Reich über Nacht

Bei den außerbörslichen Kurssprüngen hätte man in letzter Zeit tatsächlich öfters über Nacht, also buchstäblich im Schlaf, ein Vermögen verdienen können. Und so manchem Trader mit einer passenden Trendfolgestrategie hat das sicher einen schönen Profit beschert. Allerdings gibt es auch welche, die auf einen fallenden DAX spekuliert haben und ausgestoppt wurden. Wer aber über Nacht keinen Stopp hat, ist selber Schuld.

 

Apropos Stopp: Zweimal wurde in den letzten Wochen simplytrade tagsüber unglücklich ausgestoppt und hat damit einen möglichen satten Tagesgewinn verpasst. Doch jetzt einfach die Parameter zu ändern, ohne das hinreichend einem ausführlichen Backtest unterzogen zu haben, wäre Zockerei. Tatsächlich wäre eine Möglichkeit, die Volatilität in den Ansatz einzubeziehen und dadurch das System zu erweitern. Möglichkeiten der Optimierung gibt es viele. simplytrade hat jedoch in 17 Jahren Backtest insgesamt ein hervorragendes Ergebnis gebracht und dies in den letzten 10 Monaten live unter Beweis gestellt. Deshalb wird jetzt nicht an den Stellschrauben gedreht, nur weil die derzeit griechisch-politisch beeinflusste Börse gerade Hü und Hott spielt. Der Versuch, aktuell ein paar Prozent mehr heraus zu holen, könnte übermorgen schon zum Desaster führen.


Im Konjunktiv hat noch kein System an der Börse funktioniert. Bleiben wir lieber bei den Fakten.

 

Das Follower-Depot hat sich nach dem Absacker Mitte der Woche wieder stabilisiert. And the winner is: Stefan Riße, dessen Platz im Depot ich vor kurzem noch in Frage gestellt habe. Das zeigt wieder einmal, dass Geduld doch keine so schlechte Tugend ist. Damit hat sich der Trader nun etwas von dem drohenden 25%-Drawdown abgesetzt, der für einen Trader mit vielen Followern auch finanziell wegen des Verlusts des Karrierlevels erhebliche Nachteile hätte. Ein weiterer Trader, der in so einer kritischen Situation gerade beweist, was solides Moneymanagement bedeutet, ist Patternicus. Wenn einer der Top Trader bei ayondo die Kurve kurz vor dem 25%-Knockout noch einmal bekommt zeigt er, dass er etwas von Risiko- und Moneymanagement versteht.