Worst Case

Der schlechteste anzunehmende Fall wäre, wenn es zu einer extremen Tagesschwankung kommt, die simplytrader unter die 25%-Drawdowngrenze bei ayondo drücken würde. Damit dies nicht passiert, wurde die Ordergröße nun halbiert. Das hat nichts mit dem System zu tun. Vielleicht wäre es sinnvoller gewesen, dies von Anfang so zu handeln. Letztendlich geht es nun um die Darstellung der Performance. Dass diese nun flacher verläuft, wird in Kauf genommen. Wer dem System weiter 1:1 folgen will, sollte deshalb den Kapitalfaktor auf 2 einstellen.


Dass in der Zukunft Szenarien vorkommen können, die es bisher noch nicht gab, darauf wird immer wieder hingewiesen. Im Juni 2015 ist so ein Ereignis tatsächlich eingetreten. Es war der schlechteste Monat aller Zeiten seit 1998. Dass dies nicht gleichbedeutend  ist mit dem größten Drawdown aller Zeiten, ist ein Beweis dafür, dass das Kapitalmanagement funktioniert. 


Zum Followerdepot: Auch hier hat sich die Drawdownphase von simplytrade bemerkbar gemacht. Im Vergleich zur Vorwoche steht ein weiteres Minus in den Büchern. Am stabilsten zeigt sich weiterhin MrDachs. Aktuell überarbeite ich gerade das Kapitel Traderauswahl für mein Buch. Gerade hier gilt, vergangene Daten sind keine Gewähr für die Zukunft. Es gibt verschiedene Ansätze, einen Trader zu bewerten, aber eine sichere Vorhersage ist nicht möglich. Auch die Zahlen allein können sich schnell ändern. Ein wichtiges ergänzendes Kriterium sind  Angaben im Traderprofil. Klar sind Buchstaben geduldig, aber wenn sich jemand die Mühe macht, hier etwas über sich und seinen Handelsansatz zu schreiben, ist das durchaus positiv zu bewerten.