzeit bei 4%.

 

Wie immer nehmen einige Follower jeden Minustrade im Depot zum Anlass, abzuspringen. Sobald ein Trade ausgestoppt wird bekommen immer sofort einige kalte Füße. Ist diese Welle dann vorbei, kommen oft auch schnell wieder Follower dazu, die sozusagen antizyklisch einsteigen. Und wenn man sich die Performance-Kurve und die Backtesthistorie auf der Seite Performance ansieht, dann haben diese Follower bisher immer einen guten Schnitt gemacht. Denn nach jedem Drawdown gab es bisher mindestens ein Allzeithoch, oftmals auch gleich mehrere in Folge.

 

Von 1998 bis 2015 durchlief das System 427 Drawdownphasen und erreichte danach insgesamt 788 neue Allzeithochs. 286 dieser Drawdowns waren kleiner als 1%. Die für einen antizyklischen Einstieg interessanten Rückgänge von mehr als 3% gab es nur 53 mal. Auf Grund der seit Juni 2015 reduzierten Ordergröße entspricht das jeweils einem Depotrückgang von etwa 1,5%. Aktuell sind wir bei 3% Minus im Depot.

 

Von diesen 53 größeren Drawdowns fielen wiederum nur 10 größer als 8% (Depot = 4%) aus. Die Chancen, in einem Depotrückgang einzusteigen, sind also gar nicht so häufig. Die Frage ist aber auch, wie lange dauert ein Drawdown. Auch das lässt sich aus der Tradehistorie auf der Performance-Seite ablesen. 286, also weit mehr als die Hälfte, waren Eintagsfliegen, die bis zu 5 Tagen überlebten. 100 Depotrückgänge dauerten zwischen 6 und 20 Tagen. Nur 41 dauerten länger als einen Monat und nur 6 mehr als zwei Monate bis zu einem Jahr. Der aktuelle Drawdown läuft seit 13 Tagen. Und manchmal endet ein Drawdown auch ganz plötzlich, da der Kapitalfaktor bei simplytrade dynamisch an die Depotentwicklung angepasst wird. Alle ausführlichen Informationen hierzu finden Interessierte im Buch.

 

Klar kann nicht garantiert werden, dass es nicht auch mal ein anderes Szenario geben kann, das so noch nie da war. Aber letztendlich gibt es beim Trading und bei der spekulativen Geldanlage, vom Fondsinvestment bis zum Sekunden-Trade, keine Garantie. Lediglich die Wahrscheinlichkeit kann als Gradmesser für die Entscheidung herangezogen werden.