Ist Diversifikation sinnvoll?

Bei ayondo hat der Follower die Möglichkeit, in seinem Depot bis zu fünf Top Tradern gleichzeitig zu folgen. Dadurch soll erreicht werden, dass Verluste bei einem Trader durch Gewinne bei einem anderen ausgeglichen werden und das Depot nicht so sehr schwankt. Das hat sich in der Praxis zwar durchaus oft bewährt, allerdings ist oft genug auch das Gegenteil der Fall. Die Trader, die sich auf lange Sicht nicht positiv entwickeln, bremsen die Performance des Depots deutlich herunter. In den Live-Depots sind dabei die unterschiedlichsten Szenarien zu sehen.

 

Während im Depot simplystar alle Trader zunächst kollektiv abgeschmiert sind, haben sich MrDachs und simplytrader wieder gut erholt. Diese Erholung wird jedoch von den Verlusten in den letzten Tagen bei Kingking wieder egalisiert. Somit kommt dieses Depot nicht so richtig vom Fleck.

 

Dass eine Aufteilung des Kapitals auf mehrere Trader nicht grundsätzlich vor Verlusten schützt, ist bei simplyrisk schön zu sehen. Hier haben zunächst zwei Trader das Depot ins Minus gezogen, bevor der Fxtore-Crash einen deutlichen Drawdown verursachte. Nachdem aktuell nur noch zwei Trader im Depot sind geht es hier wieder steil bergauf. Allerdings weist einer davon, halo84, in der Vergangenheit eine größere Schwankungsbreite auf. Das Depot wird hauptsächlich durch McDaxi stabilisiert.

 

Wenig gebracht hat auch die Diversifikation bei simplymix. Wenn alle fünf Top Trader auf einmal in die Knie gehen, wird der Abwärtstrend eher noch verstärkt. Inzwischen hat bei fast allen Tradern eine deutliche Erholung eingesetzt. Dass das Depot aber trotzdem noch nicht auf einem neuen Höchststand angekommen ist liegt daran, dass Hegdehog seit seiner Verlegung in dieses Depot abwärts tendiert. Und es kann durchaus sein, dass, wenn sich dieser Trader erholt, vielleicht wieder andere durchhängen.

 

Wäre es also doch besser, auf weniger Trader, dafür aber auf welche zu setzen, die konstant nach oben ziehen? Diese Frage kann nur mit "ja, aber" beantwortet werden. Denn das "aber" ist, dass es gar nicht so einfach ist, diejenigen Trader zu finden, die dieses konstante Aufwärtskriterium erfüllen, wie die meisten der Performancecharts zeigen. Allerdings sollte dabei nicht immer nur der Gesamtchart betrachtet werden, sondern auch der Zeithorizont. Denn oftmals gibt es bei dem einen oder anderen Trader nach einem ausgeprägten Drawdown eine mehrmonatige Aufwärtsbewegung, die auf den ersten Blick optisch so gar nicht zu erkennen ist.