Traderranking - verzockt

In der vergangenen Woche gab es bei einigen Tradern, die in der Rankingliste unter Beobachtung stehen, einige gravierende Ausreißer. Deshalb wurde das Ranking hier heute aktualisiert. Die Trader SUnruh, besthedge und jolerbugi haben die Drawdown-Grenze von 25% unterschritten und ihr Karrierelevel verloren. Prominentester Absturz aber ist Quandtinvest, der bisher im Ranking auf einem der vorderen Plätze zu finden war.

 

Der Fehler, den diese Trader gemacht haben ist, das Depotrisiko zu sehr auszuweiten. Dies ist der Hauptgrund, warum immer wieder Trader scheitern. Dass das für einen Follower oftmals schwer einzuschätzen ist, sieht man bei Quandtinvest. Der Trader hat in seinem Profil detailliert beschrieben, wie er agiert, wenn er sich seinem selbst gesteckten maximalen Drawdownrisiko von 10% annähert. Aber statt die Positionen zu verringern wurden die Positionen in Anzahl und Quantität ausgeweitet. Der Trader liegt zwar immer noch im grünen Bereich, was die Kennzahlen betrifft, aber ein Fragezeichen bleibt, was die zukünftige Vorgehensweise betrifft. 

 

Eine extreme Ausweitung des Depotrisikos ist auch bei besthedge zu beobachten. Aktuell hat der Trader 28 Positionen auf steigende US-Indizes und den DAX offen. Mit dem Rücksetzer der Kurse in den letzten Tagen hat der Trader einen Drawdown von 34% eingefahren. SUnruh hat am Freitag innerhalb einer Stunde, und jolerbugi innerhalb von vier Stunden  mit genau der gleichen Vorgehensweise das Depot verzockt.

 

Die Schlussfolgerung für Follower daraus ist, genau zu beobachten, was ein Signalgeber treibt. Wird das gesamte Depotrisiko ausgeweitet und nur in eine Richtung spekuliert, heißt es sofort zu reagieren und genau zu überlegen, ob man bei dieser Zockerei dabei sein will. In den meisten Fällen geht so etwas aber schief, wie die vielen Beispiele der Vergangenheit gezeigt haben. Die Auswahl  der Trader ist das A und O für Follower. Es muss vertrauen in den Ansatz bestehen, wozu aber erst einmal gehört, dass der Trader seinen Ansatz in der Strategie überhaupt beschreibt. Ist dies nicht der Fall, heißt es auf jeden Fall sehr wachsam zu bleiben. Und dann muss genau beobachtet werden, wie dieser Ansatz in der Praxis tatsächlich umgesetzt wird.